Nachbericht

23.Oktober 2016

Grizzlys erobern Tabellenführung nach dem ersten Saisonviertel

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
@DELoffice

Köln und München lassen Punkte liegen / Berlin feiert Sieg gegen Mannheim / Roosters gegen Straubing erfolgreich / Krefeld gewinnt knappes Spiel in Schwenningen / Augsburg schlägt Düsseldorf

Die Grizzlys Wolfsburg beenden das erste Saisonviertel als DEL-Primus: Die Niedersachsen setzten sich gegen die Thomas Sabo Ice Tigers mit 2:1 durch und profitierten dadurch von den Ausrutschern des bisherigen Spitzenduos aus Köln und München. Während die Haie dem ERC Ingolstadt mit 1:5 unterlagen, mussten sich die Red Bulls im Duell des Meisters mit dem Neuling den Fischtown Pinguins mit 1:2 geschlagen geben. Die Eisbären Berlin entschieden den Klassiker gegen Mannheim mit 4:3 für sich, während sich die Krefeld Pinguine im Shootout mit 4:3 in Schwenningen durchsetzten. Augsburg besiegte die DEG 3:2 und Iserlohn schlug die Straubing Tigers nach 0:2-Rückstand mit 4:2.

Grizzlys Wolfsburg – Thomas Sabo Ice Tigers 2:1 (0:1, 0:0, 2:0)

Wolfsburg hatte mit Nürnberg einen schweren Gegner vor der Nase und den Beweis lieferten die Ice Tigers höchstselbst. Die Franken spielten mit hohem Tempo und gingen durch Kapitän Patrick Reimer (12.) in Front. Die Grizzlys versuchten alles, um die Partie zu egalisieren, fanden aber lange kein Durchkommen durch die Defensive der Gäste. Erst im Schlussabschnitt traf Gerrit Fauser (43.) zum 1:1. Die Niedersachsen drückten weiter auf das nächste Tor und Grizzlys-Topscorer Sebastian Furchner drehte die Partie in der 54. Spielminute zu Gunsten der Gastgeber. Die Ice Tigers versuchten in den verbliebenen Minuten noch einmal alles, aber die Defensive der Wolfsburger stand sicher.

Grizzlys-Kapitän Sebastian Furchner sagte im Anschluss an die Partie: „Die Tabellenführung ist eine schöne Momentaufnahme, aber mehr auch nicht. Interessant ist das Ergebnis nach 52 Spieltagen. Das war ein schweres Spiel gegen Nürnberg, aber wir sind hartnäckig geblieben und haben uns mit einem Sieg belohnt.“

Tore: 0:1 Patrick Reimer (12.), 1:1 Gerrit Fauser (43.), 2:1 Sebastian Furchner (54.)

Iserlohn Roosters – Straubing Tigers 4:2 (0:0, 1:2, 3:0)

Straubing reiste mit sechs Niederlagen in Folge in Iserlohn an, doch mangelndes Selbstbewusstsein war den Bayern nicht anzumerken. Die Tigers hatten zunächst mehr Spielanteile, verpassten es jedoch, diese im ersten Durchgang in Tore umzumünzen. Besser wurde es nach dem Seitenwechsel. In Überzahl legte Straubing einen Doppelschlag hin. Iserlohn, das sich zuvor langsam in die Partie gearbeitet hatte, brauchte einige Minuten, um sich von dem Rückschlag zu erholen, doch dann brachte Chad Bassen (39.) die Sauerländer auf ein Tor heran. Mit dem Treffer im Rücken ließen die Roosters nicht mehr locker und Straubing spielte den Hausherren mit Strafen in die Karten. Blair Jones (46.) traf in numerischer Überlegenheit zum Ausgleich und Boris Blank (49.) drehte das Spiel per Powerplaytor. Greg Rallo (54.) markierte den 4:2-Endstand.

Tore: 0:1 Sean Sullivan (33.), 0:2 Mike Connolly (34.), 1:2 Chad Bassen (39.), 2:2 Blair Jones (46.), 3:2 Boris Blank (49.), 4:2 Greg Rallo (54.)

Augsburger Panther – Düsseldorfer EG 3:2 (1:1, 1:0, 1:1)

Mit 6:2 besiegte die DEG am Freitag den ERC Ingolstadt und auch in Augsburg erwischten die Rheinländer dank Eduard Lewandowski (3.) den besseren Start. Die Panther berappelten sich jedoch schnell und lieferten sich mit Düsseldorf ein Duell auf Augenhöhe. Thomas Holzmann (16.) glich für den AEV vor der ersten Pause aus und nach dem Seitenwechsel war Aleksander Polaczek mit dem 2:1 zur Stelle, dem die Gäste lange hinterherliefen. Erst in der 52. Spielminute konnte Rob Collins für die DEG egalisieren, doch die Reaktion der Panther ließ nicht lange auf sich warten. Thomas Holzmann (54.) brachte die Schwaben erneut in Front. Düsseldorf versuchte zwar noch einmal alles, um Zählbares aus Augsburg mitnehmen zu können, doch die Hausherren ließen keinen weiteren Gegentreffer mehr zu.


Tore: 0:1 Eduard Lewandowski (3.), 1:1 Thomas Holzmann (16.), 2:1 Aleksander Polaczek (37.), 2:2 Rob Collins (52.), 3:2 Thomas Holzmann (54.)

