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Michael Wolf und Patrick Reimer treffen beim 2:3 für deutsche Auswahl

Nationalmannschaft unterliegt Österreich im Penaltyschießen

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Die deutsche Nationalmannschaft hat ihr letzten Gruppenspiel bei der 2015 IIHF Eishockey Weltmeisterschaft in Tschechien verloren. Zum Abschluss des WM-Turniers unterlag das Team von Bundestrainer Pat Cortina vor über 11.300 Zuschauern in der O2 Arena von Prag gegen Österreich mit 2:3 (0:0, 0:1, 2:1, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen.

Cortina musste im letzten Gruppenspiel nicht nur auf Hamburgs Stürmer Thomas Oppenheimer  verzichten, beim Aufwärmen meldete sich auch Verteidiger Stephan Daschner mit einer Verletzung kurzerhand ab.  

Die Nationalmannschaft erspielte sich zu Beginn eine optische Überlegenheit. Auf der anderen Seite wurde es erstmals beim österreichischen Powerplay gefährlich, aber Dennis Endras zeigte sich genauso hellwach wie wenig später sein Gegenüber Bernhard Starkbaum, der einen Alleingang von Tobias Rieder entschärfen konnte.

Der erste Treffer der Partie sollte auch im Mitteldrittel auf sich warten lassen. Besonders Endras wurde in der Anfangsphase mehr geprüft als ihm lieb sein konnte. Die deutsche Auswahl zeigte sich im Powerplay gefährlich, doch auch Starkbaum war zunächst nicht zu bezwingen.  Rund fünf Minuten vor dem zweiten Wechsel brachte Thomas Raffl seine Farben mit einem Gewaltschuss in Front. Endras hatte keine Chance.

Der Kapitän höchstpersönlich sorgte nach dem letzten Wechsel für den Ausgleich. Michael Wolf nagelte das Spielgerät zum 1:1 in den Winkel. Bereits der vierte WM-Treffer des Münchners. Doch dieses Resultat sollte nicht Bestand haben. Rafael Rotter fälschte einen Schuss von der Blauen Linie unhaltbar zum 1:2 aus deutscher Sicht ab.

Zwei Minuten vor dem Ende nahm sich Patrick Reimer von der Blauen Linie ein Herz und schlenzte die Scheibe unter die Latte zum vielumjubelten 2:2-Ausgleich. In der Verlängerung sollte kein weiteres Tor fallen. Im anschließenden Penaltyschießen sicherte sich Österreich durch Komarek den Zusatzpunkt.

Deutschland: Endras (Pielmeier) – Köppchen, Krupp; Hager, Ullmann, Reimer – Müller, Krüger; Rieder, Pietta, Wolf – Kohl, Baxmann; Kink, Hospelt, Plachta –  Goc; Seidenberg, Raedeke, Krämmer; Ehliz.

Tore: 0:1 Thomas Raffl (34:33), 1:1 Michael Wolf (44:14), 1:2 Rafael Rotter (54:22), 2:2 Patrick Reimer (17:59), Konstantin Komarek (65:00/PS)
Strafminuten: Deutschland  6 – Österreich 6  
Zuschauer: 11.320

Stimmen zum Spiel:

Bundestrainer Pat Cortina: „Die ersten fünf oder sechs Minuten zu Beginn waren gut, dann aber muss man sagen, dass die Österreicher die engagiertere Mannschaft waren. Zumindest konnten wir noch einen Weg finden, das letzte Drittel noch zu gewinnen und uns somit einen Zähler zu sichern. Ich bin allgemein mit dem Auftreten, bis auf das zweite Spiel gegen Kanada, zufrieden. Die Jungs haben alles gegeben und teilweise auch gutes Eishockey gezeigt. Man darf nicht vergessen, dass wir nicht nur viele Ausfälle zu beklagen hatten, sondern auch, dass wir als einziges Team in diesem Turnier sieben Spiele in zehn Tagen absolvieren mussten. Diese Belastung hat die Mannschaft hervorragend gemeistert.“

Kapitän Michael Wolf (EHC Red Bull München): „Österreich ist besser ins Spiel gekommen und hat viel Druck gemacht. Dennis Endras hat uns mit einer super Leitung im Spiel gehalten. Dann haben wir glücklicher Weise den Ausgleich geschossen. Ein Penaltyschießen kann immer in beide Richtungen laufen. Insgesamt haben wir uns nach einem holprigen Turnierstart von Spiel zu Spiel gesteigert und alles versucht, den maximalen Erfolg herauszuholen.“

Patrick Reimer (Thomas Sabo Ice Tigers): „Der Sieg für Österreich geht in Ordnung und ist verdient. Wir haben das vermissen lassen, was uns in den letzten Spielen so stark gemacht hat. Heute waren wir nur in den ersten zehn Minuten gut. Dennis Endras hat stark gehalten. Insgesamt war das Turnier nicht so schlecht, wie es oft dargestellt wurde. Wir haben gegen Frankreich ordentlich begonnen, nach dem Kanada-Spiel wieder dran gezogen und viele Kleinigkeiten richtig gemacht. Man sollte nicht immer alles negativ sehen.“