Interview

16. September 2016

Patrick Reimer: "Ein Fest für Spieler und Fans"

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
@DELoffice

Der Kapitän der Thomas Sabo Ice Tigers ist heiß auf den Start

Patrick Reimer hat in den vergangenen Jahren in der DEL so ziemlich alles abgeräumt, was es abzuräumen gab. Im Jahr 2005 wurde der gebürtige Mindelheimer zum DEL Rookie des Jahres gewählt. Seitdem ging es für den Rechtsschützen quasi immer nur bergauf. Es folgten zwei Auszeichnungen zum DEL-Stürmer des Jahres in 2014 und der vergangenen Saison. Reimer ist damit nach Sergej Berezin (1995 und 1996) und Pat Lebeau (2004 und 2005) erst der dritte Spieler in der Geschichte der DEL (und der erste Deutsche überhaupt), der zweimal zum "Spieler des Jahres" gewählt wurde.

Mit 64 Scorerpunkten (davon 26 Tore) wurde der 33-jährige Stürmer der Ice Tigers außerdem zum ersten Mal Top-Scorer der DEL. Seine 38 Vorlagen bedeuteten zudem eine neue Karriere-Bestmarke in einer DEL-Hauptrunde. Telekomeishockey.de hat sich mit dem Nürnberger Kapitän getroffen.

Telekom Eishockey: Morgen startet die DEL in ihre 23. Saison. Wir groß ist die Vorfreude?

Patrick Reimer: Natürlich riesig. Trotz eines kurzen Sommers nach der Weltmeisterschaft und der geschafften Olympia-Qualifikation zuletzt freut man sich als Spieler immer, wenn es wieder losgeht. Die Vorbereitungszeit ist meist zu Beginn sehr intensiv, doch je näher der Saisonstart rückt, desto mehr wird das Tempo gedrosselt. Ich glaube, dass wir alle dem Start entgegenfiebern.

Wie sieht die Zielsetzung für die Thomas Sabo Ice Tigers aus?

Das ist immer so eine Sache. Prognosen sind meist nur schwer abzugeben. In den vergangenen Jahren hat man immer wieder Überraschungen erlebt. Aber genau das ist ja auch das Schöne am Sport. Nichts ist wirklich planbar. Man kann einfach nicht alles beeinflussen. In Nürnberg haben wir aber schon den Anspruch, uns unter die Top-6 zu schieben.

Das Gesicht der Ice Tigers hat sich ein wenig verändert. Besonders in der Defensive sind viele neue Akteure zu finden. Ein Vor- oder Nachteil?

Weder noch. Die bisherige Vorbereitung hat gezeigt, dass wir schnell zusammengefunden haben und qualitativ wirklich gut besetzt sind. Die Sportliche Leitung hat einen super Job gemacht. Aber, wie schon vorher formuliert: Die Vorbereitung und die Saison sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Wir haben eine starke Truppe. Das Potenzial müssen wir aufs Eis bringen. Der Schlüssel für eine erfolgreiche Saison ist die Kontinuität. Wenn wir es schaffen, konstant zu bleiben, erreichen wir unsere Ziele. Ab den Playoffs startet dann ohnehin wieder eine neue Saison.

In der DEL hat auch eine neue Zeitrechnung begonnen. Mit dem neuen TV-Vertrag können die Fans nun alle Spiele live sehen. Wie bewertest du diesen Quantensprung?

Es ist in den vergangenen Jahren alles viel professioneller geworden. Die Arenen sind in Europa die besten, die Clubs werden viel professioneller geführt. Mit dem neuen TV-Vertrag hat die Liga wieder einen Sprung nach vorn gemacht. Ich glaube, dass unsere ganze Sportart davon profitieren wird.

Kann man dir schon einen Meistertipp entlocken?

(lacht). Nein, da würde ich mich nur in die Nesseln setzen. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass wir wieder eine sehr spannende Saison erleben werden. Mit dem Deutschland Cup und besonders der Heim-WM 2017 wird diese Spielzeit ein Fest für Spieler und Fans. Wir freuen uns alle riesig drauf.