Interview

29. April 2018

Sparta Prag freut sich über gelungenen Trainer-Coup

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Peter Bříza: „Uwe Krupp ist eine große Persönlichkeit, die im internationalen Eishockey sehr geschätzt wird“ / Krupp: „Prag ist eine Verpflichtung für mich"

Große Freude nach dem gelungenen Trainer-Coup beim tschechischen Renommier-Club Sparta Prag: „Uwe Krupp ist eine große Persönlichkeit, die im internationalen Eishockey sehr geschätzt wird“, sagte Peter Bříza, Manager des viermaligen Meisters der tscheschichen Extraliga, unmittelbar nachdem bekannt geworden war, dass der 52jährige Uwe Krupp von der Spree an die Moldau wechseln würde. 

Ein Transfer mit Überraschungs-Effekt: Schließlich war es noch keine 24 Stunden her, dass Krupp mit den Eisbären Berlin in einem dramatischen DEL-Finale am EHC Red Bull München in Spiel sieben gescheitert war, als der Wechsel publik wurde. In Prag, das seit 2007 auf den tschechischen Titel warten muss und das zu Zeiten der verblichenen CSSR ebenfalls vier Titel holte, baut man auf die Erfahrung des Stanley-Cup-Siegers von 1996 und einstigen NHL-Stars Krupp.  

In seiner Karriere kam Krupp in der nordamerikanischen NHL immerhin auf 810 Spiele, dazu erzielte er beim Stanley-Cupsieg der Colorado Avalanche den entscheidenen Treffer. Bei Sparta Prag ist Krupp der erste Ausländer auf dem Trainer-Posten. "Mein Ziel war es, dass, wenn wir schon einen Ausländer verpflichten, einer mit hohem Ansehen im europäischen Eishockey sein muss. Das trifft auf Uwe für mehr als 100 Prozent zu. Er ist ein Trainer, der immer alles für sein Team gibt und “, sagt Bříza.

Krupp selbst empfindet es als „Ehre, eine Mannschaft wie Sparta Prag trainieren zu dürfen.“ Für den einstigen Eisbären-Coach ist es die vierte Trainerstation nach seinem Job als Coach der deutschen Nationalmannschaft, bei den Kölner Haien und eben den Eisbären Berlin. "Ich freue mich darauf, in Prag zu arbeiten. Ich kenne die lange Geschichte des Klubs in der Tschechischen Republik und früher in der Tschechoslowakei. Hockey hat eine kulturelle Bedeutung in diesem Land und ein Teil davon zu sein, und die Rolle des Sparta-Trainers zu übernehmen, ist eine Verpflichtung für mich“, sagte Krupp, der an der Moldau einen Zwei-Jahres-Vertrag unterschrieb.

Bevor Krupp aber über Ziele und Erwartungen spricht, möchte er „erst einmal alle Spieler treffen und das Umfeld kennen lernen.“ Schließlich so Krupp, „muss allen klar sein, dass wir nur gemeinsam etwas erreichen können. Teamarbeit ist der Schlüssel zum Erfolg.“