Der 42. Spieltag

14. Januar 2018

Meister München gewinnt Topspiel - Wild Wings haben Platz vier im Visier

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Red Bull setzt sich mit 4:3 gegen die Ice Tigers durch: Jetzt fünf Punkte Vorsprung / 3:2-Sieg der Schwenninger in Straubing / Roosters nach 2:1 in Wolfsburg nun Sechster / Adler gewinnen Klassiker gegen Eisbären deutlich mit 6:2 / Schanzer setzen guten Lauf mit einem 5:3 in Düsseldorf fort / Zwei Tore, eine Vorlage: Ex-Augsburger Justin Shugg beim 3:1 Matchwinner des KEC in der Fuggerstadt / Bremerhaven dank Hoeffel-Doppelpack Neunter

Meister EHC Red Bull München hat das DEL-Topspiel für sich entscheiden können. Gegen die Thomas Sabo Ice Tigers setzte sich das Team von Trainer Don Jackson am Sonntag mit 4:3 durch und hat den Vorsprung auf Verfolger Nürnberg mit nunmehr fünf Punkten Vorsprung zu Platz zwei ausgebaut. Platz sechs übernahmen die Iserlohn Roosters mit einem 2:1-Erfolg in Wolfsburg. Dabei profitierten sie von der Düsseldorfer Niederlage am Nachmittag gegen Ingolstadt.

Auch die Schwenninger Wild Wings fuhren einen wichtigen Sieg ein. Bei Schlusslicht Straubing Tigers holten sich die Schwarzwälder nicht nur drei Zähler, sondern pirschen sich so langsam an die Grizzlys Wolfsburg ran, die nur noch zwei Punkte entfernt auf Rang vier stehen. Im letzten Spiel des Tages gewannen die Fischtown Pinguins Bremerhaven mit 4:1 bei den Krefeld Pinguinen und sind nun Neunter. Mike Hoeffel gelang ein Doppelpack. 

„Natürlich ist es ein großer Spaß, solche großen Partien zu spielen und dann auch zu gewinnen. Mein Tor zum 3:2 war vor allem glücklich, aber umso wichtiger. Wir wissen, wie die Tabelle aussieht und deswegen ist es so wichtig, dass wir da oben ein wenig Luft zum Atmen bekommen", sagte Münchens Jon Matsumoto nach dem Sieg im Topspiel gegen Nürnberg. Beide Team lieferten sich eine intensive Partie. Der erst 22 Jahre alte Eugen Alanov sollte einen ganz besonderen Abend erleben. Denn ihm gelang nicht nur sein erster DEL-Treffer zum zwischenzetlichen 1:1, der Stürmer schnürte sogar einen Doppeplack und war zudem an Petr Pohls 2:1 beteiligt. Geholfen hat es nicht. Brooks Macek traf ebenfalls doppelt.

Jon Matsumoto

„Natürlich ist es ein großer Spaß, solche großen Partien zu spielen und dann auch zu gewinnen. Mein Tor zum 3:2 war vor allem glücklich, aber umso wichtiger. Wir wissen, wie die Tabelle aussieht und deswegen ist es so wichtig, dass wir da oben ein wenig Luft zum Atmen bekommen.“

Philip Riefers hatte die Grizzlys gegen die Roosters im ersten Drittel früh in Führung gebracht. Das Team aus dem Sauerland ließ sich davon nicht schocken. Jason Jaspers glich nach dem Wechsel aus. Johan Larsson drehte das Match. Die Niedersachsen fanden kein Mittel für einen weiteren Treffer, so dass die Roosters alle drei Zähler nach Hause brachten.

In Straubing hatten die zu spät gekommenen Zuschauer Pech, dass sie den ersten Treffer der Heimmannschaft durch Mike Zalewski nach nur 48 Sekunden verpassten. Wild Wings-Kapitän Will Acton markierte das 1:1, ehe Andree Hult und Kalle Kaijomaa die Weichen auf Sieg stellten. Spannend wurde das Match nochmal am Ende, da Jeremy Williams drei Minuten vor Schluss noch auf 2:3 anschloss. Doch die Gäste brachten den Sieg über die Zeit. 

Während der KEC bereits am Nachmittag mit dem 3:1 bei den Augsburger Panthern drei wichtige Zähler einsacken konnte, schafften die Adler Mannheim nach dem Sieg gegen Nürnberg auch den zweiten Coup in Folge und gewannen den DEL-Klassiker gegen die Eisbären Berlin deutlich mit 6:2. Der ERC Ingolstadt bestätigte seinen guten Lauf mit einem 5:3 bei der Düsseldorfer EG.

Ausgerechnet der Ex-Augsburger Justin Shugg war Matchwinner seiner Haie in der Fuggerstadt. Der flinke Stürmer war an allen drei Treffern des KEC beteiligt. Das 1:0 erzielte der Kanadier nach einem Konter, dann legte er für Corey Potter auf und am Ende war es Shugg, der noch ins leere AEV-Tor traf. Zwischenzeitlich hatte Trevor Parkes das 1:1 für die Panther markiert. Moritz Müller hatte den Puck unabsichtlich ins eigene Gehäuse abgefälscht.

