Lage der Liga

29. Oktober 2018

Schon wieder: Die "jungen Wilden" trumpfen auf

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Das Münchener Youngster-Trio Maximilian Daubner, Jakob Mayenschein und Emil Quaas feierte am Wochenende ebenso seine ersten DEL-Tore wie Wolfsburgs Eric Valentin / "Serientäter" Mike Collins mag Spiele gegen den Ex-Arbeitgeber / Prophet Doug Mason / Wieder "zu Null": Mathias Niederberger und sein "Lieblingteam" Schwenningen / Huhtala-Hattrick sorgt für beste Stimmung beim Spitzenreiter

Eine Bestätigung, dass Eishockey eine rasante Sportart mit viel Action ist, gibt es eigentlich an jedem Spieltag. Denn eigentlich passiert immer etwas Außergewöhnliches, worüber die Fans im Anschluss mitunter eifrig diskutieren können. Das gilt für zum einen für negative Dinge, aber ganz besonders für die vielen positiven Geschehnisse rund um das Eishockey in der DEL.

Besonders hervorzuheben – und das glücklicherweise nicht zum ersten Mal in dieser Saison – ist das Auftreten der jungen Wilden. Waren es zum Start die Moritz Seiders, Lean Bergmanns, Tim Wohlgemuths und Co dieser Welt, die an den ersten Spieltagen mit tollen Leistungen die Anhänger verzückten, so rückten auch zum Start des zweiten Saisonviertels wieder einige weitere Youngster in den Blickpunt.

Drei Münchener werden das vergangene Wochenende sicher nicht vergessen. Denn für Maximilian Daubner, Jakob Mayenschein und Emil Quaas gab es gleich doppelt Grund zur Freude: Sie alle erzielten ihre ersten DEL-Treffer überhaupt. „Das ist großartig, ich freue mich sehr für sie“, sagt Münchens Trainer Don Jackson. Daubner stellte die Weichen mit seinen ersten beiden Toren in Deutschlands höchster Spielklasse in Augsburg auf Sieg. „Das war ein echtes Geduldsspiel. Umso glücklicher bin ich, dass ich getroffen habe. Das war ein überragendes Gefühl“, so der 21-Jährige.

Zwei weitere Tor-Premieren sollten nur zwei Tage später folgen. Beim Heimspiel gegen Iserlohn waren es Mayenschein und Quaas, die im ersten Drittel ebenfalls ihre ersten DEL-Treffer erzielten. Natürlich ist die Laune bei einem Erfolg noch besser. Eric Valentin aus Wolfsburg durfte auch erstmals in der DEL einen Treffer bejubeln. Dass seine Mannschaft aber letztlich mit 3:6 gegen Bremerhaven verlor, dürfte den Youngster dennoch gewurmt haben. Aber: Das Vertrauen der Trainer in die jungen Spieler zahlt sich aus.

Diskutiert wurde auch das Spektakel in Krefeld, wo Ingolstadt einen 1:4-Rückstand in einen 7:4-Erfolg drehte. Und das innerhalb von nur sechs Minuten. Der ehemalige DEL-Trainer Doug Mason hatte damals schon immer behauptet, dass „ein Drei-Tore-Vorsprung im Eishockey immer sehr gefährlich für das führende Team“ sei. Mason begründete: „Als Spieler bist du bei drei Toren Vorsprung unterbewusst nicht mehr ganz so konzentriert. Und auch das Publikum ist zufrieden. Dadurch kann sowas ganz schnell nach hinten losgehen.“

Krefelds Trainer Brandon Reid bestätigte Masons Theorie nach dem Match indirekt: „Nach dem 4:1 haben wir nicht mehr unser System gespielt, weil viele Spieler was von dem Kuchen abhaben wollten. Es war ein bizarres Spiel.“ In dem übrigens der Ingolstädter Mike Collins im siebten Spiel in Folge für Ingolstadt punkten konnte. Mehr noch: Collins schoss gegen Krefeld in beiden Spielen fünf Tore und gab zwei Assists. Auch so kann man einen Gruß an den Ex-Arbeitgeber senden.

Mathias Niederberger scheint auch ein Lieblingsteam neben seiner Düsseldorfer EG zu haben. Die Wild Wings Schwenningen. Was die Schwarzwälder genau anders herum sehen. Denn Niederberger gelang beim gestrigen 4:0-Erfolg der DEG sein zweiter Saisonshutout. Den ersten hatte er – wie sollte es auch anders sein – beim 2:0-Erfolg im ersten Vergleich in Schwenningen geholt.

Grund zur Freude hatten nicht nur die Adler Mannheim wegen des 6:1 über die Straubing Tigers und den sechsten Sieg in Folge. Besonders Tommi Huhtala erwischte einen Sahnetag. Dem Finnen gelang ein Hattrick. „Ich habe vor sechs Jahren in der finnischen Liga schon einmal einen Hattrick erzielt, aber es ist natürlich immer etwas Besonderes. Ich fühle mich einfach in dem Bereich rund ums Tor sehr wohl, von dort treffe ich am liebsten“, lachte der Mannheimer. Auch so eine positive Geschichte rund um das DEL-Eishockey.