Lage der Liga

2. Oktober 2017

Straubing hat sein Powerplay wieder lieb – Dmitriev scort vierfach

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

"Ketchup-Flaschen-Effekt" am Pulverturm / In Düsseldorf hat sich eine neue Paradreihe gebildet / Thomas Greilinger und Steve Pinizzotto besonders heiß

Aufatmen in Straubing, eine neue Paradereihe am Rhein und zwei „alte Hasen“ mit Torriecher: Am vergangenen Wochenende lieferte der eine oder andere DEL-Club wieder Gesprächsstoff.

Das erste Sechs-Punkte-Wochenende der Düsseldorfer EG lockerte die Stimmung am Rhein. Elf Tore schoss das Team von Trainer Mike Pellegrims. Erst sechs gegen München, dann gestern nochmal deren fünf am Iserlohner Seilersee. „Die ganze Mannschaft hat vor allem defensiv sehr gut gespielt“, lobte der Coach das Kollektiv.

Besonders die neue Paradereihe der DEG mit Alexander Barta, Alexej Dmitriev und Maxi Kammerer macht derzeit allen Spaß. 13 Scorerpunkte sammelte das Trio. Für Dmitriev war es in Iserlohn der erste Hattrick in seiner Profi-Karriere. Zudem konnte sich der Stürmer sogar noch einen Assist beim letzten Treffer gutschreiben lassen. „Meine Mitspieler haben es mir aber auch leicht gemacht“, gab der „Spieler des Spiels“ die Blumen gleich weiter.

Sowas wie den „Ketchup-Flaschen-Effekt“ erlebten die Straubing Tigers: Nach dem enttäuschenden 0:1 gegen die Krefeld Pinguine am Freitag folgte ein halbes Dutzend Treffer gegen die Kölner Haie. Besonders befriedigend für die Niederbayern: Die Tigers haben ihr Powerplay wieder lieb. 27 Versuche hat es gedauert, bis das erste Tor mit einem Mann auf dem Eis fiel – und das im achten Spiel.

Dass den Straubingern dieses „Kunststück“ dann gleich doppelt gelang, erfreuten alle Beteiligten. „Eigentlich ist es ganz einfach“, sagte Mike Zalewski: „Wenn wir uns daran halten, was wir einstudieren, dann klappt es auch.“

Steve Pinizzotto

"Wir können uns aber immer noch in einigen Punkten verbessern."

Wieder an der Spitze steht der EHC Red Bull München. Auch dank eines im Moment heiß laufenden Steve Pinizzotto: Der Stürmer schnürte gestern gegen die Augsburger Panther einen Doppelpack. „Wir sind eine tolle Mannschaft. Der Sieg gibt uns positive Energie für die nächsten Spiele. Wir können uns aber immer noch in einigen Punkten verbessern, zum Beispiel in der defensiven Zone“, sagte Pinizzotto.

Es waren seine Treffer Nummer vier und fünf aus den vergangenen drei Spielen. Damit liegt der Angreifer gemeinsam mit Thomas Greilinger (beide sieben) an der Spitze der Torjägerwertung. Greilinger hatte mit seinem Tor im gestrigen Derby gegen die Thomas Sabo Ice Tigers ebenfalls maßgeblichen Anteil am 3:2 seines ERC Ingolstadt. Der „Oldie“ ist ohnehin in blendender Form: In den letzten vier Spielen konnte sich „Greile“ mit jeweils mindestens einem Tor in die Torschützenliste eintragen.  

Mit 31 Gegentoren sind die Krefeld Pinguine zwar nach wie vor die „Schießbude der Liga“, allerdings zeigten die Rheinländer eine starke Verbesserung am Wochenende. Null Gegentreffer in Straubing reichten für zwei, drei Gegentore in Wolfsburg immerhin noch für einen Punkt bei den Grizzlys Wolfsburg.

Auch bei den Niedersachsen dauerte es bis zur 47. bzw. 58. Minute, ehe die Grizzlys noch auf 2:2 ausgleichen konnten. „Wir haben 58 Minuten lang vieles richtig gemacht“, sagte Trainer Rick Adduono und trauerte dem einen oder anderen Zähler dennoch nach: „Wenn du so lange in Führung bist, dann willst du auch mehr mitnehmen.“