PENNY DEL

15. Juli 2020

Die DEL trauert um Albrecht Schmitt-Fleckenstein

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Der „Macher“ der DEL-Übertragungen bei Magenta Sport ist unerwartet verstorben

Er war ein kreativer Kopf, ein Pionier und ein Förderer von Talenten. Wer mit Albrecht Schmitt-Fleckenstein, der zumeist nur kurz „Ali“ gerufen worden war, zu tun hatte, der konnte sich seinem Ideen-Reichtum und seinem Enthusiasmus und seiner Begeisterung für spannende, interessante Projekte nicht entziehen. Das Beschreiten neuer Pfade lag dem Vollblut-Fernseh-Macher quasi in den Genen.

Als die Deutsche Telekom 2016 die Medienrechte der DEL erwarb, war es seine Aufgabe, innerhalb kürzester Zeit mit seiner Firma thinXpool die Produktion von 400 Spielen auf 14 verschiedenen Arenen zu organisieren. Eine Herkulesaufgabe, die er mit seinen Mitstreitern mit Bravour stemmte.

Das Ergebnis waren hochwertige Berichterstattungen, die über die Jahre mit neuen Kameraperspektiven und „Cable Guys“ weiter aufgewertet wurde. Egal, wie stressig es vor und hinter den Kulissen auch gewesen sein mag: „Ali“ blieb stets gelassen, nahm sich Zeit für die Belange seiner Leute und die der DEL – und vergaß dabei nicht, Kommentatoren- und Moderatoren-Talente zu scouten.

Auch für die Übertragungen der Spiele der BBL war Albrecht Schmitt-Fleckenstein mit thinXpool verantwortlich und war auch hier der Kopf hinter den Erfolgen – dabei blieb „Ali“ stets zurückhaltend und der unprätentiöse „Motor im Hintergrund“. Selbst als die easyCredit BBL bzw. MagentaSport/Basketball im vergangenen Jahr in Hamburg mit dem Deutschen Sportjournalistenpreis für die „Beste Sportsendung“ausgezeichnet worden war, hatte es Schmitt-Fleckenstein dem überraschten Team-Mitglied Arne Malsch überlassen, den Preis in Empfang zu nehmen und die Dankesrede zu halten.

Dass er jetzt, im Alter von nur 59 Jahren, unerwartet gestorben ist, hat nicht nur in der Medien-Landschaft für große Bestürzung gesorgt. Auch die Deutsche Eishockey Liga trauert um „Ali“, der nicht nur ein Profi auf seinem Gebiet war, sondern auch ein Mensch, der das Fernsehen lebte und liebte und stets ein offenes Ohr für die Belange des Sports und des Eishockeys hatte. Die Übertragungen der Deutschen Eishockey Liga bei Magenta Sport werden für immer mit seinem Namen verbunden sein.