Playoffs 2017

10. März 2017

Knacks oder weiter? Grizzlys und Eisbären brennen auf Revanche

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Berlin, Wolfsburg und Bremerhaven wollen vor heimischer Kulisse ausgleichen / Augsburg kann den Vorsprung im Curt-Frenzel-Stadion ausbauen

Das war bitter: 3,6 Sekunden fehlten Berlin zu einem Sieg in Mannheim. Matthias Plachta hatte jedoch etwas gegen eine Niederlage und glich für Mannheim mit seinem dritten Tor an diesem Abend aus, um in der Verlängerung auch noch den vierten Treffer parat zu haben. Nicht viel besser lief es für die Grizzlys, die in Köln in der Overtime ausgerechnet bei eigener Überzahl den entscheidenden Treffer kassierten.

Derweil macht sich Neuling Bremerhaven auf, vor heimischer Kulisse den ersten Sieg gegen den Meister einzufahren. In München ließen die Red Bulls nichts anbrennen und feierten einen 4:1-Erfolg. Nürnberg steht vor einer sehr schweren Aufgabe. In Spiel 1 unterlagen die Franken Augsburg mit 1:4 und mussten zusehen, wie sich die Panther mit dem Heimrecht in den eigenen Käfig zurückzogen. Jetzt ist es an den Ice Tigers, in Augsburg die richtige Antwort zu geben. Telekom Eishockey ist ab 19:15 Uhr überall vor Ort und SPORT1 meldet sich live vom Klassiker in Berlin.

„Wir haben viele Fehler, die wir in der Hauptrunde gegen sie gemacht haben, eliminiert. In Bremerhaven müssen wir genauso auftreten wie in Spiel eins“, so Meistertrainer Don Jackson nach dem Sieg der Red Bulls gegen Bremerhaven. Auf Seiten der Pinguins hielt Thomas Popiesch dagegen: „Wir müssen gar nicht in die Trickkiste greifen. Wir müssen nur das bringen, was uns über die Saison so stark gemacht hat: viel Energie, hohe Laufbereitschaft.“

3,6 Sekunden haben Berlin zum Sieg in Mannheim gefehlt, doch vor eigener Kulisse soll der Ausgleich gelingen. „Ohne Beiträge von der gesamten Mannschaft gewinnt man keine Spiele, das ist in der Hauptrunde so und auch in den Playoffs. Wir haben eine ausgeglichene Mannschaft mit vier Reihen und wenn alle auf dem Eis stehen, können wir mindestens mitspielen“, so Coach Uwe Krupp. Am Dienstag spielten die Berliner definitiv mit. „Die Eisbären haben ein super Spiel gemacht und werden mit viel Selbstvertrauen und Energie aus der Kabine kommen“, vertraut Adler-Coach Sean Simpson nicht darauf, dass der späte Ausgleich dem Gegner am Dienstag einen Knacks verpasst hat. „Schon in der Hauptrunde haben wir uns immer nur auf das nächste Spiel konzentriert. Damit waren wir erfolgreich. Warum sollten wir also jetzt etwas an dieser Einstellung ändern?“, stellte Stürmer Luke Adam eine rhetorische Frage in den Raum.

„Wir freuen auf eine großartige Stimmung“, hofft Grizzlys-Kapitän Tyler Haskins auf Unterstützung von den Rängen in Wolfsburg. Allerdings sind auch die Haie nicht alleine, denn 300 Anhänger unterstützen die Domstädter in Niedersachsen. Bevor es auf dem Eis jedoch hoch hergeht, steht eine Gedenkminute an. Die Grizzlys Wolfsburg verabschieden sich von ihrem ehemaligen Trainer Toni Krinner, der 2009 mit den Niedersachsen den Pokalsieg holte und in der vergangenen Woche verstarb. „Wir nehmen gemeinsam Abschied an dem Ort, an dem Toni mit uns große Erfolge gefeiert hat. Wir alle werden ihn nie vergessen und als einen warmherzigen Menschen Erinnerung behalten“, so Sportdirektor und Geschäftsführer Charly Fliegauf.

Nürnberg rannte gegen Augsburg an, doch am Ende fehlte den Franken dir Durchschlagskraft gegen die Panther. Matchwinner für den AEV war im ersten Vergleich auch Goalie Jonathan Boutin, der am Mittwochabend Beton anrührte. „Ich denke, wir haben ein ziemlich starkes Spiel gespielt. Es gab viele Strafen auf beiden Seiten, Augsburg hat ein paar Powerplaytore geschossen. Das war heute der Unterschied. Wir haben das Tor einfach nicht erzielt, als wir es gebraucht hatten. Augsburg hat ein starkes Auswärtsspiel gespielt, wir werden aber bereit für Freitag sein“, sagte Ice Tigers-Coach Rob Wilson nach der Partie. Kollege Mike Stewart blickte auf Seiten Augsburgs nur Minuten nach dem Sieg wieder nach vorn: „Wir können unseren Sieg heute genießen und müssen morgen zur Arbeit zurückzukehren.“ Das wird sicherlich nötig sein, denn die Ice Tigers werden nach der Niederlage gereizt reagieren und die Krallen ausfahren.