Der 39. Spieltag

5. Januar 2018

München kann HALLEluja - Bremerhaven wieder in der Spur

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Ice Tigers ringen Ingolstadt im Derby mit 2:1 nach Verlänergung nieder und bleiben oben / Haie mit 5:0-Ausrufezeichen und Wesslau-Shutout gegen Mannheim / Iserlohn bezwingt Straubing / Augsburg mit Big Points gegen Wolfsburg / Wichtige drei Punkte für Wild Wings

München kann Hockey HALLEluja! Vor 10.000 Zuschauern, darunter über 1.300 Fans der Eisbären Berlin, setzte sich der Meister in seinem dritten Auftritt in der traditionsreichen Olympiahalle mit 4:1 gegen die Eisbären Berlin durch. Damit sind die Bajuwaren erster Verfolger der Thomas Sabo Ice Tigers. Der Tabellenführer aus Nürnberg besiegte den ERC Ingolstadt im Derby mit 2:1 nach Verlängerung. Berlin bleibt Dritter.

Einen Befreiungsschlag feierten die Kölner Haie mit dem 5:0 über die Adler Mannheim. Nach sieben Niederlagen in Folge gewannen die Fischtown Pinguins Bremerhaven gegen Krefeld mit 6:2 und die Augsburger Panther fuhren einen wichtigen Dreier gegen die Grizzlys Wolfsburg ein. 5:3 hieß es am Ende. Weiterhin gewann Schwenningen gegen Düsseldorf mit 4:2 und Iserlohn beendete den Positivlauf der Straubing Tigers mit einem 2:1.

10.000 Zuschauer in der ausverkauften Olympiahalle zu München erlebten von Beginn an eine hochklassige Spitzenpartie zwischen dem Meister und den von über 1.300 mitgereisten Fans unterstützen Eisbären aus Berlin. Keith Aucoin brachte die Hausherren nach 20 Minuten in Front. Michael Wolf, Patrick Hager und Frank Mauer erhöhten nach dem Wechsel bei einem Gegentreffer von Daniel Fischbuch auf 4:1. Sehr zur Freude der Heimfans.

Münchens Patrick Hager

„Im Moment nutzen wir unsere Chancen eiskalt. Berlin hat zwar gleich sehr viele Scheiben aufs Tor gebracht. Aber im richtigen Moment haben wir die Tore geschossen und zum Schluss nichts mehr anbrennen lassen.“

Zum Derby in Nürnberg trafen sich die Seriensieger. Die Gäste aus Ingolstadt hatten ihre letzten drei Spiele gewonnen, die Ice Tigers glänzten mit acht Siegen aus den letzten neun Begegnungen. Beide Teams starteten demnach mit viel Selbstvertrauen, achteten aber besonders auf die Defensive, so dass es nach 40 Minuten 1:1 stand. David Steckel für Nürnberg und Kjael Mouillierat auf Seiten des Auswärtsteams hießen die jeweiligen Schützen.

Mit Spannung erwartet wurde besonders das Match zwischen den DEL-Großkalibern aus Köln und Mannheim, die zuletzt beide mehr Tiefs als Hochs zu verkraften hatten. Bereits vor dem Spiel hatte Haie-Coach Peter Draisaitl Top-Verteidiger Shawn Lalonde aus dem Kader gestrichen. Dafür feierte Alex Bolduc seinen Einstand nach seinem Kreuzbandriss Ende Juli 2017.

Die Maßnahme sollte Wirkung zeigen: Christian Ehrhoff und Zugang Bill Thomas sorgten für ein 2:0 nach 20 Minuten. Ben Hanowski und Sebastian Uvira legten im zweiten Abschnitt nach. Spätestens mit dem 5:0 durch Philip Gogulla war das Match zugunsten des KEC entschieden. Gustaf Wesslau feierte nach langer Pause und einem Kurzeinsatz sein erstes Shutout.

Gesprächsstoff lieferte Wolfsburgs Coach Pavel Gross im Vorfeld der Partie seiner Grizzlys in Augsburg. Gross hatte gegenüber den Lokalmedien in Niedersachsen ein Angebot der Adler Mannheim zur neuen Saison bestätigt. Am kommenden Dienstag wolle er sich entscheiden, hieß es weiter.