Beim Spiel der Adler gegen die Eisbären bekamen die Fans ein interessantes Match zu sehen. Die Hausherren starteten besser und belohnten sich durch ein schön herausgespieltes Tor von David Wolf. Nach der Pause kamen die Mannheimer immer besser in Schwung. Luke Adam und Christoph Ullmann nach langer Durststrecke erhöhten auf 3:0, ehe Mark Olver den ersten Berliner Treffer markieren konnte.

Danach erhitzten sich die Gemüter und die Unparteiischen verhängten nach einigen „Nettigkeiten“ Strafen gegen beide Mannschaften. Torschütze Wolf musste vorzeitig zum Duschen. Devin Setoguchi war das egal. Er traf zum 4:1 vor dem zweiten Wechsel. Nur 16 Sekunden nach Wiederbeginn entschied Ryan MacMurchy die Partie mit dem 5:1 in Unterzahl. Andrew Desjardins für Mannheim sowie Nick Petersen für Berlin trafen noch im Anschluss.

In Düsseldorf bekamen die Fans vor allem im ersten Abschnitt was geboten: Der ERC ging durch zwei schnelle Treffer von Dennis Swinnen und John Laliberte mit 2:0 in Front. Ebenso schnell antwortete die DEG durch John Henrion und Kevin Marshall. Doch nur zwölf Sekunden dauerte die Freude über das 2:2, ehe Mike Collins die Partie mit dem 3:2 für Ingolstadt in die erste Pause brachte.

Danach legten die Gäste abermals durch Swinnen nach. Daniel Weiß traf zwar noch für die DEG, doch der Powerplay-Treffer von Zugang Ville Koistinen eine Minute später sollte die Partie zugunsten der Schanzer entscheiden. 

Krefeld Pinguine – Fischtown Pinguins Bremerhaven 1:4 (1:2, 0:0, 0:2)

7703 Krefeld Pinguine - Pinguins Bremerhaven


Tore: 0:1 Jan Urbas (13:57), 0:2 Chad Nehring (16:16), 1:2 Tim Miller (17:16), 1:3 Mike Hoeffel (43:41), 1:4 Mike Hoeffel (59:07)

Straubing Tigers -  Schwenninger Wild Wings 2:3 (1:1, 0:2, 1:0)

7701 Straubing Tigers - Schwenninger Wild Wings


Tore: Mike Zalewski (0:48), 1:1 Will Acton (9:08), 1:2 Andree Hult (21:19), 1:3 Kalle Kaijomaa (35:35), 2:3 Jeremy Williams (57:00)

Grizzlys Wolfsburg – Iserlohn Roosters 1:2 (1:0, 0:2, 0:0)

7696 Grizzlys Wolfsburg - Iserlohn Roosters


Tore: 1:0 Philip Riefers (5:25), 1:1 Jason Jaspers (27:28), 1:2 Johan Larsson (32:52)

EHC Red Bull München – Thomas Sabo Ice Tigers 4:3 (1:1, 1:1, 2:1)

7699 EHC Red Bull München - Thomas Sabo Ice Tigers


Tore: 1:0 Michael Wolf (10:28), 1:1 Eugen Alanov (14:49), 1:2 Petr Pohl (27:42), 2:2 Brooks Macek (37:33), 3:2 Jon Matsumoto (42:01), 4:2 Brooks Macek (44:35), 4:3 Eugen Alanov (54:31)

Augsburger Panther - Kölner Haie 1:3 (0:1, 1:0, 0:2)

7691 Augsburger Panther - Kölner Haie


Tore: 0:1 Justin Shugg (18:05), 1:1 Trevor Parkes (30:15), 1:2 Corey Potter (51:53), 1:3 Justin Shugg (59:15)

Adler Mannheim – Eisbären Berlin 6:2 (1:0, 3:1, 2:1)

7694 Adler Mannheim - Eisbären Berlin


Tore: 1:0 David Wolf (7:06), 2:0 Luke Adam (23:48), 3:0 Christoph Ullmann (28:35), 3:1 Mark Olver (31:51), 4:1 Devin Setoguchi (36:31), 5:1 Ryan MacMurchy (40:16), 6:1 Andrew Desjardins (45:15), 6:2 Nick Petersen (57:20)

Düsseldorfer EG – ERC Ingolstadt 3:5 (2:3, 1:2, 0:0)

7693 Düsseldorfer EG - ERC Ingolstadt


Tore: 0:1 John Laliberte (13:07), 0:2 Dennis Swinnen (14:36), 1:2 John Henrion (17:30), 2:2 Kevin Marshall (18:17), 2:3 Mike Collins (18:29), 2:4 Dennis Swinnen (22:47), 3:4 Daniel Weiß (32:01), 3:5 Ville Koistinen (33:01)