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28. August 2018

Saison 2018/19: Neues Protokoll bei der Ahndung von Stockschlägen

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

In Absprache mit den Clubs wird der Standard der Regelauslegung bei Stockschlägen angepasst

Zur Saison 2018/19 hat die Ligagesellschaft in Absprache mit ihren Lizenzclubs die Schiedsrichter in der DEL angewiesen, bei der Ahndung von Stockschlägen einem neuen Standard zu folgen.

Als Stockschlag gilt ein Hacken oder Schlagen mit dem Schläger gegen den Körper oder die Hände des Gegenspielers. Dabei spielt es keine Rolle, ob dies einhändig oder beidhändig erfolgt. Ein „Klopfen“ am Körper des Gegenspielers oder unterhalb der Hände auf den Schläger ist jedoch nach wie vor erlaubt. Die Entscheidung, wann die Grenze zum Stockschlag überschritten wird, obliegt dem Schiedsrichter auf dem Eis.

Lars Brüggemann, Leiter des Schiedsrichterwesens in der DEL: „Die Regel 159 „Stockschlag“ hat sich nicht geändert, soll jetzt aber nach einem neuen Standard umgesetzt werden. Ziel ist es, die Sicherheit für die Spieler zu erhöhen und gleichzeitig das Spiel schneller zu machen und den Spielern mehr Torchancen zu ermöglichen. Wir erwarten nach einer kurzen Eingewöhnungszeit für die Spieler und Schiedsrichter, dass der neue Standard schnell umgesetzt wird.“

Tino Boos, bei der DEL für die Spielersicherheit verantwortlich, begrüßt das neue Protokoll: „Wir haben bei diesem Thema sehr gut mit den Clubs zusammengearbeitet und sind davon überzeugt, die Sicherheit für die Spieler durch den neuen Standard weiter zu erhöhen. Wir haben zu diesem Thema auch mit anderen europäischen Top-Ligen abgesprochen, so dass das neue Protokoll internationalem Standard entspricht.“

Wolfsburg Sportlicher Leiter und Sprecher der DEL Sportkommission Charly Fliegauf sagte mit Blick auf die Entwicklung: „Die Tendenz ging in den letzten Jahren zu immer mehr Handverletzungen, die durch Stockschläge verursacht wurden. Daher sollen alle Stockschläge, beginnend an der Führungshand, konsequent geahndet werden. Zum einen sollen die Spieler besser geschützt werden, auf der anderen Seite sollen sie auch gezwungen werden, ihr Positionsspiel zu verbessern, um eben nicht mehr nachschlagen zu müssen. Auf internationaler Ebene werden solche Vergehen ebenso geahndet.“