Für 60 Minuten waren diese Gedanken jedoch ausgeblendet, besonders bei den um die Playoffs kämpfenden den Hausherren, die sich quasi in einen Rausch spielten und bis kurz nach der Hälfte des Spiels ein 5:1 herausschießen konnten. Matt White (2), Jaroslav Hafenrichter, Daniel Schmölz und Mike Davies markierten die Tore für Augsburg, Fabio Pfohl konnte noch anschließen. Kris Foucaults‘ Doppelschlag brachte den Grizzlys nicht mehr viel.

Düsseldorf wollte in Schwenningen da weitermachen, wo es am Dienstag beim 1:0-Derbysieg in Köln aufgehört hatte – mit einem Erfolg bei den Schwarzwäldern. Doch dem war nicht so: Istvan Bartalis, Mirko Höfflin, Simon Danner und Kalle Kaijomaa trafen für die Gastgeber, bei den Rheinländern nur Marko Nowak und Bernhard Ebner.

Im Frackträger-Duell zwischen den Fischtown Pinguins und den Krefeldern mussten die Gäste bereits nach dem Morgentraining den krankheitsbedingten Ausfall von Topspieler Daniel Pietta verkraften. Dafür feierte Greger Hanson seine Premiere im Trikot der Seidenstädter.

Doch sowohl der Zugang als auch die restlichen Pinguine mussten immer wieder einem Rückstand hinterherlaufen. Schon früh machten die Hausherren das 2:0. 3:1 stand es nach 20 Minuten. So sollte es weiter gehen: Die Krefelder schlossen an, Bremerhaven antwortete eiskalt kurz danach. Ein verdienter Erfolg für die Seestädter nach zuletzt sieben Niederlagen.

EHC Red Bull München- Eisbären Berlin 4:1 (1:0, 3:1, 0:0)

7649 EHC Red Bull München - Eisbären Berlin


Tore: 1:0 Keith Aucoin (5:35), 2:0 Michael Wolf (30:09), 2:1 Daniel Fischbuch (31:04), 3:1 Patrick Hager (32:58), 4:1 Frank Mauer (38:11)

Thomas Sabo Ice Tigers – ERC Ingolstadt 2:1 (1:0, 0:1, 0:0, 1:0) OT

7653 Thomas Sabo Ice Tigers - ERC Ingolstadt


Tore: 1:0 David Steckel (8:05), 1:1 Kjael Mouillierat (37:06), 2:1 David Steckel (62:41)

Kölner Haie – Adler Mannheim 5:0 (2:0, 2:0, 1:0)

7646 Kölner Haie - Adler Mannheim


Tore: 1:0 Christian Ehrhoff (7:23), 2:0 Bill Thomas (11:11), 3:0 Ben Hanowski (27:01), 4:0 Sebastian Uvira (32:06), 5:0 Philip Gogulla (43:21)

Augsburger Panther Grizzlys Wolfsburg 5:3 (3:1, 2:0, 0:0)

7648 Augsburger Panther - Grizzlys Wolfsburg


Tore: 1:0 Matt White (3:40), 2:0 Daniel Schmölz (11:56), 3:0 Jaroslav Hafenrichter (16:03), 3:1 Fabio Pfohl (16:36) 4:1 Matt White (24:12), 5:1 Michael Davies (33:58), 5:2 Kris Foucault (45:28), 5:3 Kris Foucault (51:20)

Schwenninger Wild Wings – Düsseldorfer EG 4:2 (1:0, 2:2, 1:0)

7656 Schwenninger Wild Wings - Düsseldorfer EG


Tore: 1:0 Istvan Bartalis (14:24), 2:0 Mirko Höfflin (21:02), 2:1 Bernhard Ebner (26:09), 3:1 Simon Danner (34:29), 3:2 Marco Nowak (38:34), 4:2 Kalle Kaijomaa (42:27)

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

7650 Iserlohn Roosters - Straubing Tigers


Tore: 0:1 Sam Klassen (24:51), 1:1 Chris Brown (27:59), 2:1 Jason Jaspers (42:05)

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Krefeld Pinguine 6:2 (3:1, 1:1, 2:0)

7659 Pinguins Bremerhaven - Krefeld Pinguine


Tore: 1:0 Mike Hoeffel (0:49), 2:0 Chris Rumble (6:41), 2:1 Marcel Müller (19:08), 3:1 Jan Urbas (19:41), 3:2 Justin Feser (24:51), 4:2 Jason Bast (25:42), 5:2 Riley Schwartz (41:25), 6:2 Marian Dejdar (55:44)