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Ehliz und Akdag: Erstmals zwei Spieler mit türkischen Wurzeln in der deutschen Nationalmannschaft

Yasin Ehliz: "Das erfüllt mich mit großem Stolz"

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Beim gestrigen 3:4 der Nationalmannschaft gegen Lettland in Herne schaute Yasin Ehliz noch zu, heute wird der Stürmer der Thomas Sabo Ice Tigers seine Premiere DEB-Dress feiern. Eine Premiere, die durchaus für Aufsehen sorgt. Denn mit Krefelds Sinan Akdag stehen in Essen (19.30 Uhr) gleich zwei türkischstämmige Spieler im Kader der Nationalmannschaft! DEL.org hat Ehliz getroffen.

Yasin, wann hast du von deiner Nominierung erfahren?

Am Sonntag. Ich stand ja schon im erweiterten Kader und war zuletzt auf Abruf. Leider hatte sich mein Teamkamerad Marco Pfleger dann verletzt. Ich hätte es Marco gegönnt. Nun bin ich halt nachgerückt. 

Kanntest du Sinan Akdag vorher?

Nur als Gegenspieler. Unterhalten haben wir uns aber erstmalig hier bei der Nationalmannschaft. Ich hatte mich schon sehr auf das Kennenlernen gefreut. Er ist ein super Typ, aber das hatten mir schon die anderen Jungs erzählt.

Redet ihr deutsch oder türkisch miteinander?

(lacht) Mehr Deutsch. Wir sind da ziemlich gleich, was das betrifft. Beide sind wir in Bayern geboren und haben in der Schule deutsch und zu Hause türkisch gesprochen. Wir sind aber nicht mehr so gut darin. Wenn wir in der Türkei sind, merken die Leute schon, dass wir irgendwo anders groß geworden sind.

Heute stehen erstmals in der Geschichte des deutschen Eishockeys zwei türkischstämmige deutsche Eishockey-Nationalspieler auf dem Eis – wie stolz macht dich das?

Das ist wirklich etwas Außergewöhnliches und es erfüllt mich mit großem Stolz. Besonders, weil ich mit Sinan auf dem Eis stehen kann. Die Jungs hier sind aber alle super und es geht für mich ein Traum in Erfüllung. Hoffentlich bleibt es so. Ich werde alles geben, um auch in Zukunft dabei zu sein.