Eisbären Berlin – Adler Mannheim 4:3 (1:1, 2:1, 1:1)

2935 | Eisbären Berlin - Adler Mannheim


13 Meistertitel versammelten sich beim Klassiker zwischen den Eisbären und den Adlern in der Hauptstadt und die Partie hielt, was die Begegnung versprach. Bereits in der ersten Spielminute schoss Jamie Tardif die Gäste in Front, die in der Folge das Zepter in der Hand hielten. Dennoch kam Berlin durch Jens Baxmann (10.) zum Ausgleich. Der zweite Abschnitt wurde zu einem Abziehbild des Ersten: Mannheim mit dem frühen Tor durch Chad Kolarik (21.) und viel Druck im Anschluss, aber erneut kamen die Eisbären in Persona von Darin Olver (35.) praktisch aus dem Nichts zum Ausgleich. Die Kurpfälzer benötigten einige Minuten, um sich zu schütteln und die Hausherren nutzten die Gelegenheit, um nach einem Treffer von Kyle Wilson (39.) erstmals in Front zu gehen. Mannheim war gefordert und lieferte: Aaron Johnson (45.) egalisierte für die Adler im ersten Powerplay der Partie. Es folgte ein offener Schlagabtausch, in dem die Eisbären dank Bruno Gervais (51.) das bessere Ende für sich hatten.


Tore: 0:1 Jamie Tardif (1.), 1:1 Jens Baxmann (10.), 1:2 Chad Kolairk (31.), 2:2 Darin Olver (35.), 3:2 Kyle Wilson (38.), 3:3 Aaron Johnson (45.), 4:3 Bruno Gervais (51.)

EHC Red Bull München – Pinguins Bremerhaven 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)

2926 | EHC Red Bull München - Pinguins Bremerhaven


Der Neuling zu Gast beim Meister. Klingt zunächst nach einer klaren Angelegenheit, aber die Fischtown Pinguins Bremerhaven waren in ihrer Premierensaison bereits für einige Überraschungen gut. Auch in München erwischten die Norddeutschen einen perfekten Start als Rob Bordson (6.) die Scheibe über einen gegnerischen Feldspieler in das Red Bulls-Tor schmuggelte. Die Antwort der Bayern überbrachte im zweiten Abschnitt Dominik Kahun (36.), der die Partie mit einem Remis in den Schlussabschnitt schickte. Hier brachte Rob Bordson die Scheibe auf das Münchener Gehäuse und Ross Mauermann (54.) stocherte den Puck zum Sieg der Pinguins über die Linie.

Tore: 0:1 Rob Bordson (5.), 1:1 Dominik Kahun (36.), 1:2 Ross Mauermann (54.)

Kölner Haie – ERC Ingolstadt 1:5 (0:1, 1:2, 0:2)

2917 | Kölner Haie - ERC Ingolstadt


Nach der 2:6-Niederlage am Freitag in Düsseldorf erwischte Ingolstadt im zweiten Teil der Rheinlandreise einen besseren Start und ging durch Petr Pohl (3.) früh in Front. In der Folge entwickelte sich eine muntere Partie, in der es jedoch beide Teams verpassten, sich wirklich zwingende Chancen zu erspielen. Auch nach dem Seitenwechsel waren lange keine weiteren Tore zu sehen. Der ERC prüfte zweimal das Metall und auch die Haie trafen zunächst nur das Gestänge, ehe Patrick Hager (39.) in Überzahl ein Schuss von Shawn Lalonde unhaltbar abfälschte. In die Pause ging es für den KEC dennoch mit einem Zwei-Tore-Rückstand, denn Petr Taticek traf nur wenige Sekunden später für die Gäste. Im Schlussabschnitt begann Köln mit viel Druck und drängte auf den erneuten Anschlusstreffer, doch gleich mit dem ersten Konter traf Danny Irmen (44.) zum 4:1 aus Sicht der Schanzer und damit zur Entscheidung. Thomas Greilinger markierte mit einem Emptynetter den 5:1-Endstand.

Tore: 0:1 Petr Pohl (3.), 0:2 Jean-Francois Jacques (30.), 1:2 Patrick Hager (39.), 1:3 Petr Taticek (40.), 1:4 Danny Irmen (44.), 1:5 Thomas Greilinger (60.)

Schwenninger Wild Wings – Krefeld Pinguine 3:4 (0:0, 1:2, 2:1, 0:0, 0:1) SO

2908 | Schwenninger Wild Wings - Krefeld Pinguine


Schwenningen und Krefeld mussten am Freitag jeweils eine Niederlage hinnehmen und sollte das Wochenende keine komplette Nullnummer werden, musste ein Sieg her. Nach 23 torlosen Minuten schoss Mike Collins die Gäste aus der Seidenstadt in Front und sechs Minuten später baute Herberts Vasiljevs den Vorsprung aus. Schwenningen agierte jedoch auf Augenhöhe mit den Pinguinen, war stets gefährlich und kam folgerichtig durch Jake Hansen (39.) zum Anschluss. Die Wild Wings nahmen den Schwung mit in den Schlussabschnitt und egalisierten durch Jérôme Samson (44.). Fünf Minuten schoss Stefano Giliati die Hausherren erstmals in Front, doch Daniel Pietta (56.) sorgte für eine Verlängerung in der Helios Arena. Nach dem diese torlos vorüberging, traf Herberts Vasiljevs im fälligen Shootout zum Sieg für Krefeld

Tore: 0:1 Mike Collins (24.), 0:2 Herberts Vasiljevs (30.), 1:2 Jake Hansen (39.), 2:2 Jérôme Samson (44.), 3:2 Stefano Giliati (50.), 3:3 Daniel Pietta (56.), 3:4 Herberts Vasiljevs (SO)