Interview

13. April 2018

„Man darf die Ziele nicht zu klein halten“

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Wild Wings-Goalie Dustin Strahlmeier im Interview über sein Debüt in der Nationalmannschaft, die vergange Saison und die kommende Spielzeit

Für Dustin Strahlmeier war die Saison 2017/18 der endgültige Durchbruch in der DEL. In 45 Spielen war der 25 Jahre alte Goalie ein sicherer Rückhalt für die Schwenninger, mit denen er nach 22 Jahren erstmals wieder die DEL-Playoffs erreichte. Lohn der Arbeit war nicht nur die Auszeichnung als „Torhüter des Jahres“ im Rahmen der EISHOCKEY GALA 2018, sondern auch die erste Einladung zur Nationalmannschaft. Beim 4:3-Erfolg nach Verlängerung gegen Russland feierte der gebürtige Gelsenkirchener dein Debüt im Team von Bundestrainer Marco Sturm. Wir haben uns mit „Strahlie“ unterhalten.

Du hast deinen Einstand in der Nationalmannschaft mit einem Sieg gegen Russland feiern dürfen. Das war nun wirklich nicht jedem bei seinem Debüt vergönnt. Wie war es?

Das war schon richtig geil. Es ist eine Ehre, mit den Adler auf der Brust auflaufen zu dürfen. Das ist eine großartige Erfahrung. Zudem sind in der Mannschaft ein Haufen guter Jungs und es macht wirklich Spaß.

 

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Wie hast du Bundestrainer Marco Sturm wahrgenommen?

Marco verdient großen Respekt. Er hat viel geleistet im Eishockey und ist ein sehr angenehmer Mensch. Ich denke, bisher ist es gut gelaufen und ich hoffe, dass ich ihn nach der Weltmeisterschaft noch besser kennengelernt habe (lächelt).

Die Saison ist insgesamt ganz gut gelaufen. Schwenningen hat zum ersten Mal seit 22 Jahren die Playoffs erreicht und wurdest zum „Torhüter des Jahres“ gewählt.

Das stimmt. Aber das war der Verdienst des ganzen Teams. Zum einen hat es charakterlich einfach gepasst und auf der anderen Seite haben wir alle an einem Strang gezogen und waren da als es darauf ankam. Die Neuzugänge haben gepasst und darauf kann man aufbauen. Die Ehrung als „Torhüter des Jahres“ ist vor allen eine Auszeichnung für das Team. Die Jungs haben in der Defensive hart gearbeitet und alles gegeben. Insgesamt war die Saison ein großer Schritt für die Wild Wings und ich hoffe, dass wir uns etablieren können.

Mit welcher Einstellung gehst du in das Training, um dieses Ziel zu erreichen?

Spaß hat nur, wer hart arbeitet. Damit will ich sagen, dass es einfach nötig ist, bereits im Training alles zu geben. Nur so schafft man es, gut vorbereitet im Spiel zu sein. Eishockey macht dann Spaß, wenn du dich auf Augenhöhe mit dem Gegner triffst; wenn du weißt, was du wann zu tun hast.

Dustin Strahlmeier hütete beim All Star Cup in Bratislava das Tor von Team DEL.

Welche Rolle spielt Coach Pat Cortina für dich in Schwenningen?

Pat ist ein ruhiger Typ, kann aber auch schon einmal sehr laut werden (lacht). Er liebt diesen Sport und das merkt man in seiner täglichen Arbeit. Zudem ist er sehr direkt und sagt, was Phase ist. Das schätze ich sehr.

Wie soll es in der nächsten Saison weitergehen?

Ich stehe nicht in 52 Spielen auf dem Eis, um in den Playoffs zuzuschauen. Wir wollen auch 2019 nach dem letzten Spieltag der Hauptrunde noch Eishockey spielen. Das ist die Richtung, in die wir gehen müssen. Man darf die Ziele nicht zu klein halten.