CHL

29. August 2019

Panther, Red Bulls und Adler starten in die Königsklasse

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Vorjahresfinalist München will an Erfolg anknüpfen / CHL-Premiere für Augsburg / DEL-Meister Mannheim greift am Freitag ein / Alles live bei SPORT1

Auf in die Königsklasse: Die Augsburger Panther feiern am Donnerstagabend um 18:00 Uhr ihre Premiere in der Champions Hockey League und sind dafür zu Gast bei Luleå Hockey in Schweden zu Gast. Im Süden startet um 19:30 Uhr der EHC Red Bull München mit einem Heimspiel gegen den HC Ambrì-Piotta in die Königsklasse. SPORT1 zeigt beide Partien im Livestream und im FreeTV, steigt im Spiel der Red Bulls im FreeTV erst um 20:30 Uhr live in das Spiel ein. DEL-Champion Adler Mannheim steigt am Freitagabend um 19:30 Uhr bei den Vienna Capitals in den CHL-Ring.

Do. 18:00 Uhr Luleå Hockey – Augsburger Panther

Mit Luleå Hockey treffen die Panther in der Coop Norbotten Arena (Fassungsvermögen 6.150) auf ein echtes Schwergewicht des europäischen Eishockeys, doch wähnt sich das Team von Trainer Tray Tuomie nicht chancenlos. „Luleå ist zweifelsohne eine der besten schwedischen Mannschaften der letzten Jahre. Nicht umsonst beendeten sie die vergangene Hauptrunde auf Platz zwei und unterlagen erst im Playoff-Halbfinale der SHL dem späteren Meister und amtierenden CHL-Sieger Frölunda. Sie verfügen über ein hochtalentiertes Team, doch wir wollen sie ärgern und sind überzeugt, dass wir dort bestehen werden", so Tuomie über den ersten Gegner in Gruppe C. Begleitet von knapp 300 Fans dürfen sich die Panther wieder auf großartigen Support aus den eigenen Reihen freuen.

Sportmanager Duanne Moeser über die Herausforderungen in der Champions Hockey League für die Augsburger Panther: „Unser Team hat sich die Chance, in der CHL gegen die besten Teams Europas zu spielen, mit harter und disziplinierter Arbeit in der letzten DEL-Saison mehr als verdient. Wir sind voller Vorfreude auf diese neue und großartige Erfahrung und starten mit dem Ziel, die Gruppenphase zu überstehen und uns für das Achtelfinale zu qualifizieren."

Do. 19:30 Uhr EHC Red Bull München - HC Ambrì-Piotta

Die Red Bulls treten als Vize-Champion an und empfangen zum Auftakt den internationalen Neuling HC Ambrì-Piotta aus der Schweiz zuhause im Olympia-Eisstadion (19:30 Uhr, Tickets, hier klicken). Münchens Nationalspieler Frank Mauer sieht sein Team nach den bisherigen Trainingseinheiten und den drei Testspielerfolgen gegen den SC Riessersee, IFK Helsinki und die Malmö Redhawks gut für die anstehenden Aufgaben gerüstet. „Wir werden jedes Spiel auf höchstem Niveau bestreiten, um wieder Chancen auf das Finale zu haben“, sagt der 31-jährige Stürmer.

 „Gegen Riessersee hatten wir einen guten Einstieg und gerade auch beim Red Bulls Salute waren beide Partien auf einem hohen Niveau. Unsere Neuzugänge ziehen sehr gut mit und auch die jungen Spieler im Team haben eine sehr gute Rolle gespielt“, resümiert Münchens Offensivkraft. Nun richtet sich sein Fokus auf die anstehenden Champions-League-Begegnungen, allen voran natürlich auf das erste Duell gegen HC Ambrì-Piotta, kurz HCAP. „Sie haben eine sehr gute letzte Saison gespielt und lautstarke Fans. Es ist ein Top-Team – so wie alle Mannschaften in der CHL“, so Mauer.

