Teamcheck

07. September 2018

Wild Wings: Im Kollektiv zum Erfolg

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Schwenningen wollen als Team erneut in die Playoffs einziehen

Im März 2018 herrschte große Freude im Schwarzwald. Die Schwenninger Wild Wings hatten nach 22 Jahren DEL-Playoff-Abstinenz endlich wieder die Schlussrunde erreicht. Auch wenn es „nur“ die 1. Playoff-Runde war. Dass es dann gegen die Grizzlys Wolfsburg dann doch nicht für den Einzug ins Viertelfinale reichte, egal. Die Fans jedenfalls waren begeistert und feierten ihr Team trotz der Niederlage gegen die Niedersachsen frenetisch.

Klar also, dass man bei den Wild Wings in der kommenden Spielzeit heiß auf einen ähnlichen Erfolg ist. Die Euphorie ist spürbar. Aber: Nach wie vor backt man in Schwenningen kleine Brötchen. Die Verantwortlichen versuchen, den Spagat zwischen Optimismus und Realität hinzubekommen. Denn zum einen sind die Schwarzwälder sicher eine Mannschaft, die, wenn es optimal läuft, durchaus das Zeug hat, wieder um Platz zehn mitzuspielen, aber auch hier gilt: Es muss alles passen. Oder wie Erfolgscoach Pat Cortina sagte: „Wir werden nur Erfolg haben, wenn wir als Kollektiv auftreten.“

Das zählt in der anstehenden Runde noch mehr als bevor. Insbesondere nach so zwei entscheidenden Abgängen wie von Will Acton und Damien Fleury. Gerade Acton war in den vergangenen Jahren Dreh- und Angelpunkt der Offensive und gar nicht mehr aus dem Team wegzudenken. Umso wichtiger ist, dass „die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird“, wie Manager Jürgen Rumrich betonte.

Sicher auch eine Schlüsselposition ist der Keeper. Mit Dustin Strahlmeier steht der „Torhüter des Jahres“ der Vorsaison im Kasten. Diese Ehre gilt es diesmal zu bestätigen. Denn „Strahli“ sorgte mit seinen Paraden dafür, dass die Wild Wings den Kampf um Platz zehn für sich entscheiden konnten. Mit Marco Wölfl hat sich ein weiterer Torwart ebenfalls für höheres empfohlen. Es dürfte interessant sein zu sehen, wie sich das Duo seine Einsätze teilt.

„Wir haben in der letzten Saison nach vielen Jahren mal wieder die Playoffs erreicht. Leider war in der 1. Playoff-Runde Schluss. Aber wir haben wieder ein gute Truppe zusammen und sind heiß auf mehr“, sagte Wölfl angriffslustig. Allerdings: Zuletzt stotterte der Motor während der Vorbereitung ab und an mal, was den Coach dazu veranlasste, mit seinen Spielern Klartext zu reden.

Gegenüber dem „Schwarzwälder Boten“ sagte Cortina: „Ich habe den Spielern noch einmal ausführlich unsere Identität erklärt, mit der wir bei den Wild Wings spielen wollen. Wir dürfen nicht von unserem bisherigen Weg abweichen, der uns auch in der vergangenen Saison stark gemacht hat. Es geht nur mit viel Einsatz, mit einer starken Mentalität und mit einer guten Einstellung." Bitter auch: Zuletzt fehlten u.a. mit Markus Poukkula und Istvan Bartalis zwei wichtige Leistungsträger.

Sicher ist: Die Wild Wings stehen wieder vor einer hohen Herausforderung. Als kleiner DEL-Standort hat man es im Konzert der Großen ganz besonders schwer. Dass allerdings ein homogenes Auftreten sowie Geschlossenheit (sowie ein vollzähliger Kader) zum Erfolg beitragen können, hat man in der Vorsaison gesehen. Bedeutet: Auch diesmal dürften die Wild Wings einen Platz unter den Top-10 erreichen können.

Der Kader der Schwenninger Wild Wings für die Saison 2018/19 (Stand: 07.09.2018)

Tor: Michael Boehm, Dustin Strahlmeier, Marco Wölfl
Verteidigung: Dominik Bittner, Dominic Bohac, Benedikt Brückner, Kalle Kaijomaa, Maximilian Kolb, Mirko Sacher, Kyle Sonnenburg, Jussi Timonen
Sturm: Istvan Bartalis, Rihards Bukarts, Simon Danner, Marc El-Sayed, Stefano Giliati, Kai Herpich, Andree Hult, Mirko Höfflin, Ville Korhonen, Julian Kornelli, Marcel Kurth, Philipp McRae, Daniel Pfaffengut, Markus Poukkula, Anthony Rech, Daniel Schwamberger, Tobias Wörle.
Trainer: Pat Cortina, Petteri Väkiparta