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6. Oktober 2017

Topspiel in Nürnberg: Der Spitzenreiter gegen den Meister

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Emotionen am 10. Spieltag garantiert: Die Adler Mannheim empfangen den defensivstarken ERC Ingolstadt / Derby am Rhein: Bundestrainer Marco Sturm sieht erneute Ehrhoff-Rückkehr nach Krefeld / DEG ohne Stammkeeper Niederberger nach Schwenningen / Iserlohn mit neuem Defender gegen Berlin / Straubings Deutschland-Tour nach Bremerhaven

Der 10. Spieltag geht in die Vollen und die Fans bekommen spektakuläre Begegnungen am Abend zu sehen: Allen voran bei der Top-Partie des Tages zwischen Tabellenführer Thomas Sabo Ice Tigers und dem amtierenden Deutschen Meister EHC Red Bull München, aktuell Dritter des Tableaus, dürfte es heiß und emotional zur Sache gehen. Neben Kapitän Patrick Reimer wird den Franken auch Patrick Köppchen allerdings nicht zur Verfügung stehen.

Im Kampf um die Spitzenplätze haben aber noch ganz andere Mannschaften ein Wörtchen mitzureden. Denn schließlich kommt es in der Kurpfalz zum Aufeinandertreffen der beiden Top-Clubs aus Mannheim und Ingolstadt. Die Gäste haben aktuell nur zwei Zähler Rückstand auf Primus Nürnberg und reisen mit der Empfehlung der zurzeit besten Defensive nach Mannheim. Gerade einmal 17 Gegentreffer gab es in neun Spielen.

„Das ist ein Verdient der ganzen Mannschaft. Wir werden uns aber nicht zu sehr feiern, weil es jetzt gut gelaufen ist. Das ist kein Thema bei uns in der Kabine“, sagte Keeper Timo Pielmeier und ergänzte: „Wir schauen schon auf die nächsten Begegnungen. Gerade im Oktober spielen wir sehr viel. Konzentration ist das A und O.“

Weiter ganz oben mitmischen wollen auch die Eisbären Berlin. Der Hauptstadt-Club muss bei Schlusslicht Iserlohn Roosters ran. Zwar sind die Berliner laut Tabelle deutlich favorisiert, aber was heißt das schon? Seit fünf Spielen konnten die Eisbären keinen Blumentopf mehr am Seilersee gewinnen. Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von André Rankel und Frank Hördler.

Die Roosters können auf die Dienste ihres neuen Defenders Oscar Eklund zählen. Der Schwede wurde gestern unter Vertrag genommen. „Ich bin sehr gut aufgenommen worden und hoffe der Mannschaft schon am Wochenende helfen zu können“, sagte der Zugang.

Christian Ehrhoff

„Es ist für mich kein normales Spiel und wird es auch nie sein."

Vom Papier her eine ganze Ecke stärker einzuschätzen als der Gegner sind die Kölner Haie beim Rhein-Derby in Krefeld. Klar, dass es auch hier einmal mehr emotional werden dürfte, schließlich ist es die erneute Rückkehr von Kölns Christian Ehrhoff zu seinem Heimatclub. „Es ist für mich kein normales Spiel und wird es auch nie sein“, sagte der Defender, der laut dem Kölner Stadtanzeiger mit einem „mulmigen Gefühl“ in das Match geht.

Den Kapitän der Haie erwartet offenbar abermals ein Spießroutenlauf, denn viele KEV-Fans haben ihm seinen Wechsel in die Domstadt letzte Saison noch nicht verziehen. Im vergangenen Jahr gelangen dem KEC zwei 3:1-Erfolge in Krefeld. Bundestrainer Marco Sturm nimmt seine Nationalspieler live vor Ort unter Beobachtung. Während die Haie wohl in Bestbesetzung auflaufen können, fehlen bei den Gastgebern Justin Feser, Dragan Umicevic und Mike Mieszkowski.

Außergewöhnliches am Rande: Mit Christian Ehrhoff, Daniel Pietta, Adrian Grygiel, Philip Gogulla, Martin Schymainski, Pascal Zerressen sowie dem jungen Phillip Kuhnekath stehen heute allein sieben Spieler auf beiden Seiten auf dem Eis, die u.a. auch die Jugendabteilung des Krefelder EV durchlaufen haben.  

Nach dem 2:4 gegen die Eisbären Berlin am Dienstag reist die Düsseldorfer EG zu den Schwenninger Wild Wings. Dort erwarten die Rheinländer einen euphorisierten Gastgeber. Gleich im Anschluss an das 5:3 und einer irren Aufholjagd der Schwarzwälder in Augsburg vor drei Tagen, wollen die Schwenninger unbedingt einen weiteren Erfolg einfahren. Die DEG muss am Wochenende ohne Stammkeeper Mathias Niederberger auskommen. Zudem fallen auch Tim Conboy und Daniel Weiß aus.

Euphorisiert ist man auch in Bremerhaven, wo die Straubing Tigers ihre 800 Kilometer lange Anreise mit Punkten belohnen wollen. Die Zuschauer an der Küste dürfen sich auf ein enges Match freuen.