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02. April 2019

Klassiker: Adler empfangen Haie im Halbfinale

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Vier Siege sind zum Erreichen des Finales nötig / Spiel 1 am Dienstag um 19:30 Uhr / Live bei Magenta Sport und SPORT1

Traditionsduell am Dienstagabend: Um 19:30 Uhr erwartet Adler Mannheim die Kölner Haie auf dem Eis der SAP Arena. Es ist die achte Serie, die die beiden Kontrahenten in DEL-Playoffs ausfechten. Während die Adler sich nach dem 4:1 in der Serie gegen Nürnberg über eine Woche ausruhen konnten, setzte sich der KEC erst am Sonntag mit 4:3 gegen den ERC Ingolstadt durch. Magenta Sport und SPORT1 zeigen den Klassiker am 19:15 Uhr live.

129 Spiele bestritten Mannheim und Köln in 25 Jahren DEL gegeneinander. Bei drei Unentschieden gewannen die Adler 59 Partien und in 67 Spielen setzten sich die Haie durch. In den Playoffs ist die Bilanz eindeutiger für den KEC. Die Domstädter gewannen sechs von sieben bereits absolvierten Serien und gewannen dabei 20 von 29 Partien. Das letzte Treffen datiert aus dem Jahr 2016 als sich Köln in der 1. Playoff-Runde mit 2:1 durchsetzte.

In der laufenden Spielzeit wurden die Mannheimer ihrer vor der Saison angedachten Favoritenrolle gerecht. Mit sieben Punkten Vorsprung, vor dem Zweiten aus München, gewann das Team Headcoach Pavel Gross souverän die Hauptrunde. Im Viertelfinale schalteten die Adler die Thomas Sabo Ice Tigers aus Nürnberg mit 4:1 Spielen aus. Einzelne Akteure aus dem Mannheimer Kollektiv herauszuheben fällt schwer, da das Gross-Team durch alle Reihen ausgeglichen besetzt ist. Treffsicher zeigte sich im Viertelfinale gegen Nürnberg vor allem Markus Eisenschmid, der sechs Tore in fünf Partien erzielte. Auch in der Hauptrunde schlug der Sommer-Neuzugang voll ein, verbuchte 20 Tore und 22 Vorlagen. Im Tor vertrauen die Adler auf Goalie Dennis Endras, der alle fünf Partien gegen die Ice Tigers startete (Fangquote 88,98 %).

Den Haien gelang es gegen Ingolstadt als erst zweites Team in der DEL-Historie einen 1:3-Serien-Rückstand noch umzubiegen und mit drei Siegen in Folge eine Runde weiterzukommen. Beim KEC gilt, wie schon in der ganzen Saison, "der Star ist das Team". Wider aller Verletzungssorgen schaffte es die Mannschaft von Trainer Dan Lacorix, sich in jedem Viertelfinalspiel zu steigern. Doch auch für die Halbfinalserie gegen Mannheim kann das Haie-Lazarett keinen "Abgang" vermelden. Im Gegenteil: Für die Spieler Sebastian Uvira, Alexander Oblinger, Steve Pinizzotto und Corey Potter ist die Saison verletzungsbedingt vorzeitig beendet. Alexander Sulzer und Marcel Müller befinden sich weiterhin im Aufbautraining.

Mit nur zwei Tagen Pause gehen die Haie in das Duell mit Mannheim, allerdings dürfte Köln nach drei Siegen in Folge und der gedrehten Serie mächtig Rückenwind haben. Mannheim greift nach neun Tagen Pause ein. „Für den Spielrhythmus war die Pause natürlich nicht ideal. Da sind die Haie im Vorteil, zumal sie drei Siege in Serie eingefahren haben“, weiß Chefcoach Pavel Gross, dass es gegen die Haie wichtig sein wird, von Minute eins an bereit zu sein und Gas zu geben. „Wir haben die Intensität im Training hochgehalten, damit der Fokus nicht verloren geht. Außerdem konnten wir an ein paar Dingen arbeiten, die in der neutralen und defensiven Zone nicht gepasst haben“, hat das Trainerteam dafür gesorgt, dass die spielfreie Zeit optimal genutzt wurde.

Dass die Haie einen 1:3-Serienrückstand noch drehen konnten, hat Gross registriert: „Wir haben aber ohnehin genügend Respekt vor Köln. Die Top-Vier-Mannschaften stehen im Halbfinale. Jedes Team verfügt über viel Qualität. Wir müssen in jedem Fall als Einheit auftreten, denn egal, was wir schaffen, wir schaffen es nur zusammen.“ Stürmer Marcel Goc hingegen wird etwas konkreter: „Der Serienverlauf hat gezeigt, dass die Haie da sind, wenn es darauf ankommt. Sie können mit Drucksituationen umgehen und Rückschläge verkraften. Wir müssen dagegenhalten und einen Weg finden, das Forecheck der Haie zu durchbrechen und selbst Druck auszuüben.“

Bei den Domstädtern gab der Sportliche Leiter Mark Mahin derweil zu Protokoll: „Mannheim hat im Saisonverlauf bewiesen, dass es ein Topteam ist. Wir müssen wieder als Kollektiv mit viel Leidenschaft spielen.“ Haie-Kapitän Moritz Müller fügte hinzu: „Wir haben gezeigt, aus welchem Holz die Mannschaft geschnitzt ist.“