Playoffs 2017

17. März 2017

Vier Teams heiß auf Serienführung - Grizzlys können alles klar machen

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
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SPORT1 berichtet live aus Köln / Siegen oder fliegen: Haie "verzichten" im vielleicht entscheidenden Duell gegen Wolfsburg auf Topstürmer Patrick Hager / Zwei Serien Unentschieden - Derek Dinger:  "Druck liegt jetzt wieder bei Nürnberg" / Berlins Taktik in Mannheim: "Kontern und schießen"

 

Vorhang auf für drei hochemotionale Duelle: Nach dem Meister EHC Red Bull München durch den 4:0-„Sweep“ gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven bereits als erster Halbfinalist fest steht, geht es für die sechs verbliebenden Mannschaften ans Eingemachte: Die größte Chance auf den vorzeitigen Einzug in die Runde der letzten Vier bietet sich heute Abend  den Grizzlys Wolfsburg, die bei einer 3:1-Serienführung und einem weiteren Sieg gegen den KEC in der Kölner LANXESS arena den „Sack“ zumachen könnten.

So weit ist man an zwei weiteren Standorten noch nicht. Sowohl bei der Begegnung zwischen den Adlern aus Mannheim und den Eisbären Berlin als auch beim Aufeinandertreffen der bayerischen Teams aus Nürnberg und Augsburg geht es beim Stande von 2:2 jeweils „nur“ um die (sehr wichtige) Serienführung. Ein sechstes Spiel am Sonntag steht daher bereits jetzt fest.   

Das 6:1 der Berliner am Mittwoch über Mannheim war auch in der Deutlichkeit unter dem Strich verdient. „Wir haben schlecht gespielt und zu viele Konter und Strafen kassiert", meinte Adler-Verteidiger Sinan Akdag und kündigte an: „Zu Hause müssen wir heute besser spielen." Der Nationalspieler überlegte: „Ob du jetzt 0:1 oder 1:6 verlierst, spielt eigentlich keine Rolle. Vielleicht war es aber ganz gut, dass die Niederlage so hoch ausgefallen ist. Da weiß jetzt jeder wieder, um was es geht.“

Der Berliner Plan dürfte heute der gleiche sein. „Wir haben die Mannheimer ausgekontert. Wenn du den Schuss suchst, dann ist die höchste Gefahr da. Das haben wir super gemacht und deshalb auch hoch gewonnen“, freute sich Doppeltorschütze Laurin Braun. Teamkollege Charles Linglet bestätigte: „Heute müssen wir einfach wieder unser Spiel spielen.“

Ice Tigers-Trainer Rob Wilson

„Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Serie über sechs oder sieben Spiele gehen würde, daran hat sich nichts geändert."

Einen Doppeltorschützen gab es auch am Dienstag bei der Partie Augsburg gegen Nürnberg – Derek Dinger. „Mit einem 1:3-Rückstand nach Nürnberg zu fahren, wäre schwierig gewesen. Mit dem 2:2-Ausgleich haben wir den Druck wieder an Nürnberg abgegeben“, sagte der Verteidiger vor dem heutigen Match bei den Franken.

Für Rob Wilson, Trainer der Ice Tigers, war der Überraschungseffekt nicht sonderlich hoch. Mund abwischen, weiter machen lautete das Motto: „Ich habe von Anfang an gesagt, dass die Serie über sechs oder sieben Spiele gehen würde, daran hat sich nichts geändert. Am Dienstag hat das bessere Team gewonnen.“ Heute soll es genau anders herum sein.

Und da ist ja noch die Serie Köln gegen Wolfsburg. Nach der Niederlage in Spiel eins am Dom sicherten sich die Niedersachsen zuletzt drei Erfolge in Serie gegen den vermeintlichen Favoriten.

„Wie schon in den beiden Spielen zuvor mussten wir dem Ergebnis hinterherlaufen. Vor dem gegnerischen Tor tun wir uns derzeit sehr schwer. Vier eigene Treffer in vier Spielen sprechen eine deutliche Sprache. Ohne Tore können wir aber kein Spiel gewinnen. Unsere Schlüsselspieler müssen wieder funktionieren", erklärte Haie-Headcoach Cory Clouston nach dem 1:5 in Wolfsburg am Mittwoch.

SPORT1 live aus Köln / Patrick Hager aus Haie-Kader gestrichen

Zur Überraschung wurde Patrick Hager gestern aus dem Kader gestrichen. Gründe für diese besonders in den Playoffs außergewöhnliche Maßnahme nannten die Kölner nicht. Auch der Spieler wollte sich nicht äußern.

Bei den Grizzlys möchte man das 5:1 jedenfalls nicht überbewerten: „Das Match am Mittwoch war interessant, entspricht aber nicht dem Ergebnis. Köln war sehr stark. Wir haben halt in den richtigen Momenten die Tore geschossen und Felix Brückmann hat überragend gehalten“, sagte Coach Pavel Gross und gab für heute die Marschroute aus: „Wir müssen uns in Köln definitiv wieder steigern.“  

Alle Spiele starten wie gewohnt ab 19.15 Uhr auf telekomeishockey.de. Spielbeginn ist um 19.30 Uhr. SPORT1 berichtet heute zudem live aus Köln.