Lage der Liga

25. September 2017

"Schymmis" erstes Mal und überzeugende Keeper-Duos

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Martin Schymainski gelingt erster Hattrick der Profikarriere / Ingolstädter und Nürnberger Taktik scheint aufzugehen: Keeper-Duos Pielmeier/Reimer sowie Jenike/Treutle mit starken Werten / Wolfsburg kommt ins Rollen / Nur zwei Punkte Differenz zwischen Platz eins und sechs

Für Martin Schymainski dauerte der Sonntagabend dann doch etwas länger, schließlich galt es, Fragen der Medien zu beantworten oder viele Autogrammwünsche zu erfüllen. Nach seinem Hattrick beim 4:2-Sieg der Krefeld Pinguine über die Düsseldorfer EG nahm sich der KEV-Stürmer natürlich gern mehr Zeit. Nach Nürnbergs Dane Fox ist „Schymmi“ der zweiten Spieler, der in der laufenden Runde drei Mal in einem Spiel einnetzen konnte.

Ohnehin sei es sein erster Hattrick während der Profikarriere gewesen, erklärte er gegenüber der Westdeutschen Zeitung. „Das Tor zum 3:2 war das wichtigste“, erläuterte das kleine Kraftpaket hinterher. Aber, die Welt war für Schymainski nicht nur rosarot – trotz des Derbysiegs.  Der zweite Saisonerfolg war hart umkämpft. „Wir haben im ersten Drittel nichts auf die Reihe und zu Recht in der Pause eine Ansage in der Kabine bekommen“, nickte der Angreifer.

In der Tat waren die Gäste aus Düsseldorf das aktivere Team, kamen zu guten Chancen. Einzig an der Verwertung mangelte es. Auf der Gegenseite schoss Krefeld in den ersten 20 Minuten nur vier Mal aufs gegnerische Tor. Offiziell zumindest, denn die Fans sahen vielleicht eine ansatzweise gefährliche Aktion ihrer Lieblinge.

Dennoch: In einem außergewöhnlich fairen Derby, in dem die DEG null und Krefeld gerade einmal zwei Strafminuten aufgebrummt bekam, drehten die Seidenstädter den 0:2-Rückstand aufgrund des kämpferischen Einsatzes in ein 4:2. Schymainski: „Wir haben dann wegen der Leistungssteigerung am Ende verdient gewonnen.“ Bereits morgen geht es für die Pinguine in Mannheim weiter.

Nur einen Gegentreffer aus zwei Spielen ließ der ERC Ingolstadt zu – und das jeweils auf fremden Eis. Dem 1:0-Overtime-Erfolg in Schwenningen folgte ein 5:1 in Bremerhaven. Keeper Timo Pielmeier durfte zwei Mal ran und bestätigte das Vertrauen seines Trainers. „Pille“ kassierte in seinen bisher vier Einsätzen gerade einmal sechs Treffer, was einen Schnitt von 1,48 und Platz zwei in der Keeperwertung bedeutet.

Niklas Treutle (Schnitt 0,71) führt diese Liste an. In seinem zweiten Auftritt für die Ice Tigers zeigte der gebürtige Nürnberger beim 1:2 (SO) gegen die Adler Mannheim genau wie sein Gegenüber Dennis Endras eine Glanzleistung. In Nürnberg und Ingolstadt scheint die taktische Marschrichtung, mit je zwei gleichstarken deutschen Torhütern in die Saison zu gehen, erfolgreich. Das Ingolstädter Duo Pielmeier/Jochen Reimer hat bisher die wenigsten Tore aller Teams kassiert (12). Die Nürnberger Treutle/Andreas Jenike deren 14 (neben Berlin).   

Da das Spitzentrio am Sonntag Federn lassen musste, hat sich der Abstand zu den Verfolgern merklich verringert. Die Franken an der Spitze haben gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf die sechstplatzierten Ingolstädter. Auch die Grizzlys Wolfsburg lauern wieder. Nach dem dritten Sieg in Folge kommt das Team von Trainer Pavel Gross langsam aber sicher in Schwung und feierte gegen Iserlohn beim 5:3 den ersten Dreier. „Weil wir endlich mehr Scheiben von der Blauen Linie zum Tor gebracht haben“, wie Gross begründete.