Lage der Liga

22. Januar 2018

"Jedes Spiel ist wie ein Playoff-Spiel"

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Nur sechs Punkte Abstand zwischen Platz fünf und elf / Teams benötigen einen langen Atem / Gross: "Wir kommen zurück" / Adduono "tief enttäuscht"

Wie nah Freud‘ und Leid‘ derzeit beieinander liegen, zeigt die DEL-Tabelle: Durch den 4:3-Erfolg über die Iserlohn Roosters haben sich die Fischtown Pinguins Bremerhaven auf Rang fünf geschoben. Sechs Punkte dahinter steht die Düsseldorfer EG – auf Rang elf. Vor nicht all zu langer Zeit sah da noch ganz anders aus.

Was man in der aktuellen Situation benötigt – und das gilt für alle Teams – ist ein langer Atem. Denn der Endspurt hat es in sich. „Jedes Spiel ist wie ein Playoffs-Spiel“, sagte Ingolstadts Trainer Doug Shedden nach dem verrückten 8:5-Sieg seiner Jungs bei den Grizzlys Wolfsburg. Der Lohn ist Platz sechs. Die Schanzer schöpfen ihr Potenzial zur richtigen Zeit aus.

Auch die Adler Mannheim sind heiß gelaufen. Nach dem „Betriebsunfall“ am Freitag in Krefeld heimste das Team von Coach Bill Stewart den vierten Sieg im fünften Spiel ein. Dass die Punkte gegen einen direkten Konkurrenten extrem wichtig waren, lag bereits zuvor auf der Hand. Die DEG flog dadurch aus den Playoff-Rängen.

Mannheims Garrett Festerling brachte es auf den Punkt: „Wir haben uns selbst in eine schwierige Situation gebracht, haben aber aus jedem Spiel etwas gelernt und uns so Stück für Stück wieder aufgebaut. Jetzt stehen wir wieder auf einem Playoff-Platz. Entsprechend war das Spiel gegen die DEG ein weiterer Schritt in die richtige Richtung.“ Und die zeigt bei den Adlern nach oben.

Wie es nicht laufen sollte, wenn man den letzten Strohhalm im Kampf um die Endrunde ergreifen will, zeigten die Krefeld Pinguine, die mit einem 1:7 in Augsburg nach Hause geschickt wurden. Martin Schymainski nahm kein Blatt vor den Mund und nannte den Auftritt seiner Mannschaft „einfach nur peinlich“.

Ebenso bedient zeigte sich Krefelds Trainer Rick Adduono. „Nach dem Spiel gegen Mannheim war ich noch stolz auf meine Mannschaft, heute bin ich total enttäuscht. Im ersten Drittel hatten wir mehr Schüsse, aber bei Augsburg war fast jeder Schuss ein Treffer. Wir haben insgesamt viel zu viele Fehler gemacht, vor allem in der Defensive. Ich erwarte am Dienstag in Iserlohn eine entsprechende Reaktion." Die Panther hoffen derweil immer noch auf die Qualifikation.

Schlusswort von Wolfsburgs Pavel Gross: „Du musst als Mannschaft 60 Minuten bereit sein. Da müssen wir wieder hin. Wir kommen zurück.“