Playoff-Viertelfinale

17. März 2019

Köln und Nürnberg kämpfen um den Anschluss

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Haie empfangen Ingolstadt / Ice Tigers suchen Weg zum ersten Sieg gegen Mannheim / Eisbären wollen das Heimrecht aus München klauen / DEG zu Gast in Augsburg

Vorentscheidung oder Anschluss? Noch nie konnte ein Team in den DEL-Playoffs ein 0:3 in einer Serie drehen. Umso wichtiger sind Siege am Sonntag für Köln und Nürnberg. Während die Haie nach den beiden Auftaktniederlagen um 16:30 Uhr den Heimvorteil gegen Ingolstadt auf ihrer Seite haben, müssen die Ice Tigers um 19:00 Uhr in der SAP Arena einen Weg finden, um den ersten Sieg gegen Mannheim einzufahren. Bereits um 14:00 Uhr spielt die Düsseldorfer EG bei den Augsburger Panthern vor und um 17:00 Uhr treten die Eisbären Berlin nach dem 4:0-Erfolg vor heimischer Kulisse bei den Red Bulls an. SPORT1 ist live in München dabei. Magenta Sport zeigt ab 13:45 Uhr alle Spiele live.

Mit 1:7 kam die DEG im ersten Spiel in Augsburg unter die Räder. Zurück in der NRW-Landeshauptstadt fanden die Rheinländer jedoch eine Antwort und glichen die Serie mit einem 4:1-Erfolg aus. Entsprechend sagte Düsseldorfs Stürmer Jaedon Descheneau: „Wir haben uns an unseren Gameplan gehalten. Wir haben den Fans gezeigt, dass wir gewinnen wollen und können.“ Auf Seiten der Panther sagte Coach Mike Stewart: „Uns hat es an Effektivität gefehlt. Im Eishockey klappt es halt manchmal - und manchmal klappt es nicht. Die Jungs haben hart gekämpft und eigentlich intelligent gespielt. Jetzt steht es 1:1.“

„Es war ein hartes Spiel für uns. So zu verlieren tut natürlich weh, die Jungs haben gut gekämpft. Am Ende ist es egal ob man 6:1 oder so verliert, wir haben immer noch ein Auswärtsspiel verloren“, sagte Haie-Coach Dan Lacroix nach der bitteren Niederlage in Ingolstadt am Freitag. Erst in der Verlängerung musste sich Köln dem ERC geschlagen geben und steht nach zwei Spielen mit leeren Händen da. Thomas Greilinger, der das Spiel mit seinem Tor in der Zugabe entschied, sagte: „Die Kölner haben am Ende nochmal alles in die Waagschale geworfen, denn ein 2:0 Rückstand in der Serie ist natürlich unschön. Sie haben auch verdient den Ausgleich erzielt, da haben wir ein wenig geschlafen. Zum Glück haben wir dann in der Overtime gewonnen.“

„Wir haben das erste Spiel in München verloren. Das war ein wirklicher Heartbreaker. Heute wussten wir ein Heimsieg ist notwendig und daher ist das wirklich ein großartiger Sieg für uns“, erklärte Sean Backman nach dem 4:0-Heimerfolg der Eisbären gegen Meister München. Nach der Niederlage in München nach Verlängerung präsentierte sich Berlin im Abschluss effektiv und in der Defensive stabil. Dazu erwischte Goalie Kevin Poulin einen Sahnetag zwischen den Pfosten und sorgte für das erste Shutout der Playoffs 2019. Auf Seiten der Red Bulls resümierte Yasin Ehliz derweil: „Das Spiel war ausgeglichen und beide Teams hatten ihre Chancen. Berlin hat dann aber angefangen seine Chancen zu verwerten.“ Angesichts zweier Powerplay-Treffer der Hauptstädter fügte der Stürmer an: „Wir müssen von der Strafbank wegbleiben.“ Und apropos Strafen: In Spiel drei müssen die Red Bulls auf Verteidiger Yannic Seidenberg verzichten, der nach einem Foul für ein Spiel gesperrt wurde.

Mannheim hat die Serie gegen die Ice Tigers im Griff und führt nach zwei Spielen verdient mit 2:0. Das Duell in Nürnberg zeigte jedoch auch, dass selbst die Adler angreifbar sind. Nach dem Anschlusstreffer zum 2:4 kam der Hauptrundensieger ins Schwimmen und wenn Nürnberg diesen Schwung mit in die SAP Arena nimmt, ist ein Sieg gegen den Favoriten drin. Mannheims David Wolf gab sich jedoch unbeeindruckt: „Kein Spiel ist einfach und Nürnberg macht es uns definitiv nicht einfach. Wir haben diszipliniert gespielt und die Tore zum richtigen Zeitpunkt erzielt. Aufgrund dessen haben wir verdient gewonnen. Wir wissen, was wir können und müssen uns nun auf das nächste Spiel konzentrieren.“