Playoffs 2017

07. März 2017

Der Neuling fordert den Meister, Klassiker im Mannheim

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Sechs Clubs am Dienstagabend im Einsatz / Nürnberg und Augsburg ziehen am Mittwoch nach / Alles live bei Telekom Eishockey / Herberts Vasiljevs gibt sein Debüt am Mikrofon

Mit Vollgas weiter Richtung Titel: Acht Clubs sind noch im Rennen um die Meisterschaft und am Dienstagabend starten sechs Clubs in das Viertelfinale. In München trifft der DEL-Neuling aus Bremerhaven auf Titelverteidiger EHC Red Bull München. In der Hauptrunde gewannen die Pinguins beide Duelle an der Isar und geht es nach den Seestädtern, kann diese Serie gerne fortgesetzt werden. Gleichzeitig steigt in Mannheim das erste Kräftemessen im Klassiker zwischen den Adlern und den Eisbären Berlin. Beide Clubs gehen mit der geballten Erfahrung von jeweils neun Finalteilnahmen und insgesamt 13 Meistertiteln in das Duell. In Köln treffen die Grizzlys auf die heimischen Haie und diese Serie könnte im Zeichen der Goalies stehen. Immerhin trifft „Torhüter des Jahres“ Gustaf Wesslau auf Rekord-Schlussmann Felix Brückmann. Nürnberg und Augsburg starten derweil am Mittwochabend in das Viertelfinale. Telekom Eishockey ist in allen Stadien ab 19:15 Uhr live dabei und in Mannheim ist Herberts Vasiljevs nur wenige Tage nach seinem Karriereende als Experte am Mikrofon.

EHC Red Bull München – Pinguins Bremerhaven

Der beste Neuling der DEL-Geschichte fordert Meister München. Bis zu dieser Saison waren die Red Bulls der beste Aufsteiger ins Oberhaus, erreichten sie doch in der Saison 2010/11 auf Anhieb die 1. Playoff-Runde. Die Pinguins gingen jedoch noch einen Schritt weiter: In zwei Spielen warfen die Seestädter den ERC Ingolstadt aus dem Wettbewerb und stehen jetzt im Viertelfinale. Die Leistung der Norddeutschen mussten auch die Bayern anerkennen. Der DEL-Aufsichtsratsvorsitzende Jürgen Arnold aus Ingolstadt erklärte nach dem Aus der Schanzer: „Bremerhaven hat zu Recht gegen uns gewonnen. Die Pinguins waren das bessere Team. Was Bremerhaven in dieser Saison zeigt, ist ein kleines Eishockey-Wunder. Man muss anerkennen, dass Alfred Prey und Hauke Hasselbring in der Vorbereitung auf die Saison ganze Arbeit geleistet haben.“

Das musste auch schon der Meister erfahren. In der Hauptrunde gewannen die Seestädter beide Spiele in München. Da sich aber die Red Bulls jeweils an der Küste revanchierten, haben die beiden ungleichen Gegner eine ausgeglichene Bilanz. Dennoch geht der Titelverteidiger mit einer gänzlich anderen Ausgangssituation ins Titelrennen. München holte sich am letzten Spieltag die Tabellenführung von Mannheim zurück und geht nach 2016 erneut von der Pole in das Rennen um den Pott.

Adler Mannheim – Eisbären Berlin

In Mannheim steigt ein Klassiker der DEL-Playoffs. Der sechsmalige Meister trifft auf den siebenmaligen Champion, zwei neunmalige Finalteilnehmer kämpfen um den Einzug in die nächste Runde: Die Adler empfangen die Eisbären Berlin. Während Mannheim souverän ins Viertelfinale einzog, stand der Einzug in die Playoffs für die Hauptstädter lange auf der Kippe. Erst mit einem Schlussspurt – zehn Punkte aus vier Spielen – sicherten sich die Eisbären die Verlängerung der Saison. Der erste Teil lief für die Berliner gut. In der 1. Playoff-Runde wurde Konkurrenz Straubing in zwei Spielen ausgeschaltet. Die Bilanz der Viertelfinalkontrahenten war in der Hauptrunde ausgeglichen. Beide gewannen jeweils ihre Heimspiele.

Kölner Haie – Grizzlys Wolfsburg

Im Hauptrundenendspurt schwächelten die Haie ein wenig. Drei Niederlagen in Folge kassierte der KEC – darunter ein 0:1 gegen den Viertelfinalgegner aus Wolfsburg. Nach neun Tagen ohne Spiel dürfte Köln jedoch Zeit gefunden haben, sich wieder zu sammeln und konzentriert in die Playoffs zu starten. Das 0:1 am 50. Spieltag in der LANXESS arena ist ein Ausblick auf die kommenden Playoff-Spiele. Bei den Haien steht mit Gustaf Wesslau der „Torhüter des Jahres“ im Tor und auch die Grizzlys sind zwischen den Pfosten bestens gerüstet. Torwart Felix Brückmann war bei der Wahl in den Top3 und hat im Laufe der Saison zwei Rekorde aufgestellt. Am 7. Dezember 2016 feierte Brückmann als erster DEL-Torhüter seinen vierten Shutout in Folge und erst am folgenden Spieltag kassierte der Grizzlys-Goalie nach 315:01 Minuten wieder ein Gegentor. Damit wurde die alte Bestmarke von Ian Gordon, 213:16 Spielminuten, förmlich pulverisiert.