Nachbericht

18. November 2018

Ebner Düsseldorfs Derbyheld - Ingolstadt gewinnt Topspiel

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Adler hat's trotz 3:0-Führung erwischt / Aufholjagd und Torfestival in Iserlohn: Roosters ringen Wolfsburg 7:6 nieder / Ausgleich und Siegtor: DEG-Nationalverteidiger gelingt beim 3:2-Overtimesieg ein Doppelpack / 3:0 - Augsburgs Keeper Roy gegen Berlin unbewzungen / Meister gewinnt mit 4:3 gegen Straubing / Wild Wings feiern beim 2:0 in Nürnberg erstmals zwei Siege in Folge - Shutout für Strahlmeier / Bremerhavens siegt 3:2 in Krefeld, Corey Qiurk trifft doppelt

Die Serie der Adler Mannheim ist beendet: Durch eine 3:4-Niederlage nach Verlängerung im Topspiel beim ERC Ingolstadt haben die zuvor neun Mal in Folge erfolgreichen Kurpfälzer den zehnten Sieg in Serie verpasst. Auf die Tabelle hatte das keine Auswirkungen: Die Adler bleiben mit sechs Punkten Vorsprung auf München Erster, während Ingolstadt auf Rang vier steht. 

Die Iserlohn Roosters machten derweil nach einem Torfestival Boden gut. Der 7:6-Erfolg nach Overtime war ein Sieg der Moral. Bis zur 47. Minute hatte das Team von Trainer Rob Daum noch mit 3:6 hinten gelegen, ehe eine Aufholjagd in einem Sieg endete.

Thomas Larkin, David Wolf und Phil Hungerecker hatten die Adler im Topspiel nach rund 28 Minuten mit 3:0 in Führung gebracht. Dass ein Drei-Tore-Vorsprung im Eishockey kaum was bedeutet, sahen die Fans in der Saturn Arena dann: Petr Taticek in Unterzahl, Ville Koistinen mit einem Mann mehr auf dem Eis und David Elsner glichen nach der Pause aus. So musste die Overtime entscheiden. Thomas Greilinger entschied das Match zum 4:3 und fügte Mannheim die erste Niederlage nach neun Spielen zu.

In Iserlohn sahen die Fans bereits in den ersten 20 Minuten fünf Tore. Evan Trupp und Alexei Dmitriev trafen für Iserlohn, auf der Gegenseite waren Marius Möchel, Spenver Machacek und Cole Cassels erfolgreich. Der zweite Abschnitt verlief „relativ“ ruhig dagegen. Louie Caporusso und Brent Aubin bei den Gästen trugen sich in die Torschützenliste ein.

Im Schlussdurchgang war dann wieder Action angesagt. Sebastian Furchner und wieder Machacek drehten auf 6:3 zugunsten der Gäste – war es das? Nein. Justin Florek und Jon Matsumoto schlossen in einer hektischen Schlussphase an. Als Jung-Nationalspieler Lean Bergmann das 6:6 im Powerplay kurz vor Ende erzielte, stand der Seilersee Kopf. 36 Sekunden nach Beginn der Verlängerung war Topscorer Anthony Camara mit dem 7:6 zur Stelle.

Der EHC Red Bull München, die Düsseldorfer EG sowie die Augsburger Panther durften sich schon vorher über Siege am frühen Abend freuen. Während Meister München gegen die Straubing Tigers mit 4:3 gewann und damit Rang zwei festigte, gelang den Augsburger Panthern ein 3:0 über die Eisbären Berlin.

DEG-Nationalspieler Bernhard Ebner avancierte zum Matchwinner im Rhein-Derby bei den Kölner Haien. Beim 3:2-Overtime-Erfolg der Düsseldorfer zeichnete sich der Defender sowohl für den Ausgleich kurz vor Schluss als auch für das entscheidende Tor in der Verlängerung verantwortlich. Zuvor hatten Jason Marshall für die DEG und Lucas Dumont sowie Kai Hospelt für Köln getroffen.

In München jubelten die Tigers aus Straubing zunächst durch Marcel Brandt. Mark Voakes und Derek Joslin stellten jeweils im Powerplay auf 2:1. Max Daubners 3:1 konterte Steven Seigo zum Anschluss, aber Max Kastner machte mit dem 4:2 alles klar. Laganieres 4:3 zugunsten der Gäste kam zu spät.

Bereits nach 19 Sekunden hatte Scott Valentine seinen AEV in Führung gebracht. Im zweiten Abschnitt legte Drew LeBlanc das 2:0 nach und als Matt White kurz vor Ende des zweiten Abschnitts das 3:0 markierte, war das die Vorentscheidung. Der Schlussabschnitt blieb torlos und der Shutout für Olivier Roy war perfekt.

Fast 15.000 Zuschauer wurden Zeugen des zweiten Derbysieges der Düsseldorfer EG gegen die Kölner Haie. Beide Mannschaften ließen wenige Chancen zu. Bis rund vier Minuten vor dem Ende hatten die Hausherren mit 2:1 geführt, dann aber kam der Auftritt von Bernhard Ebner, der mit einem Doppelpack das Match entscheiden konnte. Haie-Verteidiger Alex Sulzer: „50 oder 55 Minuten war es ein gutes Spiel von uns. Wir haben aber zu wenig nach vorn gemacht.“

Glückgefühle erlebten in den ersten beiden Partien des Tages auch die Schwenninger Wild Wings sowie die Fischtown Pinguins Bremerhaven. Unter Neu-Trainer Paul Thompson scheint Schwenningen wieder neue Kraft gefunden zu haben. Nach seinen 4:3-Debütsieg nach Verlängerung gegen Meister München am Donnerstag feierte Thompsons Mannschaft am Mittag bei den Thomas Sabo Ice Tigers einen 2:0-Erfolg. Es war erst der zweite „Dreier“ in der laufenden Saison. Zuvor hatten die Wild Wings noch keine zwei Spiele in Folge gewinnen können. Dustin Strahlmeier durfte sich über einen Shutout freuen.

Perfekt starteten auch die Fischtown Pinguins Bremerhaven nach der Deutschland Cup-Pause. Das Team von Coach Thomas Popiesch setzte sich im „Frackträger-Duell“ bei den Krefeld Pinguinen mit 3:2 durch. Nach dem 2:1 am Freitag gegen Nürnberg ist damit das Sechs-Punkte-Wochenende perfekt. Krefeld und Nürnberg blieben derweil ohne Zähler. AMo