Nationalmannschaft

Bundestrainer macht Hoffnung auf weitere Großtaten / Olympia-Qualifikation im September

Marco Sturm: „Haben Deutschland begeistert“

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Im vergangenen Jahr übernahm Marco Sturm das Amt des Bundestrainers. Gleich bei seinem WM-Debut erreichte der ehemalige NHL-Spieler mit der deutschen Eishockey-Nationalmannschaft das Viertelfinale und musste sich dort erst nach großem Kampf Rekordweltmeister Russland geschlagen geben.

Frage: Marco Sturm, die Nationalmannschaft hat gerade das WM-Viertelfinale gegen Russland verloren. Wie ist Ihre persönliche Stimmungslage nach dem 1:4?

Marco Sturm: So kurz nach dem Spiel tut natürlich jede Niederlage weh. Das ist jetzt nicht anders. Obwohl die Russen sicher etwas besser waren. Insgesamt war das heute vielleicht nicht unser bestes Spiel, auch wenn wir 60 Minuten hervorragend mit gefightet haben.

Frage: Was war die Ursache dafür, dass die Mannschaft vor allen in den beiden letzten Dritteln immer mehr in die Defensive kam?

Marco Sturm: Die Russen sind einfach eine Klasse für sich. Und das natürlich vor eigener Kulisse. So eine Blamage, wie bei den Olympischen Spielen in Sotschi, als die Sbornaja im Viertelfinale als Favorit ausgeschieden ist, sollte auf alle Fälle vermieden werden. Entsprechend motiviert waren die natürlich heute.

Frage:  In jedem Fall steht aber bei Ihrem WM-Debüt als Bundestrainer das erste Viertelfinale einer deutschen Mannschaft nach fünf Jahren.

Marco Sturm: Das ist richtig. Ich denke, über den gesamten Turnierverlauf hinweg haben wir starkes Eishockey geboten. Das hat nicht nur mich, sondern ganz Eishockey-Deutschland begeistert. Wir haben hier insgesamt einen wichtigen Schritt nach vorn gemacht, aber wir sind noch lange nicht da, wo wir hin wollen. Da steckt noch viel mehr drin!

Frage: Das lässt für die kommenden Aufgaben hoffen!

Marco Sturm: Ja, aber jetzt wünsche ich den Jungs erst mal einen schönen Sommer und gute Erholung! Wir haben in naher Zukunft zwei große Events vor uns, auf die wir uns sehr freuen. Das ist einmal die Olympia-Qualifikation schon im September und dann natürlich nächstes Jahr die Heim-WM. Da wollen wir unbedingt an diese Leistungen anknüpfen. Und ich bin guter Dinge, dass uns das gelingt.