Playoff-Viertelfinale

Drei Teams mit „Matchpuck“, DEG und AEV kämpfen um die Führung

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Eishockey ab 14:00 Uhr / Adler bei Heimerfolg im Halbfinale / Ingolstadt kann in Köln alles klar machen / Red Bulls brauche nur noch einen Sieg / Ausgeglichene Ausgangslage bei Panther gegen DEG

Wer schafft den Halbfinaleinzug? Mit Adler Mannheim, dem EHC Red Bull München und dem ERC Ingolstadt haben gleich drei Mannschaften die Chance bereits nach fünf Spielen in die Runde der letzten vier einzuziehen. Zuvor müssen sie jedoch am Sonntagabend noch einmal schwere Aufgaben bestehen.

Die Mannheimer verpassten am Freitag den Sweep, aber können ab 16:30 Uhr vor heimischer Kulisse gegen die THOMAS SABO Ice Tigers den Sack zu machen. Um 17:00 Uhr startet das Spiel des amtierenden Meisters aus München, der nach dem 5:2-Erfolg in Berlin und dem 3:1 in der Serie auch an der Isar für klare Verhältnisse sorgen will. Im letzten Spiel des Tages sind die Ingolstädter nach dem knappen Overtime-Sieg vom Freitag in Köln gefordert. Die Haie werden alles daran setzen, die Serie noch einmal nach Ingolstadt zu bringen. Völlig offen ist hingegen die Serie zwischen den Augsburger Panthern und der Düsseldorfer EG beim Stand von 2:2. Das fünfte Spiel, in dem beide Kontrahenten die Möglichkeit haben, sich einen „Matchpuck“ zu erspielen, beginnt um 14:00 Uhr. Magenta Sport zeigt alles live und SPORT1 meldet sich live aus München.

Nachdem bereits beide Mannschaften in dieser Serie führten, steht es vor dem fünften Spiel wieder Unentschieden. Die Augsburger Panther konnten durch das 2:1 in Düsseldorf das Heimrecht wieder auf ihre Seite ziehen. Dementsprechend zufrieden sprach Daniel Schmölz nach der Partie von einem super Auswärtsspiel, in dem sie alles richtig gemacht hätten. DEG-Kapitän Alexander Barta analysierte hingegen: „Wir sind unglücklich mit 0:2 in Rückstand geraten und haben es in der Folge verpasst, unsere Chancen zu nutzen“. Nach den knappen Auswärtssiegen in Spiel drei und vier kann es am Sonntagnachmittag erneut eng im Curt-Frenzel-Stadion hergehen.

Eine vermeintlich klare Ausgangssituation liegt beim fünften Spiel der Adler Mannheim gegen die THOMAS SABO Ice Tigers vor. Der Hauptrundensieger aus der Kurpfalz hat alle Karten in der Hand, um den Halbfinaleinzug perfekt zu machen. Die Nürnberger konnten zwar das vierte Spiel in der Overtime für sich entscheiden, sind dennoch der klare Außenseiter bei den Adlern. Mannheims Trainer Pavel Gross schätzte die Lage nach der Niederlage wie folgt ein: „Nürnberg hat das entscheidende Tor geschossen und bewiesen, dass sie das starke Team sind, von dem wir seit Serienbeginn reden. Beide Mannschaften hatten die Chance auf den Sieg, aber wir müssen uns cleverer anstellen. Wir werden am Sonntag wieder unseren Job machen und noch stärker spielen.“

Der Münchner scheinen nach zähem Start in die Viertelfinalserie gegen Berlin mit den klaren Siegen in den Spielen drei und vier (4:1 und 5:2) in Fahrt gekommen zu sein. Vor heimischer Kulisse hat der amtierende Meister nun „Matchpuck“ und die Möglichkeit auf eine freie Woche vor den Halbfinals. Selbstverständlich geben sich die letztjährigen Finalisten aus der Hauptstadt noch nicht geschlagen und hoffen auf eine Aufholjagd. Stéphane Richter sagte nach dem letzten Spiel: „Wir haben das letzte Drittel 2:1 gewonnen. Das müssen wir für Sonntag in München mitnehmen. Für uns geht es jetzt um alles. Wir werden alles geben. Wir dürfen kein Spiel mehr verlieren und werden am Sonntag alles dafür tun, um am nächsten Freitag wieder in der Mercedes-Benz Arena zu sein.“

Bereits drei der vier Spiele in der Serie zwischen den Kölner Haien und dem ERC Ingolstadt wurden erst nach Overtime entschieden. Folglich sprach der Ingolstädter Coach Doug Shedden trotz der 3:1-Führung und der Möglichkeit, den Einzug in die Vorschlussrunde zu sichern, von einem „harten Kampf“, der sie in der Lanxess Arena in Köln erwarte. Haie-Trainer Dan Lacroix haderte nach dem letzten Spiel über Ausgang der Partie, zeigte sich aber positiv im Hinblick auf Spiel fünf: „Wir hatten heute genug Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden. Mir hat unser intensives Spiel gefallen. Aber: Wenn man die Chancen in den Playoffs nicht nutzt, wird man bestraft. Wir haben Spieler mit viel Charakter und werden uns das Momentum zurückholen.“