Nachbericht

21. Oktober 2016

Spitzenreiter und Verfolger souverän - Rekord für Wolfsburg

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
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Haie, Grizzlys und Redbulls mit Auswärtssiegen / Zugang Luke Adam trifft für Mannheim / Torreiches Match in Berlin / Straubing weiter sieglos / Düsseldorf und Nürnberg mit Heimsiegen

Die Kölner Haie bleiben Tabellenführer der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Die Rheinländer setzten sich am Abend souverän mit 5:2 bei Neuling Fischtown Pinguins Bremerhaven durch und grüßen weiter vom Platz an der Sonne. Aber auch die Konkurrenz machte an einem torreichen Spieltag ihre Hausaufgaben. Der EHC Red Bull München feierte einen 2:0-Auswärtserfolg bei den Krefeld Pinguinen und die Grizzlys Wolfsburg setzten sich mit 7:2 bei den Straubing Tigers durch. Für die Gäste bedeutet dies Clubrekord. Sechs Auswärtssiege hatte es bisher noch nie gegeben, während die Straubinger ihre sechste Niederlage in Folge kassierten. Die Düsseldorfer EG konnte dank eines furiosen Mitteldrittels mit  6:2 die Oberhand über den ERC Ingolstadt behalten. Zehn Tore fielen allein beim 6:4 der Eisbären über die Augsburger Panther. Mannheims Zugang Luke Adam glänzte beim 5:1 über die Iserlohn Roosters als Torschütze und Vorlagengeber. In Nürnberg machten die Thomas Sabo Ice Tigers mit den Schwenninger Wild Wings kurzen Prozess – 5:2.

Eisbären Berlin – Augsburger Panther 6:4 (2:2, 3:1 1:1)

Zwölf Mal in Folge hatten die Eisbären auf eigenem Eis gegen die Fuggerstädter gewonnen. Augsburg wollte diese Serie natürlich brechen. Doch nach genau 19 Sekunden jubelten die Hausherren zum ersten Mal. Daniel Fischbuch hatte gleich im ersten Wechsel zugeschlagen. Er ließ den zweiten Treffer wenig später folgen. Doch Augsburg kam zurück: Erst Ben Hanowski und dann Drew LeBlanc glichen das Match wieder aus. Michael Davies stellte die Partie im zweiten Abschnitt auf den Kopf und besorgte die erstmalige Führung für den AEV. Die war nach 33 Sekunden schon wieder Geschichte: Micki DuPont glich zum 3:3 aus, das 4:3 schoss Darin Olver im Powerplay. Berlin verwaltete das Resultat und kam durch Andre Rankel noch zum 6:2. Trevor Parkes schoss das vierte Tor für die Panther.

Tore: 1:0 Daniel Fischbuch (0:19), 2:0 Daniel Fischbuch (6:03), 2:1 Ben Hanowski (8:31), 2:2 Drew LeBlanc (18:05), 2:3 Michael Davies (23:15), 3:3 Micki DuPont (23:48), 4:3 Darin Olver (26:06), 5:3 Darin Olver (28:36), 6:3 Andre Rankel (57:20), 6:4 Trevor Parkes (58:06)

Adler Mannheim – Iserlohn Roosters 5:1 (1:1, 0:0, 4:0)

Die Adler Mannheim waren gegen die Iserlohn Roosters erstmals mit Zugang Luke Adam aufgelaufen. Doch das interessierte die Gäste aus dem Sauerland herzlich wenig: Chad Bassen schoss die Roosters in Front, Andrew Joudrey konnte ausgleichen. Im zweiten Abschnitt erarbeiteten sich beide Teams gute Möglichkeiten, doch die Keeper konnten nicht bezwungen werden. Das änderte sich kurz nach Beginn des Schlussdurchgangs. Es war der große Auftritt des Zugangs: Luke Adam legte erst marcel Gocs 2:1 auf, dann machte er in seinem ersten Match für seinen neuen Club gleich sein erstes Tor zum 3:1. Danach war die Messe für Iserlohn gelesen. Mathieu Carle und erneut Goc machten den Sieg perfekt.

Tore: 0:1 Chad Bassen (12.), 1:1 Andrew Joudrey (17.), 2:1 Marcel Goc (42.), 3:1 Luke Adam (47.), 4:1 Mathieu Carle (56.), 5:1 Marcel Goc

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Kölner Haie 2:5 (0:1, 2:2, 0:2)

„Hai-Alarm“ an der Küste! Spitzenreiter Kölner Haie präsentierte sich erstmals in dieser Saison beim Neuling aus Bremerhaven und erwischte einen guten Start: Shawn Lalonde markierte die Führung für die Rheinländer, die auch im weiteren Verlauf des ersten Abschnitt Bestand haben sollte. Nick Latta mit seinem ersten Saisontor für den KEC ließ die Haie im Mittelabschnitt erneut jubeln. Doch die Freude darüber sollte nicht lange andauern. Der wiedergenesen Mike Moore setzte einen Schuss in den Winkel. Kai Hospelt stellte im Powerplay den alten Abstand jedoch wieder her. Jason Bast konnte für die Hausherren erneut verkürzen. Im letzten Drittel war es Haie-Kapitän Moritz Müller, der zur 4:2-Vorentscheidung traf. Dan Byers gelang das fünfte Tor für Köln.

Tore: 0:1 Shawn Lalonde (4.), 0:2 Nick Latta (30.), 1:2 Mike Moore (31.), 1:3 Kai Hospelt (36.), 2:3 Jason Bast (38.), 2:4 Moritz Müller (44.), 2:5 Dan Byers (55.)

