Playoff-Viertelfinale

15. März 2019

Spiel 2: Ausgleich oder zweiter Sieg?

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Adler reisen nach Nürnberg / München muss in Berlin ran / DEG empfängt Panther / Ingolstadt erwartet Köln

Das zweite Spiel im Playoff-Viertelfinale steht an und dieses könnte bereits richtungsweisend sein: Hauptrundensieger Mannheim möchte um 19:30 Uhr mit einem zweiten Sieg gegen Nürnberg die Weichen Richtung Halbfinale stellen. Gleiches gilt auch für Titelverteidiger München, der sich am Mittwoch zu einem mühevollen 3:2-Erfolg nach Verlängerung gegen Berlin kämpfte. Die Kölner Haie wollen indes die 2:6-Niederlage aus dem ersten Spiel in Ingolstadt vergessen machen und die Düsseldorfer EG brennt nach der 1:7-Klatsche zum Auftakt in Augsburg auf eine Antwort vor heimischer Kulisse. Magenta Sport zeigt ab 19:15 Uhr alle Partien live und SPORT1 ist live in Düsseldorf dabei.

Mit 1:7 kam Düsseldorf in Augsburg unter die Räder. Kapitän Alexander Barta analysierte im Anschluss an die Partie: „Heute lag es definitiv an den vielen Strafzeiten gegen uns. Augsburg war dagegen diszipliniert und hat zu den richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht. Am Ende ist es egal wie hoch du verlierst. Wir sind heute hingefallen, aber es ist wichtig wieder aufzustehen.“ Deutlich besser war die Gemütslage bei den Panthern, die mit einer Serienführung nach Düsseldorf reisen. Simon Sezemsky, der sich mit zwei Toren am Sieg beteiligte, sagte: „Es ist in der Tat ein sehr schönes Gefühl gerade. Trotzdem weiß jeder wie lange die Playoffs gehen - und das war nur ein Spiel. Von unserer Seite aus kann es gerne so weiter gehen. Wir können nach diesem Sieg mit breiter Brust nach Düsseldorf fahren.“

2:6 hieß es aus Sicht der Haie am Ende des ersten Spiels gegen den ERC Ingolstadt. Ein Ergebnis, das darüber hinwegtäuscht, dass sich zwei Teams auf Augenhöhe begegneten. „Wir haben heute zu dumm gespielt. Sie haben ihre Überzahlsituationen sehr gut ausgespielt“, analysierte Kölns Frederik Tiffels und fügte an: „Wir haben jetzt noch sechs Spiele und wollen vier gewinnen. Sie haben jetzt eins und sollen sich glücklich damit fühlen.“ Auf Seiten des ERC sagte Jerry D`Amigo, der mit seinem Treffer den Schlusspunkt in Spiel 1 setzte: „Wir haben den Erfolg heute sehr hart rausgespielt - und es dann auch verdient. Ein großer erster Sieg.“

Erst in der Verlängerung setzte sich der Titelverteidiger aus München gegen den neuntplatzierten der Hauptrunde aus Berlin durch. Dabei legten die Eisbären in der Neuauflage des Finales von 2018 zweimal vor. Mit Blick auf die Auftaktniederlage sagte Martin Buchwieser: „Wir haben gut gespielt, aber am Ende doch zu viele Strafen genommen. Im Spiel 5 gegen 5 habe ich uns vorn gesehen. Am Ende des Tages hat München sein Tor gemacht und wir nicht – obwohl wir die Chancen hatten. Schauen wir mal, wie es weitergeht.“ Red Bull Justin Shugg, der zunächst den Ausgleich besorgte und dann in der Overtime noch einmal zuschlug, erklärte: „Es hat heute länger gedauert, als wir es uns erhofft haben. Wir sind zweimal zurückgekommen und haben am Ende gewonnen. Es war ein Charaktersieg.“

Charakter ist auch in Nürnberg gefragt. Sieben Buden schenkten die Adler den Ice Tigers im ersten Aufeinandertreffen ein. Entsprechend analysierte Markus Eisenschmid: „Wir konnten auf jedes Gegentor die richtige Antwort geben. Dazu kamen die drei schnellen Treffer zu Beginn des zweiten Abschnitts. Wir haben uns immer an unser Spiel gehalten. Wir durften auch keinen einzigen Wechsel nachgeben. Letztlich ist es auch nur ein Sieg und ich erwarte in Nürnberg einen ganz schweren Gang.“ Allerdings muss Mannheim in Spiel 2 auf Andrew Desjardins verzichten, der beim 7:2-Erfolg einen Hattrick beisteuerte. Auf Seiten der Franken sagte Coach Martin Jiranek: „Im ersten Drittel haben wir dreimal in Unterzahl gespielt. Das eine Tor konnten wir ausgleichen, der Start war insgesamt okay. Nachdem wir Oliver Mebus verloren haben, hatte das Auswirkungen auf die Abwehr. In der Folge ist eine Welle nach der anderen auf unser Tor gerollt, Niklas hat gut gespielt, aber es war dann nur eine Frage der Zeit.“ Nürnberg muss sich etwas einfallen lassen, um den Adlern Paroli bieten zu können.