Let's Fetz!

20. März 2017

Viertelfinal-Krimis: 3 x 7 = der pure Wahnsinn!

Christoph Fetzer

Von Christoph Fetzer
@fetzi6

3 x 7 = 21? Von wegen! Dreimal Spiel sieben ist nichts anderes als der pure Wahnsinn. Drei Viertelfinal-Serien gehen über die volle Distanz, zum ersten Mal überhaupt in der DEL-Geschichte. Adler vs. Eisbären, Ice Tigers vs. Panther, Haie vs. Grizzlys: dreimal Dramatik, dreimal grenzenloser Jubel, dreimal abgrundtiefe Enttäuschung.

Wer will es mehr? Keine Floskel, eine Weisheit. Guter Gameplan hin oder her – es kommt vor allem darauf an, den Plan besser umzusetzen als der Gegner. Dazu gehört auch, den einen Schritt mehr zu machen, nach vorne und vor allem nach hinten. Jeder Spieler muss sich über die kompletten 60 Minuten (und vielleicht mehr!) an seine Aufgabe halten. Weicht einer nur eine Sekunde lang davon ab, kann die Saison vorbei sein.

Die Sache mit der Disziplin Eine einzige Strafe, ein einziges blödes Foul kann das Spiel entscheiden. Harte Checks und böse Worte – der „Trash Talk“ - gehören vor allem in den Playoffs dazu. Provozieren lassen darf sich aber keiner. Wer wie Sebastian Uvira eine Erinnerung braucht cool zu bleiben, der bekommt sie vom eigenen Mitspieler Moritz Müller. Um was geht es am Ende? „Eishockey“!

Druck! So viel Druck! Wer hat Druck? Die Adler Mannheim, die Thomas Sabo Ice Tigers und die Kölner Haie, weil sie in der Hauptrunde deutlich mehr Punkte geholt haben als ihre Gegner. Alles andere als eine Halbfinal-Teilnahme wäre eine Enttäuschung. Druck haben aber auch die Eisbären Berlin, weil sie nur mit dem Halbfinale die vorher schwache Saison retten könnten. Und die Augsburger Panther, weil sie so nah dran waren und den ersten Matchpuck vergeben haben, sogar zu Hause. Und die Grizzlys Wolfsburg, weil sie nach 3:1-Führung in der Serie sogar zwei Matchpucks nicht nutzen konnten. Kurz: Alle haben Druck. Aber sowas von.

Momentum, bleib doch noch ein bisschen Es ist die Eine-Million-Euro-Frage: Momentum, was ist das eigentlich? Und vor allem: Wer hat es? So wirklich weiß das keiner. Aber klar ist: Das Momentum geht so schnell wie es kommt. Mit einer einzigen Aktion ist es da, plötzlich ist es wieder weg. Wer Spiel sechs gewonnen hat, spielt für das Momentum keine Rolle. Spiel sieben geht wieder bei 0:0 los.       

Heroes und Unsung Heroes Die Stars und Leader sind in Spiel sieben gefragt. Ohne sie geht es nicht. Aber im Eishockey kann jeder der Held sein. Ein Torwart mit einer Wahnsinnsparade. Ein Verteidiger mit einer Rettungsaktion oder einem schönen Aufbaupass. Ein Stürmer mit einem Tor oder einer Vorlage – egal, ob er in der ersten oder in der vierten Reihe spielt. Ein Check, ein Laufduell, ein kurzes „Auf geht’s“ zum Mitspieler – es gibt so viele Möglichkeiten, seine Mannschaft zu pushen. Eishockey ist DER Teamsport schlechthin.      

3 x 7 = der pure Wahnsinn Dreimal Spiel sieben. Im Stadion oder bei Telekom Eishockey im Einzelspiel und in der Konferenz (auf Entertain). Das gab’s noch nie. Siegen oder fliegen. Das wird der pure Wahnsinn.