CHL

10. Dezember 2019

Red Bulls: Alles oder nichts

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

München muss gegen Djurgården Stockholm vier Tore aufholen / Live bei SPORT1

Alles oder nichts: Am Dienstagabend (10. Dezember / SPORT1) entscheidet sich, ob die internationale Reise der Red Bulls weiter geht oder gegen Djurgården Stockholm endet. Das Champions-League-Rückspiel im Viertelfinale gegen den 16-maligen schwedischen Meister wird in jedem Fall eine „gewaltige Herausforderung“, so Münchens Trainer Don Jackson. Das Hinspiel vor rund einer Woche in Stockholm verlor der dreimalige deutsche Meister mit 1:5. Damit muss Red Bull München nun einen Vier-Tore-Rückstand aufholen. „Das ist Eishockey und genau das macht es so interessant“, erklärt Jackson vor dem Entscheidungsspiel am Oberwiesenfeld.

Sechs Spiele in zwölf Tagen

Viel Zeit zur Vorbereitung auf das zweite Champions-League-Viertelfinale bleibt den Münchnern nicht. Am vergangenen Wochenende traf man freitags in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) auswärts auf die Krefeld Pinguine (8:5-Sieg) und duellierte sich am Sonntag zuhause mit den Adler Mannheim in einem intensiven Spiel (2:3-Niederlage nach Verlängerung). Das Viertelfinal-Rückspiel gegen Stockholm ist für die Red Bulls die sechste Partie innerhalb der letzten zwölf Tagen – und das bei einigen verletzten Leistungsträgern. Torhüter Daniel Fießinger, der am Wochenende die verletzten Stammtorhüter Danny aus den Birken und Kevin Reich vertrat, bekam für seine Leistungen ein Sonderlob von Headcoach Jackson nach der Partie gegen Mannheim: „Daniel Fießinger hat seine Sache sehr gut gemacht. Ich bin stolz auf ihn.“

„Wir müssen das erste Tor schießen“

Eine nicht weniger starke Mannschaft als der aktuelle DEL-Titelträger aus Mannheim erwartet die Münchner auch am Dienstag mit Djurgarden Stockholm. Die Devise für das zweite Aufeinandertreffen ist klar: Die Red Bulls wollen möglichst früh in der Partie Treffer erzielen, um den Rückstand noch aufholen zu können. „Wir müssen das erste Tor schießen“, gibt Erfolgstrainer Jackson vor. Auch Patrick Hager verfolgt diesen Plan. „Vielleicht schießen wir früh den ersten Treffer, im zweiten Drittel das Zweite und dann schauen wir, wie die Schweden reagieren“, so Hager. Gleichzeitig weiß der Kapitän ganz genau, dass es „eine sehr schwere Aufgabe wird.“

„Es ist bestimmt nicht unmöglich“

Dennoch hofft der 31-Jährige auf einen besonderen Abend in der bayerischen Landeshauptstadt: „Man kennt das ja aus der Fußball Champions League, als der FC Liverpool oder der FC Barcelona solche Spiele gedreht haben. Warum soll das im Eishockey nicht auch möglich sein?“ Auch in der laufenden DEL-Saison haben die Red Bulls gegen Ingolstadt (1:3- und 2:4-Rückstand), Berlin (0:2) und zuletzt gegen die Adler Mannheim (0:2) bewiesen, dass man nach Rückständen nicht den Willen verliert, weiter couragiert nach vorne spielen und Chancen kreieren kann. Um die eigene europäische Reise nicht im Viertelfinale beenden zu müssen, ist am Dienstagabend genau dieser Wille erneut gefordert.