Playoffs 2018, Finale

26. April 2018

Red Bulls machen Titel-Triple perfekt

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

6:3 im Showdown gegen die Eisbären Berlin / Matsumoto MVP der Finalserie / Jackson baut Trainer-Rekord aus: Acht DEL-Titel / Vierter Titel in Folge für Mauer / Maria Höfl-Riesch als "Medaillen-Fee"

Das Titel-Triple ist perfekt: Durch ein überaus souveränes 6:3 im Showdown um die Meisterschaft in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) sicherte sich der EHC Red Bull München in der Serie „Best of seven“ den entscheidenden vierten Sieg und damit den dritten DEL-Titel in Folge. Dieses Kunststück gelang bislang lediglich den Adler Mannheim (1997-99) und eben dem Finalgegner der Red Bulls, Berlin (2011-13).

Für die Red Bulls endete damit eine Achterbahn-Fahrt der Gefühle mit einem Happy End: Nach einer 3:1-Serienführung hatten die Münchner bereits wie der sichere Sieger ausgesehen, als die Eisbären eine Art Auferstehung feierten, beinahe sensationell den Ausgleich schafften und ihrem Kontrahenten Spiel 7 aufzwangen.

Bei ihrer dritten Endspiel-Teilnahme fügten die Münchner der DEL-Historie indes weitere Kapitel hinzu: Als Trainer gewann Don Jackson seinen achten DEL-Titel - soviel wie noch nie zuvor ein Coach in der DEL. Netter Nebenaspekt: Jackson stand in Berlin an der Bande, als die Eisbären den bis dato letzten Titel-Hattrick feierten. 

Zum MVP der Playoffs wurde anschließend Jonathan Matsumoto geehrt, der in der Finalserie 2018 zugleich einen neuen DEL-Finalrekord aufstellte. Mit insgesamt zwölf erzielten Scorer-Punkten ist der 31jährige nunmehr alleiniger Rekordhalter. Den alten Final-Rekord hatte Leo Stefan (Köln) seit 1995 (acht Punkte) gehalten.

Vor 6.142 Zuschauern im Münchner Olympia-Eissportzentrum waren die Red Bulls im Vergleich zu den beiden Partien zuvor von Beginn an deutlich präsenter. Dennoch gingen selbstbewußte Eisbären bei eigener Überzahl in Führung. Ein Treffer, der den Ehrgeiz der Gastgeber indes erst recht anstachelte. Innerhalb von etwas mehr als drei Minuten überrannten die Red Bulls ihren Kontrahenten geradezu. Dem Ausgleich von Abeltshauser liess Matsumoto die erste Münchner Führung folgen, ehe sich Pinizotto an seinem 34. Geburtstag mit dem Tor zum 3:1 erstmals selbst beschenkte.

Frühzeitig die Weichen auf Sieg stellte Christensen, dem noch vor der ersten Sirene das 4:1 gelang. Ein Treffer, der den Red Bulls zu diesem Zeitpunkt zwar etwas schmeichelte, aber das Münchner Selbstbewusstsein ins Unermeßliche steigerte. Spätestens ab Durchgang zwei kauften die Red Bulls den Eisbären endgültig den Schneid ab und erhöhten durch Geburtstagskind Pinizotto gar auf 5:1. 

Mit dem derart klaren Vorsprung im Rücken geriet das Schlussdrittel für die Red Bulls vor der eigenen euphorisierten Kulisse zu einer Art Schaulaufen - mit auf beiden Seiten eingebauten Tor-Jublern - und zum Auftakt einer langen Partynacht.

Die erste Etappe hatten die Münchner noch auf dem Eis zu bewältigen, wo sie aus den Händen von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke, DEB-Präsident Franz Reindl und der einstigen Ski-Ikone Maria Höfl-Riesch den Meister-Pokal in Empfang nehmen konnten. Ein Privileg, das Frank Mauer bereits zum vierten Mal genießen konnte. Denn der gerade 30 Jahre alt gewordene Angreifer war unmittelbar nach dem Titel mit den Adler Mannheim 2015 an die Isar gewechselt!

EHC Red Bull München - Eisbären Berlin 6:3 (4:1, 1:0, 1:2) / Serie: 4:3 

Tore: 0:1 Michael Dupont (11:01), 1:1 Konrad Abeltshauser (12:42), 2:1 Jonathan Matsumoto (15:57), 3:1 Steven Pinizotto (16:07), 4:1 Mads Christensen (19:21), 5:1 Steven Pinizotto (27:13), 5:2 Jamison MacQueen (44:48), 6:2 Brooks Macek (46:03), 6:3 Jamison Sheppard (47:07)