Playoffs 2017

07. März 2017

Plachta schießt Berlin mit vier Toren ab

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Meister München souverän gegen DEL-Neuling Bremerhaven / Haie schlagen Wolfsburg in der Overtime

Was für ein Einstieg ins Playoff-Viertelfinale! Zwei von drei Partien wurden erst in der Verlängerung entschieden und in Mannheim schoss Matthias Plachta Berlin praktisch im Alleingang ab. Vier Sekunden vor der Sirene rettete der Stürmer die Kurpfälzer mit seinem dritten Tor in die Verlängerung. Hier traf Plachta nach nur 20 Sekunden zum 4:3-Erfolg und der ersten Führung in der Serie. Auch die Kölner Haie mussten gegen Wolfsburg in die Zugabe, sicherten sich dort aber dank eines Shorthanders den 2:1-Sieg gegen die Grizzlys. Derweil ließ Titelverteidiger München gegen Bremerhaven nichts anbrennen und sicherte sich ein 4:1 vor heimischer Kulisse. Am Mittwochabend greifen Nürnberg und Augsburg in das Geschehen ein. Telekom Eishockey und SPORT1 sind ab 19:15 Uhr live dabei.

Berlin kam in Mannheim gut aus den Startlöchern und war gegen den Hauptrundenzweiten phasenweise das bessere Team. Jamie MacQueen (2.), in der 1. Playoff-Runde gegen Straubing in beiden Partien der Matchwinner, schoss die Eisbären früh in Front. Nach dem Seitenwechsel drehten die Adler das Spiel mit einem Doppelpack von Matthias Plachta, doch im dritten Drittel gaben die Gäste der Partie eine neuerliche Wende. Mannheim rannte in den Schlussminuten an. Vier Sekunden vor dem Ende war Plachta mit seinem dritten Treffer zur Stelle und schoss die Begegnung in die Verlängerung. Diese beendete der Adler-Stürmer dann nach nur 20 Sekunden mit dem Gamewinner.

In Köln bestimmten die Goalies über weite Strecken die Partie. Sowohl „Torhüter des Jahres“ Gustaf Wesslau wie auch sein Gegenüber Felix Brückmann auf Seiten der Grizzlys zeigten immer wieder gute Paraden und so waren Tore Mangelware. Shawn Lalonde (14.) brachte die Haie im Powerplay in Front, ehe Jeremy Dehner (25.) in numerischer Überlegenheit egalisierte. In der Verlängerung wurde ein Überzahlspiel für Wolfsburg jedoch zum Bumerang. Alexandre Bolduc (62.) angelte sich die Scheibe bei einem Missverständnis der Niedersachsen und beendete sein Solo mit dem Siegtreffer für den KEC.

München war gegen Bremerhaven das bessere Team, musste jedoch zunächst den Rückstand durch Mike Hoeffel (17.) hinnehmen. Nach dem Seitenwechsel nahmen die Red Bulls das Zepter in die Hand. Deron Quint (22.) glich für den Hauptrundensieger aus und der „Verteidiger des Jahres“ Konrad Abeltshauser (29.) brachte München auf die Siegerstraße, ehe Michael Wolf (35.) den Vorsprung in Überzahl ausbaute. Im Schlussabschnitt besorgte Jonathan Matsumoto mit einem verwandelten Penaltyschuss den 4:1-Endstand.

EHC Red Bull München – Pinguins Bremerhaven 4:1 (0:1, 3:0, 1:0)
Serie: 1:0

5700 EHC Red Bull München - Pinguins Bremerhaven

Tore: 0:1 Mike Hoeffel (16:51), 1:1 Deron Quint (21:58), 2:1 Konrad Abeltshauser (28:15), 3:1 Michael Wolf (34:51/PP1), 4:1 Jonathan Matsumoto (49:41/PS)

Adler Mannheim – Eisbären Berlin 4:3 (0:1, 2:0, 1:2, 1:0) OT
Serie: 1:0

5705 Adler Mannheim - Eisbären Berlin

Tore: 0:1 Jamie MacQueen (1:06), 1:1 Matthias Plachta (24:17/PP1), 2:1 Matthias Plachta (36:46), 2:2 Charles Linglet (43:50/PP2), 2:3 Julian Talbot (50:48), 3:3 Matthias Plachta (59:56/EA), 4:3 Matthias Plachta (60:20)

Kölner Haie – Grizzlys Wolfsburg (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) OT
Serie: 1:0

5711 Kölner Haie - Grizzlys Wolfsburg

Tore: 1:0 Shawn Lalonde (13:11/PP1), 1:1 Jeremy Dehner (24:03/PP1), 2:1 Alexandre Bolduc (61:08/SH1)