DEL FUTURE CAMP

25. Juli 2019

Unterstützung aus der NHL beim DEL FUTURE CAMP 2019

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Kris Knoblauch, Assistenztrainer der Philadelphia Flyers von 2017-2019, im Interview

Mit Kris Knoblauch unterstützte ein NHL-Coach das Trainer-Team beim DEL FUTURE CAMP 2019. Zwischen 2017 bis 2019 war der Kanadier Assistenztrainer der Philadelphia Flyers. Wir haben uns mit dem 40-Jährigen nach dem Camp in Berlin über seine Teilnahme am DEL FUTURE CAMP unterhalten, bevor vom 27.-30. Juli das DEL FUTURE CAMP in Augsburg steigt.

Alle Infos zum DEL FUTURE CAMP 2019.

Kris, schön, dass du hier bist, aber wir müssen diese Frage stellen. Du warst zuletzt zwei Jahre Assistenztrainer der Philadelphia Flyers in der NHL. Das ist eigentlich sehr weit weg von einem Hockey Camp in Deutschland. Wie hat es dich hierhin verschlagen?

Die NHL Coaches‘ Association möchte, dass wir auf in Europa unser Wissen weitergeben. Nebenbei bemerkt halte ich das für eine gute Idee und unterstütze das sehr gerne, weil sich diesen Sport liebe. Jedenfalls gab es beim Deutschen Eishockey Bund eine Liste mit Trainingslagern in Deutschland und das DEL FUTURE CAMP war darin aufgeführt. Das hat mich dann sehr interessiert. Ganz nebenbei war es für mich eine gute Möglichkeit, noch einmal nach Europa zu kommen.

Stimmt, du hast deine letzte Saison als Spieler in Frankreich verbracht…

… und es war toll! Europa hat so viel Geschichte. Allein schon diese alten Gebäude, die man hier praktisch überall sieht. Das gibt es so in Nordamerika nicht. Ich habe in Berlin jede freie Minute genutzt, um mir Berlin anzuschauen, und jetzt werde ich mit meiner Familie in Deutschland herumreisen, bis das Camp in Augsburg startet.

Was hast du in den vier Tagen des DEL FUTURE CAMPS in Berlin gesehen?

Das ist ein exzellentes Camp. Es ist hervorragend organisiert und das Trainerteam ist sehr motiviert. Solche Trainingslager sind eine sehr gute Möglichkeit, um dem Nachwuchs viel mehr über das Eishockey zu vermitteln und zu zeigen, was es braucht, um ein richtiger Hockeyspieler zu werden. Wir haben hier die Zeit und die richtigen Leute auf dem Eis.

Was hältst du von den Jungs und Mädels, die hier aus dem Eis sind?

Ich war überrascht von dem Niveau. Die Kinder bringen sehr viel Energie mit und wollen offensichtlich mehr lernen, um noch besser zu werden und es in die DEL oder vielleicht sogar in die NHL zu schaffen.

Wir hatten ja in den letzten Jahren einige Erstrunden-Picks bei den Entry Drafts der NHL.

Das ist richtig und deckt sich auch mit der Entwicklung, die das europäische Eishockey und auch das deutsche Eishockey genommen hat. Schweden spielt eigentlich immer um die Medaillen mit, Finnland räumt derzeit inklusive der U-Turniere bei Weltmeisterschaften einen Titel nach dem anderen ab. Deutschland holt bei den Olympischen Spielen die Silbermedaille und spielt bei Weltmeisterschaften munter mit. Das ist eine sehr schöne Entwicklung, die dem Eishockey nur gut tun kann.

Moritz Seider hatte bei der WM seinen großen Auftritt und wurde bei den Drafts 2019 an sechster Stelle gezogen. Wie siehst du das?

Ich hatte leider keine Möglichkeit, mich mit Moritz Seider zu beschäftigen und kann nichts über ihn direkt sagen, aber eines ist klar: Das ist sehr wichtig für ein Land. Das sorgt für Aufmerksamkeit und gibt jungen Spielen ein Vorbild – so wie es Leon Draisaitl ist. Sie sehen, dass man es mit der richtigen Einstellung sehr weit bringen kann und bei Camps wie diesen geben wir ihnen das nötige Handwerkszeug mit. Um richtig gut zu werden, muss man eben mehr machen als es zwischen September und April möglich ist. Man muss das ganze Jahr an sich arbeiten.

Kris, wir danken für das Gespräch.