Lage der Liga

11. September 2017

Tore ohne Ende, aber der Heimvorteil hat noch Sommerpause

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
@DELoffice

In 14 Spielen zum Saisonstart setzte sich elf Mal der Gast durch / Patrick Reimer: „Als Auswärtsteam kann man möglicherweise etwas befreiter aufspielen.“

Gerade einmal zwei Spieltage ist die 24. DEL-Saison alt und schon bekamen die Fans in den Stadien und Arenen Spektakel am laufenden Band geboten. Die 14 Teams zeigten sich zum Auftakt besonders in Trefferlaune. Fielen am 1. Spieltag bereits 44 Tore, waren es am Sonntag deren 51. Demnach durften die Fans an einem Wochenende insgesamt 95 Mal jubeln. Das sind fast sieben Treffer pro Partie. Ein toller Wert.

Was den Eishockeysport für die Anhänger so interessant macht, ist für Trainer, Spieler, Manager und vor allen Dingen Torhüter ein Graus. Das Motto „Offensive wins games, defense wins championships“ griff so gut wie gar nicht. Immerhin: Jochen Reimer vom ERC Ingolstadt durfte sich im allerersten Saisoneinsatz für seinen neuen Club (am Freitag hatte Timo Pielmeier gespielt) über seinen erstes „zu Null“ freuen – und das beim amtierenden Deutschen Meister EHC Red Bull München. 

Spieler des ersten Wochenendes ist Philip Gogulla. Der Kölner Stürmer war mit drei Toren und vier Vorlagen an sieben der insgesamt neun Tore des KEC beteiligt. Damit kommt er auf 3,5 Punkte pro Partie. Klar, dass sich diese Zahl im Laufe der Saison normalisieren wird. Marcel Müller, der am Freitag noch gesperrt war, scorte beim 5:7 seiner Pinguine gegen Augsburg allein vierfach (Ein Tor, drei Vorlagen).

Vor allen Dingen aber eines fiel nach dem ersten Spiel-Wochenende ins Auge: Die oft zitierte Heimstärke hat offenbar noch Sommerpause. Am Freitag setzte sich fünf Mal der Gast durch, gestern waren es ganze sechs Auswärtssiege. Nur die Ice Tigers konnten daheim überzeugen. 

„Ich glaube, dass gerade zu Beginn der Hauptrunde der Heimvorteil noch nicht allzu schwer ins Gewicht fällt“, sagte Nürnbergs Kapitän Patrick Reimer darauf angesprochen. Der Nationalspieler hat eine Theorie: „Viele Mannschaften sind vielleicht sogar etwas nervös beim ersten Heimauftritt oder zu verkrampft, weil sie es besonders gut machen wollen. Als Auswärtsteam kann man möglicherweise etwas befreiter aufspielen.“

Bereits am Donnerstag geht es weiter, wenn der EHC Red Bull München im zweiten Heimspiel in Folge auf die Schwenninger Wild Wings trifft.