Teamcheck

03. September 2018

Roosters: Es darf ruhig mehr als die 1. Playoff-Runde sein

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Viele neue Spieler bei den Sauerländern / Mehr Durchschlagskraft im Angriff das Ziel in Iserlohn

Wie bei dem einen oder anderen Konkurrenten auch, haben sich die Iserlohn Roosters vor der anstehenden Spielzeit personell verändert. Statt Combs, Down, Jaspers oder Brown (um stellvertretend nur einige zu nennen) jubeln die Fans am Seilersee nun ihren Lieblingen mit den Namen Matsumoto, Dmitriev, Trupp oder Smotherman zu. Neue Namen, mehr Erfolg? Die Anhänger und die Sportliche Leitung des Sauerland-Clubs hoffen darauf

Der wichtigste Baustein wurde ohnehin schon Ende Januar 2018 gelegt. Trainer Rob Daum verlängerte seinen Vertrag bei den Roosters bis 2020. Der Lohn für eine durchaus gelungene Leistungssteigerung seit seiner Amtsübernahme. „Insgesamt denke ich, dass sich unser Team weiterentwickelt hat und dass wir am Ende der Saison besser waren als bei meinem Dienstantritt. Es gab viele personelle Wechsel in unserer Mannschaft, das bedeutete eine Menge Arbeit im Sommer“, sagte der Coach zu Saisonbeginn.

Natürlich lautet das Ziel der Iserlohner, die Playoff-Qualifikation zu erreichen. Eine ambitionierte, aber auch „machbare“ Aufgabe. Denn schließlich hat auch die Konkurrenz aufgerüstet und strebt das gleiche Ziel an. „Wir wollen mehr Tore schießen und haben Spieler verpflichtet, die variabler einsetzbar sind“, sagte Daum. Der Kanadier weiß allerdings auch, dass dieses Unterfangen nicht von jetzt auf gleich funktionieren kann. Es brauche ein wenig Zeit und Geduld, bis die Cracks das System und die Taktik des Trainers automatisiert hätten, betonte Daum immer wieder.

Die Ergebnisse der Vorbereitung waren nicht gerade nach dem Geschmack der Fans, allerdings, und das ist der Sportlichen Leitung ohnehin wichtiger, geht es dabei weniger um die Resultate als viel mehr um den Gesamtauftritt. Das eine oder andere Match hätte anders und zugunsten der Roosters ausgehen können. Nicht immer allerdings klappte es mit dem Tore schießen so, wie von Daum gewünscht. „Aber dafür ist die Vorbereitung ja auch da. Wir probieren Dinge aus. Wichtig ist, dass wir bis zum Start an unseren Baustellen gearbeitet und sie abgestellt haben“, sagte Christopher Fischer.

So oder so: Die Iserlohn Roosters gehören sicher wieder zum Kreis der Playoff-Anwärter. In der vergangenen Runde war nach der 1. Playoff-Runde Schluss. Dieses Mal darf es ruhig mehr sein. Wenn die Zugänge einschlagen und der IEC in einer langen Saison vor allen Dingen die Schwächephase, die jedes DEL-Team erleben wird, gering hält, dann könnte es ab März wieder Playoff-Eishockey in der traditionell lautstarken Eishalle am Seilersee zu bewundern geben.

Der Kader der Iserlohn Roosters in der Saison 2018/2019 (Stand: 3. September 2018)

Tor: Sebastian Dahm, Mathias Lange, Jonas Neffin
Verteidigung: Tom-Eric Bappert, Christopher Fischer, Sasa Martinovic, Dieter Orendorz, Kevin Schmidt, Denis Shevyrin, Daine Todd, Dylan Yeo
Sturm: Lean Bergmann, Noureddine Bettahar, Anthony Camara, Louie Caporusso, Michael Clarke, Alexej Dmitriev, Justin Florek, Marko Friedrich, Julian Lautenschlager, Jonathan Matsumoto, Jordan Smotherman, Evan Trupp, Travis Turnbull, Jake Weidner
Trainer: Rob Daum