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26. April 2019

„Do or die“: Red Bulls unter Zugzwang – Adler wollen siebten DEL-Titel perfekt machen

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Adler mit einer Hand am Pokal / Nur noch ein Sieg fehlt / Titelverteidiger München mit dem Rücken zur Wand / Magenta Sport und SPORT1 ab 19:15 Uhr live dabei

Kürt sich Mannheim zum Meister? Der Hauptrundensieger kann mit einem Heimsieg am Freitagabend den Sack zu machen und sich zum siebten Mal den DEL-Titel sichern. Damit würden die Adler nach Titeln mit Rekordmeister Berlin gleichziehen. Die Red Bulls, die im bisherigen Finale nur auswärts in Mannheim treffen konnte, werden alles daran setzen, die Serie noch einmal nach München zu holen. Magenta Sport und SPORT1 melden sich ab 19:15 Uhr live aus der SAP-Arena.

Der Angriff macht im Finale 2019 bisher den Unterschied. Während die Adler in den ersten vier Spielen bereits elfmal einnetzten, kommen die Red Bulls gerade einmal auf drei Tore in vier Spielen. Dabei blieb der Titelverteidiger vor heimischer Kulisse sogar ohne eigenen Treffer. Sollten die Bayern am Freitagabend verlieren, wären sie nicht nur als DEL-Champion abgelöst, sondern auch definitiv das erste Team, dass in einem DEL-Finale im Modus „Best of seven“ ohne eigenen Treffer blieb.

Ein entscheidender Faktor dafür ist sicherlich Mannheims Goalie Dennis Endras, der in den vier Spielen gerade einmal dreimal hinter sich greifen musste. Mit seinen beiden Shutouts in München ist Endras der erste Torhüter, der einem DEL-Finale zweimal ohne Gegentreffer blieb. Ganz nebenbei stellte der 33 Jahre alte Schlussmann mit seinem vierten Shutout in den Playoffs 2019 den Rekord von Boris Rousson ein, der in den Playoffs 2000 ebenfalls viermal ein perfektes Spiel ablieferte.

Dabei ging es für München in Spiel 4 gut los. Der Titelverteidiger erspielte sich gute Chancen, während Torhüter Danny aus den Birken seinen Kasten gegen die Angriffe der Adler sauberhielt. Da den Red Bulls jedoch kein eigener Treffer gelang, reichten Mannheim 126 Sekunden im zweiten Drittel, um die Partie an der Isar zu entscheiden.

Mit der Niederlage in Spiel 4 und dem 1:3 in der Serie stehen die Red Bulls unter Zugzwang. Das weiß auch EHC Kapitän Michael Wolf, der sich trotzdem kämpferisch gibt: „Es ist noch nicht vorbei. Wir blicken nach vorne und wollen das Spiel in Mannheim gewinnen. Wir werden alles daransetzen, ein sechstes und dann auch ein siebtes Duell zu erzwingen.“

Davor warnt auch Adler-Angreifer David Wolf, der den Gegner noch nicht abschreibt: „Das war das erwartet heiße Spiel. München steht jetzt mit dem Rücken zur Wand und wird uns am Freitagabend alles entgegenwerfen. Sie verfügen über genug Qualität im Kader, sodass wir von der ersten Minute an das spielen müssen, was uns stark macht, was wir am besten können.“