Tatsächlich hebt sich der Gegner am Donnerstag von vielen anderen CHL-Teams ab. Ambrì ist ein Tausend-Einwohner-Dorf in der italienisch-sprachigen Schweiz, das zur Gemeinde Quinto gehört. Ein recht ungewöhnlicher Standort für einen Eishockey-Klub, doch schon lange ist das dortige Stadion mit einer Kapazität für etwa 6.500 Zuschauer Heimstätte für erstklassiges Eishockey. Seit 1985 ist der Klub fester Bestandteil der höchsten Schweizer Liga (National League). In der vergangenen Saison erreichte man unter Trainer Luca Cereda zum ersten Mal seit fünf Jahren das Playoff-Viertelfinale, unterlag dort jedoch dem EHC Biel-Bienne in der „Best-of-Seven“-Serie mit 1:4. Coach Cereda, der mit 37 Jahren der jüngste Trainer der National League ist, qualifizierte sich mit seinem Team nun zum ersten Mal für die Champions League.

Die Red Bulls starten am Donnerstag in ihre fünfte internationale Saison. Nach dem verlorenen Finale in der vergangenen Spielzeit gibt Trainer Don Jackson die Richtung für den dreimaligen Deutschen Meister vor: „Für mich und für uns kann es nur ein Ziel geben: Wir wollen den nächsten Schritt gehen und die Champions League gewinnen". Auch Mauer möchte die Finalniederlage gegen Frölunda vergessen machen, weiß jedoch gleichzeitig, wieviel Arbeit vor ihnen liegt. „Wir haben vergangene Saison gesehen, was möglich ist. Aber es kommt auf viele kleine Nuancen an. Deswegen muss man schon in der Gruppenphase bei jedem Spiel auf der Höhe sein“, erklärt der Stürmer.

Fr. 19:30 Uhr Vienna Capitals – Adler Mannheim

18:16 Tore, drei Siege, zwei Niederlagen, neun Powerplaytreffer, zehn unterschiedliche Torschützen und mit Borna Rendulic einen Neuzugang als Toptorschütze – so lauten die nüchternen Fakten zu den Partien gegen die durchaus anspruchsvollen Gegner aus Biel, Zürich, Jönköping, Genf und Prag. „Wir sind wieder auf einem soliden Weg, haben gute Jungs in der Mannschaft. Die fünf Spiele haben uns aber auch gezeigt, dass wir grundsätzlich besser starten müssen“, gefiel Cheftrainer Pavel Gross der Umstand überhaupt nicht, dass sein Team gleich viermal teilweise früh mit mindestens 0:1 in Rückstand geraten ist. „Wir müssen mental sofort bereit sein“, forderte er folgerichtig, schob aber relativierend hinterher: „Wir haben auch Charakter bewiesen und sind in zwei der Spiele wieder zurückgekommen.“

In Sachen Reihenzusammenstellung hat das Trainerteam mit Abschluss der Vorbereitung derweil noch keine finale Entscheidung getroffen. Da Lean Bergmann Anfang September ins Camp der San Jose Sharks reisen wird, hat die Reihe um Borna Rendulic, Jan-Mikael Järvinen und Bergmann vorerst nur noch für die nächsten zwei Partien Bestand. „Daneben haben wir manchen Akteuren eine kleine Pause gegönnt. Außerdem haben wir mit David Wolf und Tommi Huhtala zwei leicht angeschlagene Spieler im Kader, bei denen wir nichts riskieren wollten“, weiß Gross derzeit noch nicht, welche Spieler ihm für das kommende Wochenende zur Verfügung stehen und wie er die Reihen zusammenstellen wird.

Während die eigene Aufstellung demnach noch nicht ganz steht, ist die Gegneranalyse bereits abgeschlossen: „Wir haben absichtlich gegen fünf internationale Topteams getestet, denn mit Wien wartet am Freitag eine österreichische Spitzenmannschaft auf uns. Wir werden viel Intensität sehen. Die Capitals marschieren gut, spielen strukturiert und werden zuhause versuchen, uns sofort unter Druck zu setzen“, erwartet Gross keine einfache Auftaktpartie. „Wir haben hart gearbeitet, haben wieder ein starkes Team zusammen, mit dem wir gute Chancen auf Erfolg haben. Wir müssen aber defensiv besser stehen und uns an unser System halten. Unsere Spielweise geht nur dann auf, wenn alle am selben Strang ziehen, ansonsten laden wir den Gegner zu einfachen Toren ein“, hat sich auch Adler-Verteidiger Joonas Lehtivuori mit den bisherigen Partien kritisch auseinandergesetzt und die entsprechenden Schlüsse gezogen.