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7. November 2018

Sinan Akdag in der „alten Heimat“

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Nicht nur das Krefelder Trio Daniel Pietta, Marcel Noebels und Pascal Zerressen freut sich auf den Deutschland Cup „zu Hause“

Premiere in Krefeld: Erstmals findet der traditionsreiche Deutschland Cup in Krefeld statt. In der Geburtsstadt des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. trifft der Silbermedaillengewinner auf Russland, die Slowakei und die Schweiz. Dass das Trio Daniel Pietta (Krefeld Pinguine), Marcel Noebels (Eisbären Berlin) und Pascal Zerressen (Kölner Haie) besonders heiß auf die anstehenden Aufgaben ist, dürfte angesichts ihrer Historie offensichtlich sein. Alle drei stammen aus Krefeld bzw. haben die Jugend des KEV durchlaufen. Quasi ein Heimturnier für die drei Nationalspieler.

Sinan Akdag könnte man fast mit dazu nehmen. Aber auch nur fast. Denn der Verteidiger der Adler Mannheim stammt gebürtig aus Rosenheim, machte seine ersten Profischritte allerdings in Schwarz und Gelb. In der Saison 2007/2008 feierte er seine DEL-Premiere und blieb sieben Jahre lang am Niederrhein. „Ich kenne mich hier bestens aus, habe auch noch viele Freund und Bekannte hier“, sagt der Abwehrmann: „DEL-Spiele mit Mannheim in Krefeld sind immer noch etwas Besonderes für mich. Jetzt mit der Nationalmannschaft erst recht.“

Eine ähnliche Geschichte wie Akdag hat auch Patrick Hager zu bieten. Leider musste der Münchener Stürmer wegen einer Verletzung kurzfristig absagen. Dafür hat Yasin Ehliz seine Teilnahme unmittelbar nach Rückkehr aus Nordamerika bestätigt. Der Neu-Münchener wird am Donnerstagmorgen im Kreise der DEB-Auswahl erwartet. Akdag und Ehliz verbindet eine tiefe Freundschaft. Und eine spezielle: Beide sind Kinder türkischer Einwanderer, die in Deutschland geboren wurden. „Es ist super, dass Yasin wieder dabei ist“, sagt Akdag.

Akdag freut sich auf die kommenden Partien in seiner „alten Heimat“. Er habe es immer genossen, vor den Fans in Krefeld zu spielen, betont der 29-Jährige. So soll es auch beim anstehenden Turnier sein. „Ich weiß, dass die Fans hier sehr euphorisch sein können. Wir wollen den Anhängern beim Deutschland Cup unser bestmögliches Eishockey zeigen und benötigen natürlich das Publikum. Aber hinsichtlich der Unterstützung mache ich mir keine Sorgen“, freut sich Akdag auf die Deutschland Cup-Premiere.

Die Zielsetzung ist klar. Im besten Fall soll der Turniersieg für die Nationalmannschaft herausspringen. Gerade das könnte dem Team den nötigen Rückenwind für die kommenden Aufgaben geben. „Das werden drei schwere Partien, in denen wir alles geben müssen“, weiß Akdag. So oder so. Unabhängig von sportlichen Resultaten sollen die Spieler die Zeit bei der Nationalmannschaft auch genießen. Marco Sturm ist ein gutes Arbeitsklima schon immer wichtig gewesen. Um den Wohlfühlfaktor beim Krefelder Trio Pietta, Noebels und Zerressen muss er sich keine Sorgen machen – bei Sinan Akdag erst recht nicht.