DEL

27. September 2019

Sebastian Furchner erweitert den „Club 1.000“

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Jubiläum beim Spiel der Grizzlys in Köln / Der Kreis schließt sich / Fünftes Mitglied im elitären Zirkel

Zugang für den Club 1.000:  Der fünfte im Bunde dieses erlauchten Kreises spielt seit 2008 für die Grizzlys. 650 Partien in Schwarz-Orange, 350 für die Kölner Haie. Sebastian Furchner wird am Freitag Historisches schaffen. Eishockey-Deutschland wird am Freitag nach Köln blicken. Dort treffen die Grizzlys ab 19:30 Uhr auf die Haie. Magenta Sport überträgt live.

Wenn das 1.000. Spiel schon in der Fremde stattfinden muss, dann gibt es für „Furchi“ wohl kaum einen besseren Ort als die Heimstatt der Kölner Haie. 350 Spiele absolvierte der Routinier nach seinem Debüt am 6. September 2002 für die Domstädter. 2003 und 2008 erreichte Furchner das DEL-Finale mit dem KEC, musste ich dort aber Krefeld und Berlin geschlagen geben. 2004 gewann der gebürtige Kaufbeurer mit den Rheinländern den Eishockey Pokal.

Es folgte der Wechsel nach Wolfsburg, wo er für die Grizzlys in 650 Spielen auf dem Eis stand und 2009 den Eishockey Pokal gewann. Dreimal führte ihn der Weg mit den Niedersachsen ins DEL-Finale, aber dreimal stand wieder ein Team für den großen Wurf im Weg. 2011 schnappten ihm die Eisbären Berlin den Titel weg und 2016 sowie 2017 war es der EHC Red Bull München.

Jetzt schließt sich der Kreis und dass es am Freitag ausgerechnet in Köln zu Spiel Nummer 1000 kommt, findet der gebürtige Kaufbeurer „kurios“. „Ich habe mein erstes DEL-Spiel in Köln gemacht, Nummer 1000 nun auch“, merkt er an und fügt hinzu: „Wenn ich die Wahl gehabt hätte, hätte ich mich nach einem Heimspiel für Köln entschieden. Ich werde dort immer herzlich empfangen und komme immer gerne zurück.“ Am Freitag mit dabei sein werden auch viele Familienmitglieder, Freunde und Bekannte. „Es ist etwas ganz Besonderes für mich. Meine Frau und meine Kinder werden auswärts mit dabei sein, alleine das ist für mich wunderbar.“

Auch das Heimspiel am Sonntag wird ganz im Zeichen der 1.000 stehen. Einige alte Wegbegleiter haben sich angekündigt. „Ich hoffe darauf, dass Krefeld ein gutes Wochenende spielt“, lacht Furchner. Warum? „Hospi und Anki haben das Wort von ihrem Coach, dass sie nach dem Spiel nach Wolfsburg kommen und mit uns feiern dürfen.“ Auch dabei sein werden unter anderem Alexander Sulzer oder Aleksander Polaczek.

Die Vorbereitungen laufen an vielen Ecken und Enden auf Hochtouren. Einiges ist bereits zu sehen. So wurden in der Eis Arena auf Höhe der Mittellinien zwei Banden mit Jubiläums-Aufschrift installiert. „Die Jungs haben schon darüber gescherzt“, sagt der Jubilar. Dem sonst stets sachlichen „Furchi“ ist die Vorfreude ins Gesicht geschrieben. Im Rahmen der Medienrunde am Mittwoch erklärte der Bald-1000er: „Die Jungs freuen sich sehr für mich. Das merke ich jeden Tag in der Kabine. Es ist für mich etwas ganz Tolles.“

Bereits das letzte Wochenende war mit Spiel Nummer 500 für Gerrit Fauser, vor allem jedoch dem DEL-Comeback von Felix Brückmann etwas sehr Besonderes, wie Cheftrainer Pat Cortina während der Grizzlys-Medienrunde anmerkte: „Es ist eine unglaubliche Atmosphäre in diesem Team. Für Felix und Gerrit hat es mich sehr gefreut“, betont Cortina und fügt an: „Wir wollen ein gutes Wochenende spielen, werden jedoch zwei schwierige Aufgaben vor uns haben. Aber wir werden bereit sein und alles geben - für uns und für Furchi.“

Die nackten Zahlen von Sebastian Furchner: 999 Spiele (850 HR/149 PO), 565 Punkte, 278 Tore, 287 Vorlagen, +59, 59 Gamewinner, 516 Strafminuten.

Darüber hinaus ist jedoch der Respekt für Sebastian Furchner in der Liga an allen Ecken und Ende spürbar. Spieler und Verantwortliche von allen DEL-Clubs haben sich förmlich darum gerissen, dem Jubilar vor dem großen Spiel Grüße zu senden. Eine Auswahl gibt es bei Instagram sowie Facebook, aber alle Grüße und Glückwünsche werden an das neue Mitglied des „Club 1.000“ weitergeleitet.

Auch die Liga dankt Sebastian Furchner für seine vorbildhafte Karriere und seine sympathische Art, die ihn zu einem Aushängeschild des deutschen Eishockeys machen. Alles Gute, Furchi, und bleib uns noch lange erhalten.