Pfiff der Woche

13. Januar 2020

Tor und Strafe beim Derby zwischen Straubing und Nürnberg

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Aufgeklärt: Der Ausgleich der Straubing Tigers zum 1:1 gegen die THOMAS SABO Ice Tigers und die gleichzeitige Strafe wegen eines hohen Stockes

Am 37. Spieltag der DEL-Saison 2019/20 kam es zu einer unter Fans heiß diskutierten Szene im Derby zwischen den Straubing Tigers und den THOMAS SABO Ice Tigers, das die Niederbayern am Ende mit 5:2 gewannen. Ein Fall für den „Pfiff der Woche“, in der wir die Szene analysieren.

Die Szene

Straubing fährt einen Angriff auf das Nürnberger Tor, der in einer unübersichtlichen Situation am und im Torraum der Ice Tigers endet. Am Ende ist der Puck im Tor und ein offensichtlich verletzter Jeremy Williams eilt aus dem Gewühl in Richtung seiner Bank.

Zwei Handlungsstränge in einer Szene

Was ist genau passiert? Die Wiederholung zeigt, dass sich zwei Handlungsstränge parallel abspielen. Der eine ist das Tor, der zweite ist die Szene, die zur Verletzung von Jeremy Williams führt.

Das Tor

Marcel Brandt brachte die Scheibe auf das Tor, doch Nürnbergs Torhüter Niklas Treutle wehrte den Schuss ab. In der Folge schaffte es Treutle jedoch nicht, den Puck unter sich zu begraben. Michael Connolly erkannte die Situation als erster und arbeitet zusammen mit Felix Schütz nach. In der Konfusion rutschte der Puck letztlich über die Torlinie. Der tiefstehende Schiedsrichter beobachtete den Vorgang rund um das Tor aus einer perfekten Position und konnte jederzeit erkennen, dass der Puck frei war. Auf dem Eis gaben die Schiedsrichter einen gültigen Treffer.

Anschließend gingen die Unparteiischen zum Videobeweis, um zu überprüfen, ob eine Torwartbehinderung vorlag. Die Videobilder zeigen, dass Ice Tigers-Goalie Niklas Treutle nicht behindert wurde und die Torszene regelkonform ablief. Entsprechend blieben die Schiedsrichter bei ihrer auf dem Eis getroffenen Entscheidung und gaben den Treffer.

Die Verletzung

In derselben Szene, in der das Tor für die Tigers fällt, wird Straubings Jeremy Williams verletzt. Nach Ansicht der TV-Bilder zeigte sich, dass Christopher Summers bei dem Versuch Williams‘ Schläger anzuheben diesen verpasst und in der Folge mit dem Schlägerblatt den Kopf seines Gegenspielers traf. Die Schiedsrichter haben diese Szene aufgrund der vielen gleichzeitigen Ereignisse nicht erkannt, aber die Linienrichter haben den hohen Stock gesehen.

Nach den Regeln müssen Linienrichter dem Schiedsrichter ein Foul, das eine große Strafe nach sich zieht und den hohen Stock, der mit der doppelten kleinen Strafe (2+2) geahndet werden muss, melden. Dies haben die Linesmen, die hier das Foul am Tor gesehen haben, gemacht. Nach der Besprechung am Schiedsrichterkreis wurde die Strafe (2+2, Hoher Stock) ausgesprochen, bevor die Schiedsrichter zum Videobeweis gingen.

12108 Pfiff der Woche: Der Ausgleich der Straubing Tigers zum 1:1 gegen die THOMAS SABO Ice Tigers