Nationalmannschaft

04. September 2016

Der Showdown: Alles oder Nichts

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion
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Heute entscheidet sich, ob das deutsche Eishockey bei den Olympischen Spielen 2018 dabei sein wird

Es ist angerichtet, der ultimative Showdown für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft steigt am Abend: Heute (ab 16.55 Uhr, live bei SPORT1) steht dem Team von Bundestrainer Marco Sturm das wohl wichtigste Spiel des Jahres bevor. Im finalen Endspiel bei der Olympia-Qualifikation Gastgeber Lettland entscheidet sich, wer von den Kontrahenten an den Olympischen Spielen 2018 im südkoreanischen Pyeongchang teilnehmen wird. Ein Spiel ‚Alles oder Nichts’.

Einen Favoriten auszumachen, scheint fast unmöglich. Zu viele Pros und Contras stehen auf beiden Seiten. Eine wichtige Tatsache, die für die deutsche Auswahl spricht, sind nicht nur die Ergebnisse. Beim 5:0 gegen Japan und 6:0 über Österreich holte sich die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes e.V. (DEB) nicht nur das nötige Selbstvertrauen, sondern nutzte diese beiden Spiele auch, um sich noch besser aufeinander abzustimmen. Ein wichtiger Punkt vor dem heutigen Match.

Von großem Vorteil ist weiterhin, dass sich bislang kein Spieler verletzt, so dass Sturm seinen Kader am Abend unverändert lassen kann. Das ist insofern wichtig, als dass bisher alle vier Sturmreihen in des Gegners Kasten trafen. Damit ist die Nationalmannschaft für den Gegner noch schwerer auszurechnen. Und auch die Defensive stand bisher ihren Mann: Philipp Grubauer ließ in den bisher 120 gespielten Minuten keinen Gegentreffer zu.

Dem Keeper der Washington Capitals sowie seinen Vorderleuten dürfte es nur Recht sein, wenn es heute genauso laufen würde. Jedoch gibt man sich im deutschen Lager keinen Illusionen hin und weiß um die Schwere der Aufgabe, die nicht mit den bisherigen Partien vergleichbar ist. „Wir spielen nicht nur gegen Lettland, sondern auch gegen das Publikum“, weiß Bundestrainer Marco Sturm.

Bundestrainer Marco Sturm

Wir spielen nicht nur gegen Lettland, sondern auch gegen das Publikum.


Allerdings kann der Druck, der besonders auf dem Gastgeber vor den eigenen Fans lastet, auch hemmen. Beim 3:1 der Letten gegen Japan am Freitag tat sich die Mannschaft lange schwer, Japan hatte beim Stande von 1:2 den einen oder anderen Alleingang, die Partie drohte zu kippen. Auf den Rängen machte sich ob dieser Tatsache merklich Unruhe breit, vereinzelnd gab es sogar Pfiffe gegen das eigene Team.

Wie auch immer die Konstellation am Abend sein mag, erwartet wird eine Begegnung auf des Messers Schneide. „Es werden Kleinigkeiten entscheiden“, sagte Kapitän Marcel Goc und ergänzte: „Nur wer die richtigmacht und die eigene Fehlerquote geringhält, kann erfolgreich sein. Wir sind jedenfalls bereit.“