Playoff-Viertelfinale

22. März 2019

Nürnberg lebt noch, Haie verlieren in der Overtime

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Nürnberg zieht vorerst Kopf aus der Schlinge / Augsburg hält Serie offen / München baut Vorsprung aus / Köln verpasst Comeback

Halbfinale noch ohne festen Teilnehmer: Die THOMAS SABO Ice Tigers schlagen Mannheim in der Overtime mit 4:3 und wehren damit den ersten Matchpuck ab. Ein Erreichen des Halbfinales, ist somit auf mindestens Sonntag vertagt. München und Ingolstadt haben dann ebenfalls die Chance, das Halbfinale zu erreichen. Der amtierende Meister setzte sich bei den Eisbären Berlin mit 5:2 durch, während Ingolstadt, in einer engen Partie, gegen die Kölner Haie mit 3:2 in der Overtime gewann. Ähnlich eng, verlief das Spiel zwischen Düsseldorf und Augsburg, aus dem die Panther durch das 2:1 als Sieger hervor gingen und Dank des Ausgleichs die Serie offen halten. 

Mannheim war es anzumerken, dass man schnell Klarheit schaffen wollte, wer hier den Sieg einfahren würde. Die THOMAS SABO Ice Tigers waren von Anfang an bemüht, den ersten „Matchpuck“ abzuwehren und spielten dementsprechend schnörkellos und effektiv vor dem eigenen Tor und unauffällig vor dem der Adler. Dadurch startete man auch ins zweite Drittel torlos, in welchem Mannheim, durch Matthias Plachta (28.), das erste Tor erzielte. Nürnberg steckte allerdings nicht auf und konnte kurz darauf, in Form von Brandon Segal (32.), ausgleichen. Zu dem Zeitpunkt, hatte sich das Spiel längst zu einem offenen Schlagabtausch entwickelt, indem Mannheim ein zweites Mal vorlegen konnte. Auf Mark Katics (35.) 2:1, blieben die Ice Tigers dennoch im Spiel und fanden weiterhin Chancen, welche sie aber noch nicht zu nutzen wussten. Das letzte Drittel ging anschließend da weiter, wo das vorherige aufhörte, denn Nürnberg rannte weiter gnadenlos an. Die Defensive der Kurpfälzer bot solide den Angriffen die Stirn, musste aber, zunächst den Ausgleich von Daniel Weiss (54.) und kurz darauf das 3:2 von Patrick Reimer (57.) hinnehmen. Von diesem Doppelschlag, ließen sich die Adler aber nicht beirren und retteten sich Dank Andrew Desjardins (60.) noch in die Overtime. Nürnberg wollte den Sieg und war letztlich zwingender in der Verlängerung, sodass abermals Patrick Reimer (66.) den ersten Erfolg in der Viertelfinalserie für Nürnberg sicherte.

Der ERC fing in der heimischen Saturn-Arena stark an und konnte, nach schon drei Minuten, erstes Zählbares verzeichnen. Die Haie blieben im Anschluss, an den Führungstreffer von Tim Wohlgemuth, konzentriert und hielten an ihrer Spielweise fest, die aber vor Ende des erste Drittels  unbelohnt blieb. Ausgeglichen ging es im zweiten Spielabschnitt weiter, indessen 33. Minute Kölns Knoten, durch den Ausgleich von Colby Genoway, platzte. Dabei sollte es aber nicht lange bleiben, denn die Schanzer reagierten zwei Minuten später bereits und stellten, durch das Tor von Brett Olson, erneut auf Vorteil Ingolstadt. Im Zuge dessen, mussten die Haie abermals dem Rückstand hinterherrennen, was erst im letzten Drittel von Erfolg gekrönt wurde. Alexander Oblinger gelang sechs Minuten vor Ende der Ausgleich, was beide Mannschaften im Anschluss in die Overtime schickte. Dort bewies der ERC den kühleren Kopf und hat, Dank des 3:2 von Brandon Mashinter (64.), im nächsten Spiel „Matchpuck“. 

Der Meister hatte aus der Auswärtsniederlage, als man mit 0:4 nach Hause geschickt wurde, gelernt, denn der Start verlief für die Red Bulls deutlich besser. Nur 28 Sekunden dauerte es, bis München die Nase vorne hatte. Den Eisbären gelang es im Anschluss nicht, den EHC aus dem Tritt zu bringen, sodass München nach 17 Minuten auf 2:0 erhöhen konnte. Die Pause tat dem Team aus der Hauptstadt, aus Sicht der Spielweise, gut, denn sowohl Engagement, als auch Abschlussmöglichkeiten stiegen auf Seiten der Hautpstädter. Da die Chancenverwertung Berlins dem allerdings nicht gerecht wurde, kam München wieder zum Zuge und bestrafte die Ineffizienz mit dem 3:0 durch Frank Mauer und dem 4:0 in Form von Derek Joslin (40.). Das Spielgeschehen veränderte sich auch im Schlussdrittel nicht und Yasin Ehliz besorgte nach 49 Minuten mit dem 5:0 die Vorentscheidung. Berlin blieb im Anschluss weiter dran, konnte aber durch Tore von James Sheppard (52.) und André Rankel (59.) lediglich noch Ergebniskosmetik betreiben. 

Nachdem man nicht nur die Führung, sondern auch das Heimrecht verlor, besonnen sich die Panther in Spiel vier zunächst auf die Defensive, wogegen die DEG zunächst kein Mittel fand. Dementsprechend torlos, aber mitunter einigen Scharmützeln, verlief das Anfangsdrittel. Aus der Kabine kam Augsburg dann wie die Feuerwehr, denn Patrick McNeill (22.) und David Stieler (23.) setzten mit einem Doppelschlag die Grundlage für den späteren Erfolg. Düsseldorf schüttelte sich kurz, war aber anschließend voll im Spielgeschehen und konnte durch Ryan McKiernan (36.), noch vor der zweiten Drittelpause, den Anschlusstreffer erzielen. Der dritte Spielabschnitt zeichnete sich durch stetigen Druck der DEG aus, welchem der AEV jedoch standhielt und mit Kontern antwortete. Schlussendlich wurden die Rheinländer aber nicht belohnt, sodass die Serie weiter offen bleibt.