Vorschau, 38. Spieltag

10. Januar 2019

Mannheim empfängt Berlin zum dritten Klassiker

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Eisbären müssen in der SAP Arena auf die Jugend setzen / Adler jagen den ersten Saisonsieg gegen Berlin

Pavel Gross ist Perfektionist. Keine Zweifel, kein Geheimnis. Dass der Cheftrainer der Adler Mannheim bislang einzig und allein beim Ligarivalen aus Berlin noch kein Siegeshäkchen setzen konnte, dürfte ihn zumindest ein wenig wurmen. Am Donnerstagabend um 19:30 Uhr hat Pavel Gross die dritte Gelegenheit in dieser Saison für einen Sieg gegen den ewigen Rivalen. Ab 19:15 Uhr live bei MagentaSport.

„Wir haben in jedem Fall noch eine Rechnung offen“, macht Gross kein Geheimnis daraus, dass nach zwei Niederlagen gegen die Eisbären endlich der erste Sieg in dieser Saison gelingen soll. „Ich würde lügen, wenn ich sage, dass die beiden Niederlagen keine Motivation wären. Wir sind in beiden Spielen durchaus solide aufgetreten. Wichtig wird sein, die Zweikämpfe zu gewinnen und mit der nötigen Aggressivität zu Werke zu gehen. Dabei müssen wir aber clever sein und von der Strafbank wegbleiben, denn Berlin verfügt im Powerplay über viel Qualität“, hat sich der 50-jährige Cheftrainer den Gameplan für die Begegnung gegen den Tabellenneunten bereits zurechtgelegt.

„Wir müssen hellwach sein. Berlin verfügt über eine Menge Erfahrung. Die wissen, wann und wie sie den Schalter umlegen müssen“, weiß Adler-Stürmer David Wolf, dass der aktuelle Tabellenplatz nicht die wahre Stärke der Eisbären widerspiegelt. „Das wird ein hartes Spiel. Berlin stand im vergangenen Jahr im Finale. Aber wir werden bereit sein“, pflichtet Gross seinem Schützling bei. Bei der sicher nicht einfachen Aufgabe könnte das Selbstvertrauen eine entscheidende Rolle spielen. Und davon haben die Adler nach vier Siegen am Stück eine ordentliche Portion. „Wenn du nach einem viertägigen Roadtrip mit zwei Siegen aus zwei Spielen und sechs Punkten zurückkehrst, gibt das der Mannschaft ein gutes Gefühl“, bestätigt Wolf die positive Stimmung innerhalb des Teams.

In den kommenden Partien könnte Brent Raedeke wieder im Aufgebot stehen. „Er gehört in jedem Fall zum erweiterten Kader“, ist sich das Trainerteam über das genaue Lineup noch unsicher. Wann derweil mit einer Rückkehr von Verteidiger Thomas Larkin zu rechnen ist, ist noch ungewiss. Ebenso verhält es sich bei Marcel Goc. „Marcel hat keine einfache Verletzung erlitten. Da muss man schauen und abwarten, wie der Körper auf Belastung reagiert“, erläutert Gross, dass Goc zwar wieder individuell auf dem Eis steht, es aber durchaus noch etwas dauern kann, bis der Routinier ins Mannschaftstraining einsteigen kann.

In Berlin ist die Verletztenliste vor dem Klassiker lang: Außer den Verletzten Mark Olver, Thomas Oppenheimer, Kai Wissmann, Marvin Cüpper, Florian Kettemer und Mark Cundari wird auch Martin Buchwieser (fiebrige Erkältung) in der Quadratestadt nicht zur Verfügung stehen. Einige weitere Spieler sind angeschlagen, ihr Einsatz wird sich kurzfristig entscheiden. Aus diesem Anlass werden neben Charlie Jahnke, Vincent Hessler und Maximilian Franzreb, die bereits des Öfteren für die Eisbären spielten, auch Eric Mik und Cedric Schiemenz mit nach Mannheim reisen.

„Heute war ich froh, ein paar gelbe Trikots auf dem Eis zu sehen. Das heißt, es werden bald ein paar Verletzte zurückkommen“, sagte Eisbären-Coach Stéphane Richer. „Aufgrund der angespannten personellen Lage haben wir die jungen Spieler aus Weißwasser geholt“, ergänzte der Eisbären-Trainer. „Mannheim ist ein Top-Team, wir müssen alles aufbringen und von Anfang an über 60 Minuten präsent sein, um dort zu punkten“, blickte Stéphane Richer auf die Partie voraus.