Lage der Liga

22. Oktober 2018

Starke Keeper, enge Spiele, super Serie

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Duelle werden immer enger / Augsburg gewinnt sechs Spiele in Folge / Vier Keeper ohne Gegentreffer / Befreiungsschlag beim "Sorgenkind" Schwenningen / DEG vergoldet Wochenende / Haie erkämpfen drei Punkte / Wolfsburgs Furchner mit deutlicher Ansage 

Eine beeindruckende Serie, überragende Torhüter und ein längst überfälliger Erfolg des „Sorgenkinds“: Am 13. Spieltag gab es wieder jede Menge Schlagzeilen in der DEL. Auffällig: Nach den teilweise turbulenten Partien mit vielen Toren zum Saisonstart, sind die Spiele nun deutlich enger. Ein Trend, der sich schon länger abzeichnete – und der die Duelle noch spannender macht.

Bestes Beispiel ist der Tabellenführer: Die Adler Mannheim holten aus zwei Spielen und „nur“ fünf eigenen Toren die optimale Ausbeute von sechs Punkten. Reicht aber. Dem 3:1 gegen Ingolstadt folgte ein 2:0 in Krefeld. Rechnet man die beiden Empty-net-Tore der Adler am Freitag und Sonntag ab, dann trafen sie lediglich drei Mal. Den Verantwortlichen ist das nur Recht so. Vier Punkte beträgt der Vorsprung nun auf den Zweiten aus Düsseldorf.

„Wir sind glücklich, dass wir gewonnen haben. Das war aber kein leichtes Spiel, das war ein Kampf. Wir waren vielleicht optisch besser, aber die Krefelder sind bekannt dafür, dass sie das Umschaltspiel von Defensive auf Offensive gut beherrschen. Die Partie war lange offen, Dennis wieder einmal überragend. Das ist der zweite Erfolg an diesem Wochenende, der in die Kategorie Arbeitssieg fällt“, sagte Pavel Gross.

Apropos Endras: Er und drei weitere seiner Kollegen feierten einen „zu Null“-Sieg. Augsburgs Olivier Roy beim 1:0 in Nürnberg, Münchens Danny aus den Birken beim 4:0 in Wolfsburg und Jochen Reimer beim 3:0 seines ERC Ingolstadt gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven. "Für Reimer schaut der Puck derzeit wir ein Fußball aus", scherzte ERC-Cheftrainer Doug Shedden über Reimers glänzende Form.

Beste Laune herrscht vor allen Dingen in Augsburg. Der Derbysieg bei den Franken war der sechste Sieg in Folge. „Wir sind jetzt natürlich glücklich über den Lauf, den wir gerade haben“, sagte Christoph Ullmann. Der Stürmer wie seine Teamkollegen hatten zu Saisonbeginn keine ganz so gute Phase. Die Geduld, weiter an das System und die eigenen Stärken zu glauben, zahlt sich jetzt aus.

Wie wichtig die Special-Teams sind, zeigte München. Beim 4:0 in Wolfsburg fielen alle Treffer mit einem Mann mehr oder weniger auf dem Eis. Beachtenswert besonders die beiden Tore in Unterzahl. „Das 4:0 war eine super Team-Leistung. Am Schluss waren wir eiskalt und das sind die Situationen, die man nutzen muss“, sagte Frank Mauer. Don Jacksons Taktik greift: Jeweils ein junger Stürmer neben zwei erfahrene zu setzen, bringt Erfolg.

Düsseldorf gewann ein enges Spiel in Straubing mit 3:2 nach Verlängerung. „Das war eine Partie, aus der beide Teams am Ende mit 1,5 Punkten herausgehen hätten müssen“, sagte Gästetrainer Harold Kreis, der damit das Wochenende vergoldete. Auch Köln setzte sich mit dem gleichen Ergebnis, aber drei Punkten gegen die Eisbären Berlin durch. "Wir waren schon im Derby gut unterwegs. Heute war es wichtig, die Punkte am Ende zu behalten. Es war sicherlich ein hartes, kein einfaches Spiel. Doch die Jungs haben sich den Sieg erarbeitet und auch verdient", erklärte Haie-Cheftrainer Peter Draisaitl nach dem Spiel.

Erstmalig seit Saisonstart Mitte September sah man wieder glückliche Gesichter in Schwenningen. Nach elf Niederlagen in Folge, bei denen die Wild Wings teilweise starke Leistung zeigten, gelang der erste Sieh mit dem 5:3 über die Iserlohn Roosters. Pat Cortina freute sich gegenüber den Lokalmedien für die Mannschaft: „Endlich haben sich die Jungs für die harte Arbeit belohnt. Wir haben sehr viel investiert. Wir müssen unseren Weg weitergehen.“

Schwenningen bleibt Letzter, konnte aber auf drei Punkte an den 13. aus Wolfsburg anschließen. Dort fielen die Worte nach dem 0:4 gegen München ziemlich heftig aus. „Es ist sehr enttäuschend, wie es gelaufen ist“, seufzte Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner nach der zweiten Niederlage des Wochenendes der Wolfsburger Allgemeinen Zeitung. „An der Arbeit liegt es nicht, aber wir müssen einfach mehr Tore erzwingen. Wir müssen dreckige Tore, saubere Tore schießen – auf der Anzeigetafel sehen die alle gleich aus. Wenn wir nach oben wollen, müssen wir uns aus der Scheiße holen – und sonst keiner.“