Vorschau, 28. Spieltag

03. Dezember 2017

Nürnberg jagt Berlin im Fernduell

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Ingolstadt zu Gast in der Hauptstadt / Derbys in Wolfsburg und Nürnberg / Red Bulls gastieren in Düsseldorf / Westduell in Köln / Wild Wings empfangen Krefeld / Mannheim reist nach Straubing

Die Jagd auf den Tabellenführer ist eröffnet: Die Thomas Sabo Ice Tigers wollen nach zuletzt zwei Niederlagen im Derby in Augsburg punkten, um nach Punkten mit dem Primus gleichzuziehen, der es vor heimischer Kulisse mit dem ERC Ingolstadt zu tun bekommt. Auch Meister München möchte den Rückstand auf die Spitze verkürzen, muss dazu aber an der Düsseldorfer EG vorbei.

In Wolfsburg steigt das Derby im Norden zwischen den Grizzlys und den Pinguins aus Bremerhaven und auch in Köln bleibt es lokal, wenn die Haie mit den Iserlohn Roosters einen echten Brocken vor der Nase haben. Um 17:00 Uhr bittet Schwenningen die Krefeld Pinguine zum Tanz, ehe um 19:00 Uhr die Straubing Tigers nach dem Sieg im Derby gegen Ingolstadt gegen Adler Mannheim nachlegen wollen. Telekom Sport zeigt alle Partien live und SPORT1 meldet sich um16:55 Uhr live aus der Helios Arena.



Am Freitag drehte Berlin mit einem Schlussspurt in Iserlohn ein 0:1 in ein 3:1 und hat jetzt drei Punkte Vorsprung auf Verfolger Nürnberg. Für die Eisbären war es der siebte Sieg in den letzten acht Spielen – eine Quote, von der Ingolstadt, das um 14:00 Uhr in der Hauptstadt antritt, derzeit nur träumen kann. Der ERC verlor am Freitag das Derby gegen die Straubing Tigers mit 3:6 und damit haben die Schanzer drei Punkte Rückstand auf die Playoff-Plätze.

Gleichzeitig steht in Wolfsburg ein Derby an. Die Grizzlys empfangen die Pinguins aus Bremerhaven. Das erste Treffen an der Küste gewannen die Seestädter in der Verlängerung mit 3:2 und vor einer Woche feierte Wolfsburg ein 5:2 vor heimischer Kulisse. Danach lief beim Team von Coach Pavel Gross wenig zusammen und es setzte Niederlagen gegen Ingolstadt und Mannheim. Bremerhaven konnte in der Folge noch München drei Punkte abknöpfen, verlor dann jedoch gegen Düsseldorf mit 2:5.

Aus den letzten sieben Spielen holte Düsseldorf immer mindestens einen Zähler und sammelte so 17 von 21 möglichen Punkten. Den letzten Nuller schrieb die DEG zuvor gegen den EHC Red Bull München bei der 1:5-Niederlage an der Isar. Wie die Red Bulls zu schlagen sind, haben die Rheinländer jedoch beim ersten Treffen gezeigt. Die DEG zeigte sich effizient und führte zum Start des letzten Durchgangs mit 5:1. Ein Ergebnis, dass die Bayern auch mit einem Schlussspurt nicht mehr drehen konnten. Zudem zeigte der Meister jüngst einige Schwächen. Nach fast drei Jahren verloren die Bayern mal wieder mehr als zwei Spiele am Stück. Gegen Augsburg zeigte das Team von Coach Don Jackson am Freitag jedoch wieder einen Aufwärtstrend und gewann mit 4:3.

 

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Drei Siege fuhr Köln zuletzt in Folge ein und scheint auf dem Weg, sich wieder zu stabilisieren. Mit den jüngsten Siegen kletterten die Haie auf Rang acht und sind nur noch vier Punkte hinter Rang fünf und sechs, die zur direkten Teilnahme am Playoff-Viertelfinale berechtigen würde. Diese haben aktuell Mannheim und ausgerechnet die Iserlohn Roosters inne, die in der LANXESS arena gastieren. Die Sauerländer unterlagen am Freitag den Eisbären Berlin mit 1:3, was aber nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass Iserlohn derzeit das Team der Stunde ist. 23 Punkte holte das Team von Coach Rob Daum aus den letzten zehn Partien. Darunter war auch ein 5:4 nach Verlängerungen gegen die Haie beim Debüt von Coach Peter Draisaitl an der KEC-Bande. Das erste Duell am Rhein gewann Köln mit 4:1.

Schwenningen bleibt dran: Nachdem die Wild Wings Niederlagen gegen Ingolstadt (3:5) und Berlin (0:1) hinnehmen mussten, feierten sie gegen die Thomas Sabo Ice Tigers ein 5:4 nach Verlängerung und halten den Kontakt zu den Top6. Nur zwei Punkte fehlen den Schwarzwäldern zu den punktgleichen Mannheimern und Iserlohnern. Allerdings kann der Aufzug auch schnell in die andere Richtung fahren, denn drei punktgleiche Teams lauern nur zwei Punkte dahinter. Neun Punkte Abstand auf Rang zwölf haben die Krefeld Pinguine, die nur zu gerne auf sechs Zähler verkürzen würden. Zuletzt mussten die Seidenstädter allerdings zwei Niederlagen hinnehmen. Gegen Düsseldorf verlor die Mannschaft von Trainer Rick Adduono nach Verlängerung und dann unterlag Krefeld den Kölner Haien mit 0:2.

Augsburg benötigt dringend Punkte, um wieder Anschluss an die Playoff-Plätze herzustellen. Zehn Punkte fehlen den Schwaben nach 27 Spieltagen. Dabei waren die Panther zuletzt mehrmals nah dran an Siegen. Vier der letzten fünf Niederlagen kassierten der AEV mit nur einem Tor Abstand. Am Sonntagabend treffen die Fuggerstädter auf angeschlagene Thomas Sabo Ice Tigers. Nürnberg hatte mit einem überragenden Sieg gegen München die Tabellenführung erobert, verlor dann jedoch deutlich gegen Iserlohn (0:4) und unterlag im Anschluss den Schwenninger Wild Wings nach Verlängerung mit 4:5. Damit war die Spitze futsch und es fehlen drei Punkte auf den neuen Primus aus Berlin. Das erste Treffen der beiden Clubs gewann Augsburg glatt mit 4:0 und das zweite Duell ging – passenderweise – mit 2:1 an die Ice Tigers.

Nach acht Niederlagen in Folge feierte Straubing endlich wieder einen Erfolg. Mit 6:3 gewannen die Tigers gegen Ingolstadt und holten den dritten Sieg im dritten Vergleich mit den Schanzern. Dennoch steht die Rote Laterne stabil am Pulverturm. Sechs Punkte fehlen auf den Vorletzten aus Augsburg und die Playoff-Plätze sind auf 16 Zähler enteilt. Gegner Mannheim ließ den Tigers in der SAP Arena zwar keine Chance auf Punkte, aber das erste Duell am Pulverturm gewannen die Bayern mit 3:2. Die Adler sind derweil wieder auf Viertelfinalkurs gegangen. Nach drei Nullnummern in Folge gewannen die Kurpfälzer drei von vier Partien und belegen wieder Rang sechs.