Vorschau, 39. Spieltag

5. Januar 2018

Topspiel, Derby, Klassiker - Kampf um Platz zehn

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Drittes Hockey HALLEluja in München mit erneutem Knaller / 1.000 Eisbären-Fans erwartet / Frackträger-Duell in der Seestadt / Derby an der Noris / Wild Wings empfangen Düsseldorf / Straubing will die Rote Laterne abgeben / Wolfsburg zu Gast in Augsburg / Aufeinandertreffen der DEL-Großkaliber in Köln

Sieben Partien am Abend und jede Menge Spannung! Der 39. DEL-Spieltag hat es in sich: Nicht nur das „Gerangel“ um Platz zehn hält die Fans der betroffenen Clubs in Atem, auch das Topspiel sowie ein Klassiker und ein Derby werfen ihre Schatten voraus. Allen voran das Duell zwischen den punktgleichen Teams aus München (Platz zwei) und Berlin (Platz drei) steht ab 19.30 Uhr besonders im Fokus. Tabellenführer Thomas Sabo Ice Tigers empfängt gleichzeitig den ERC Ingolstadt zum Derby.

Weit mehr als nur eine normale Begegnung zwischen dem Siebten aus Köln und den zehntplatzierten Adlern aus Mannheim ist der ewige Klassiker. Beide DEL-Großkaliber laufen ihren eigenen Ansprüchen zur Zeit noch etwas hinterher und müssen im direkten Aufeinandertreffen dringend punkten. Interessant werden dürfte die Frage, welchem der beiden Teams ein Befreiungsschlag gelingt. Haie-Coach Peter Draisaitl macht weiter vor Namen keinen Halt und strich Top-Verteidiger Shawn Lalonde aus dem Kader. Die Tribüne ist mit Keeper Justin Peters sowie den Stürmern Nick Latta, Dylan Wruck und Jean-Francois Boucher weiterhin prominent besetzt. 

Solche Gedankengänge sind beim Meister kein Thema. Zum Abschluss von Hockey HALLEluja gibt es heute nochmal ein echtes Spitzenspiel in der ausverkauften Olympiahalle. Der amtierende Deutsche Meister empfängt vor 10.000 Zuschauern den DEL-Rekordchampion Eisbären Berlin. Nach den Siegen gegen Nürnberg und Mannheim will das Team von Trainer Don Jackson mit einem weiteren Erfolg den HALLEluja-Hattrick perfekt machen.

Konrad Abeltshauser

„Berlin ist Dritter und spielt sehr gutes Eishockey. Sie sind richtig in Fahrt, das wird auf jeden Fall ein heißer Tanz am Freitag, auf den sich die Fans freuen können.“

Münchens Konrad Abeltshauser rechnet nach den Siegen über Nürnberg und Mannheim nochmal mit einem echten Spektakel: „Berlin ist Dritter und spielt sehr gutes Eishockey. Sie sind richtig in Fahrt, das wird auf jeden Fall ein heißer Tanz am Freitag, auf den sich die Fans freuen können.“

Das Eisbären-Team wird in der bayerischen Landeshauptstadt von rund 1.300 Schlachtenbummlern unterstützt werden. 750 (plus Verantwortliche) davon reisen in einem Sonderzug an. Die bisherigen Partien der Saison gingen jeweils an die Heimteams. München gewann 4:2, die Eisbären 5:4 nach Penaltyschießen.

Ähnlich Spannendes erwartet die Fans beim Derby in Nürnberg, wo der Spitzenreiter den ERC Ingolstadt zum Derby empfängt. Die Franken sind jedenfalls gewarnt. Die Gäste haben in den letzten vier Spielen gepunktet und zuletzt drei Mal in Folge gewonnen. Der Trainerwechsel zeigt demnach Wirkung. Aber: Zu Hause sind die Franken eine Macht, gewannen 16 der 19 Heimspiele. Acht Siege aus neun Spielen lautete die letzte Bilanz – bemerkenswert.

Apropos Trainerwechsel: Die vor Wochen abgeschlagenen Straubing Tigers haben wieder Lunte gerochen. Der Rückstand des Tabellenvierzehnten betrug am 33. Spieltag noch 16 Punkte, nach dem 4:3 in Krefeld beträgt dieser jedoch nur noch deren sechs. Mit einem Sieg bei den Iserlohn Roosters und einer gleichzeitigen Niederlage der Krefeld Pinguine in Bremerhaven könnten die Niederbayern erstmals seit Monaten die Rote Laterne los werden.

Rote Laterne? Da war doch was! Am 13. Spieltag sorgten die Fans beider Mannschaften für das lustige Wechselspielchen mit der selbstgebauten Roten Laterne. Die Roosters legten danach eine Aufholjagd hin. Nun treffen sich die Kontrahenten erneut am Seilersee. Geht bei den Tigers vielleicht doch noch etwas im Kampf um Platz zehn.

Sieben Niederlagen in Folge kassierten die Fischtown Pinguins Bremerhaven zuletzt. Im Frackträger-Duell gegen die Artgenossen aus Krefeld sollen nun endlich wieder Zähler her.

Mit nur noch 14 verbleibenden Hauptrundenspielen hat sich die Ausgangslage der Augsburger Panther nach dem 3:1 über Bremerhaven am Mittwoch verbessert, die Playoff-Plätze sind wieder in greifbare Nähe gerückt. Daher soll es heute einen weiteren Heimerfolg gegen die Grizzlys Wolfsburg geben. Nicht minder interessant ist das Duell zwischen den Schwenninger Wild Wings und der Düsseldorfer EG: Die Rot-Gelben kommen mit dem Rückenwind des 1:0-Sieges bei den Kölner Haien. Schwenningen ist nach dem 0:5 in Berlin auf Wiedergutmachung aus.