Playoff-Viertelfinale

22. März 2019

Mannheim vor Halbfinaleinzug, Köln will Comeback perfekt machen

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Adler wollen in Nürnberg den Sack zu machen / Haie in Ingolstadt mit Möglichkeit Fehlstart vergessen zu machen / Düsseldorf hofft, gegen Augsburg nachlegen zu können / Berlin mit zweitem Heimspiel gegen München

Nutzt Mannheim den ersten „Matchpuck“? Die Adler sind nach drei Siegen aus drei Spielen mit Nürnberg bestens aufgestellt, als erster Halbfinalist nach dem Freitagabend festzustehen. Geht es nach der Statistik, sind die Kurpfälzer bereits sicher weiter, denn noch nie gelang es einer Mannschaft, einen 0:3 Rückstand in den Playoffs aufzuholen. Genau dieses Szenario konnten die Kölner Haie mit einem 3:2 nach Verlängerung am vergangenen Sonntag abwenden und stehen nun vor dem Ausgleich in Ingolstadt. Ebenfalls ausgleichen wollen die Panther, die durch die 3:4-Niederlage sogar das Heimrecht an die DEG verloren. Dieses konnte München durch das 4:1 gegen Berlin sichern und hofft, den Vorsprung auf 3:1 auszubauen. Magenta Sport ist ab 19:15 Uhr live in allen Arenen dabei. SPORT1 meldet sich live aus Nürnberg.

7:2, 4:2 und 4:1: So lauteten die ersten drei Endergebnisse zwischen Mannheim und Nürnberg und mit genau diesem Rückenwind und dieser Effizienz will der Hauptrundensieger aus der Kurpfalz am Freitagabend das Halbfinale perfekt machen. Doch gerade im letzten Spiel war Adler Torschütze Markus Eisenschmid unzufrieden mit dem Beginn und sagte: „Wir haben heute nicht so gut angefangen, aber es war wichtig, dass wir mit dem 1:1 in die Pause gegangen sind und dann sind wir stark aus dem zweiten Drittel gekommen.“ Ice Tiger Andreas Jenike war sichtlich enttäuscht vom Ergebnis und gab an, wo er den Knackpunkt sah: „Dennis Endras hat heute ein super Spiel gemacht und Mannheim in den entscheidenden Phasen im Spiel gehalten, Mannheim hat dann eiskalt zugeschlagen als sie es brauchten und haben das Spiel am Ende relativ ruhig verwalten können.“

Mit einem 3:2 nach Verlängerung konnte Köln die Serie gegen Ingolstadt nach den beiden Auftaktniederlagen verkürzen und hat damit alle Chancen, noch in das Halbfinale einziehen zu können. „Dieses Team wird nicht aufgeben, wir haben zu viel Herz in unserer Kabine. Ingolstadt ist ein gutes Team, das waren sie schon in der regulären Saison. Das wird ein Kampf bis zum Ende der Serie“, sagte Siegtorschütze Ryan Jones euphorisch, der mit seinem 3:2 in der Overtime die Haie im Rennen ums Weiterkommen hielt. ERC Profi Laurin Braun zeigte sich durchaus zufrieden mit dem Spiel der eigenen Mannschaften sah aber auch, was heute den Unterschied machte und zieht Erkenntnisse für Spiel vier: „Köln hatte natürlich seine Fans im Rücken und konnte dementsprechend auch ganz schön drücken. Wir nehmen mit, dass wir ein paar Scheiben zu viel im Aufbau verloren haben.“

Nach der herben Auftaktniederlage als man sich in Augsburg 1:7 geschlagen geben musste, hat sich die DEG gefangen. Vor heimischer Kulisse gelang mit einem 4:1 der Ausgleich und das 4:3 in Augsburg vom Sonntag brachte das Heimrecht an den Rhein. Heißt: Der DEG reichen Siege aus den Heimspielen, um in die nächste Runde einzuziehen. Siegtorschütze Philip Gogulla lobte nach der Partie im Curt-Frenzel-Stadion die hervorragende Mannschaftsleistung: „Wir haben ein optimales Auswärtsspiel gespielt, jeder war heute für jeden da. Genau diese Leistung braucht man in den Playoffs, um Spiele zu gewinnen. Wir haben über sechzig Minuten alles reingeworfen, egal wer es war. Zum Glück wurden wir dafür belohnt.“ Panther Andrew LeBlanc sah ab seinem Tor zum zwischenzeitlichen 3:3 die beste Phase Augsburgs: „In den letzten dreißig Minuten sind wir hart angelaufen und haben somit ihre Chancen limitieren können. Wir hatten in dieser Phase selbst Chancen, ein Tor zu erzielen und darauf müssen wir dann einfach aufbauen.“ Bezüglich der anstehenden vierten Partie fügte LeBlanc an: „Wir müssen hart arbeiten und dann den Auswärtssieg holen.“

2:1 lautet der Stand, in einer Serie, in der beide Mannschaften ihre Heimspiele gewinnen konnten. Bleibt abzuwarten, ob die Eisbären ihren Heimvorteil erneut nutzen und die Serie weiter eng halten können. Berlin-Profi André Rankel erklärte nach der Niederlage in Spiel drei: „Es ist eine enge Serie. München hat heute einfach ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir können besser spielen als heute und haben auch zu viele Strafzeiten genommen. Deswegen kommen wir dann auch in keinen Rhythmus hinein.“ Mit dem 4:1-Heimerfolg gaben die Red Bulls die Antwort auf die herbe 0:4-Pleite in der Hautstadt. Patrick Hager sagte anschließend zufrieden: „Wir hatten uns viel vorgenommen. In Berlin haben wir ein schlechtes Spiel gemacht, aber heute waren über sechzig Minuten Härte und Leidenschaft einfach da. Zudem haben wir in den richtigen Momenten einen kühlen Kopf bewahrt und verdient gewonnen.“