Krefeld Pinguine – EHC Red Bull München 0:2 (0:1, 0:0, 0:1)

Bei der Partie zwischen den Krefeld Pinguinen und Titelträger EHC Red Bull München sahen die Zuschauer ein interessantes erstes Drittel. Jason Jaffray brachte die Gäste kurz nach abgelaufener Strafe gegen den KEV mit einem Abstauber in Front. Niklas Treutle verhinderte gegen sein Ex-Team und Yannic Seidenbergs Schlagschuss Schlimmeres. „Wir haben im ersten Drittel nicht viel zugelassen, so muss man auswärts auftreten“, sagte Münchens Keith Aucoin. Die Redbulls kamen im zweiten Abschnitt besser aus der Kabine, konnten Treutle aber genauso wenig bezwingen wie die Krefelder auf der anderen Seite Danny aus den Birken. Im Schlussdrittel mühten sich die Krefelder, noch zum Ausgleich zu kommen, aber München gelang erneut durch Jaffray das 2:0. Dabei blieb es auch,

Tore: 0:1 Jason Jaffray (17:29), 0:2 Jason Jaffray (58:44)

Straubing Tigers – Grizzlys Wolfsburg 2:7 (0:1, 0:2, 2:4)

Die Verunsicherung der Straubing Tigers gegen die Grizzlys Wolfsburg war nach fünf Niederlagen in Folge greifbar. Dennoch zeigten die Hausherren gute Ansätze, mussten aber dennoch den Treffer von Philip Rieders hinnehmen. Die Grizzlys setzten im Mittelabschnitt zwei Treffer drauf. Erst Kris Foucault und in der Folge Robbie Bina schraubten in einer physisch geprägten Partie auf 3:0 für die Gäste. „Das ist schönes Eishockey. Hart, schnell und intensiv. Wir haben wieder einmal gute Special-Teams gespielt“, sagte Torschütze Riefers. Den Deckel drauf machte Brent Aubin mit dem vierten Tor für die Niedersachsen. Straubing kam durch Scott Timmins zum Anschluss, Tyler Haskins stellte postwendend den alten Abstand wieder her. Tyson Mulock und Alexander Weiß machten bei einem Gegentreffer von Mike Cornell alles klar und kamen damit zu ihrem Auswärts-Clubrekord.

Tore: 0:1 Philip Riefers (19.), 0:2 Kris Foucault (30.), 0:3 Robbie Bina (16.), 0:4 Brent Aubin (42.), 1:4 Scott Timmins (45.), 1:5 Tyler Haskins (46.), 2:5 Mike Cornell, 2:6 Tyson Mulock (58:34), 2:7 Alexander Weiß (59:14)

Düsseldorfer EG – ERC Ingolstadt 6:2 (2:0, 3:1, 1:1)

Düsseldorfs Trainer Christof Kreutzer hatte von seinem Team verlangt, die Heimbilanz etwas aufzubessern. Eduard Lewandowski und Tim Schüle hatten offenbar ganz besonders gut zugehört. Per Doppelschlag brachten die beiden DEG-Spieler ihre Farben gegen den ERC Ingolstadt in Front.  Im Mittelabschnitt drehten die Hausherren auf und legten durch Alexei Dmitriev, Maxi Kammerer und Kurt Davies bei einem Gegentor von Brendon Buck auf 5:1 vor. „Die DEG hat die Chancen besser genutzt. Wir hatten auch viele Gelegenheiten, aber beim Gegner gehen die Schüsse rein,  bei uns halt nicht“, sagte Thomas Pielmeier nach dem zweiten Abschnitt. Mit dem 6:1 machte Alex Preibisch alles klar für die Rheinländer gegen die Bayern, für noch Danny Irmen traf.

Tore: 1:0 Eduard Lewandowski (12:32), 2:0 Tim Schüle (14:06), 2:1 Brendon Buck (24:54), 3:1 Alexei Dmitriev (29:53), 4:1 Maxi Kammerer (32:51), 5:1 Kurt Davies (39:25), 6:1 Alexander Preibisch (45:49), 6:2 Danny Irmen (57:36)

Thomas Sabo Ice Tigers – Schwenninger Wild Wings 5:2 (1:0, 4:0, 0:2)

Wie angekündigt, erwiesen sich die Schwenninger Wild Wings bei den Thomas Sabo Ice Tigers als äußerst unangenehmer Gegner. Steve Reinprecht fand trotzdem die Lücke und brachte die Gastgeber nach neun Minuten in Führung. Nach dem Wechsel dauerte es nur 60 Sekunden, bis der zweite Treffer fiel: Colton Teubert war ausgerechnet in Nürnberger Unterzahl zur Stelle. Nur 52 Sekunden danach markierte Phil Dupuis sogar den dritten Treffer für die Noris-Cracks. Noch in den zweiten 20 Minuten machten die Nürnberger durch weitere Tore von Leo Pföderl und Andrew Kozek alles klar. Die Tore von Jake Hansen und Jerome Samson kamen zu spät.

Tore: 1:0 Steven Reinprecht (8:10), 2:0 Colton Teubert (21:00), 3:0 Phil Dupuis (21:52), 4:0 Leo Pfoederl (27:35), 5:0 Andrew Kozek (39:33), 5:1 Jake Hansen (43:25), 5:2 Jerome Samson (57:49)