CHL

23. August 2018

DEL-Teams bereit für den Kampf um die europäische Krone

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Kevin Gaudet, Trainer von CHL-Neuling Thomas Sabo Ice Tigers: „Es ist eine große Ehre, in der Champions Hockey League spielen zu dürfen.“

Ab 30. August beginnt für Red Bull München, die Eisbären Berlin und die Thomas Sabo Ice Tigers die Champions Hockey League. Die DEL-Vertreter wollen im Duell mit Europas besten Teams hoch hinaus.

Eine Woche vor dem ersten Bully trafen sich die drei beteiligten DEL-Teams am Donnerstag bei einem Deutschen CHL Media Meeting in Berlin mit Medienvertretern. Meister EHC Red Bull München (Head Coach Don Jackson und Captain Michael Wolf), Vize-Meister Eisbären Berlin (Head Coach Clémént Jodoin und Spieler Florian Busch) sowie Playoff-Halbfinalist Thomas Sabo Ice Tigers (Head Coach Kevin Gaudet und Captain Patrick Reimer) sprachen dabei über ihre Ziele sowie ihre Gegner in der Gruppenphase.

Für die Champions Hockey League ist es die zweite Saison mit neuem Format, bei welchem sich alle 32 Teams ausschließlich über sportliche Leistung in ihrer heimischen Liga qualifiziert haben. „Die Einführung der sportlichen Qualifikation hat sich als goldrichtig erwiesen und unseren Wettbewerb massiv gestärkt“, sagte CHL-CEO Martin Baumann. „Das neue Format hat die ohnehin bereits hohe Qualität auf dem Eis noch einmal gesteigert. Die Coaches und Spieler wollen diese sportliche Challenge nicht missen und kämpfen um die Qualifikation. Wer sie verpasst, der ärgert sich.“

Deutsche Teams mit Potential

Die CHL-Saison 2018/19 beginnt am 30. August und endet am 5. Februar 2019 mit dem Finale, welches in einem einzelnen Spiel ausgetragen wird. Das Teilnehmerfeld besteht aus 19 Teams der vergangenen Saison, zehn Rückkehrern sowie drei Neulingen. Die DEL stellt als Fünfte des aktuellen CHL League Rankings drei Teilnehmer.

„Die DEL-Teams haben ihr Potential in der CHL noch nicht ganz abrufen können. Sie waren solide unterwegs, müssen aber über sich herauswachsen, um die Favoriten aus dem Norden ärgern zu können“, sagte CHL-CEO Martin Baumann. „Dies wäre nicht nur fürs deutsche Eishockey, sondern auch für uns als Produkt extrem wichtig. Ein deutsches CHL-Märchen würde dem Wettbewerb auf einen Schlag zu massiv mehr Aufmerksamkeit verhelfen.“ Die Erfahrungen aus der Schweiz und Tschechien hätten gezeigt, dass das Zuschauerinteresse landesweit nachhaltig steigt, sobald Teams außerordentliche sportliche Leistungen an den Tag legten – wie z.B. eine Halbfinalqualifikation.

Mit JYP Jyväskylä aus Finnland holte sich im Februar erst mal ein nicht-Schwedisches Team den CHL-Titel. Mit dem EHC Red Bull München und Adler Mannheim qualifizierten sich zwei DEL-Teams für die Playoffs; sie scheiterten aber beide am ersten Gegner. Die Grizzlys Wolfsburg schafften es bei ihrer zweiten CHL-Teilnahme knapp nicht in die K.o.-Runde.

Statements

Don Jackson, Coach EHC Red Bull Munich: „Wir spielen in der CHL, um den Pokal zu gewinnen. Auch möchten wir das deutsche Eishockey auf das nächste Level bringen. Wir freuen uns immer wieder sehr, Teil der Champions Hockey League zu sein. Nottingham hat es in der letzten Saison gezeigt – jeder kann außerordentliche Leistungen erbringen; ich denke gar, jeder kann die CHL gewinnen.“

Michael Wolf, Spieler EHC Red Bull München: „Wir freuen uns auf alle unsere Gegner. Es ist eine Gruppe mit enorm hoher Qualität, aber das ist durch das neue CHL-Format natürlich in jeder Gruppe so. Nach drei Meistertiteln in Deutschland ist es nun auch unser Ziel die Champions Hockey League zu gewinnen.“

Clémént Jodoin, Coach Eisbären Berlin: „Als Coach in Deutschland möchte ich in erster Linie erfolgreiche deutsche Teams sehen. Egal ob wir es sind, Bull München oder Nürnberg – wir müssen das deutsche Eishockey international repräsentieren. Die größte Verantwortung der Spieler liegt darin, ihr Land in der CHL bestmöglich zu vertreten. Das Eishockey in Deutschland ist gut, aber es muss besser werden. Das geht nur, indem man gegen die Besten spielt.“

Florian Busch, Spieler Eisbären Berlin: „Die Fans dürfen sich auf eine tolle Stimmung im ‘Welli’ freuen – es riecht nach Bratwurst und Bier. Es wird extrem laut sein und wird einmalig.“

Kevin Gaudet, Coach Thomas Sabo Ice Tigers: „Es ist eine große Ehre, in der Champions Hockey League spielen zu dürfen. Man hat die Chance, gegen die besten Teams aus ganz Europa anzutreten, und könnte gegen diese Gegner Meister werden. Wenn man dann sagen kann, man sei der Beste in Europa, bedeutet das schon etwas.“

Patrick Reimer, Spieler Thomas Sabo Ice Tigers: „Es ist eine große Auszeichnung für unseren Club, dass wir zum ersten Mal in der CHL dabei sind. Wir freuen uns, uns mit den besten Mannschaften in Europa messen zu können und hoffen, dass wir auch konkurrenzfähig sind und in die nächste Runde kommen. Grundsätzlich ist es einfach auch schön, gegen andere Teams zu spielen. Nach 15 Saisons in der DEL mit jeweils vier Partien gegen die gleichen Gegner ist es eine sehr gute Abwechslung, mal andere Gesichter zu sehen.“

Spielplan

DEL-Champion EHC Red Bull München, die Eisbären Berlin und die Thomas Sabo Ice Tigers starten am 31. August in die Königsklasse. Während die beiden DEL-Finalisten von 2018 mit einem Heimspiel-Wochenende beginnen, müssen die Ice Tigers zunächst auswärts ran. Alle drei DEL-Vertreter bestreiten am 16. Oktober ihr letztes von sechs Spielen in der Gruppenphase.

Die beiden Gruppenersten erreichen die Playoffs, die mit dem Achtelfinale beginnen. In zwei Spielen wird der Sieger ausgespielt, der die nächste Runde erreicht. Das Finale findet am 5. Februar 2019 statt und wird in einer Partie entschieden. Gastgeber des Endspiels ist der Finalist, der nach der Gruppenphase besser plattiert war.

Gruppenphase

30. August bis 17. Oktober 2018 (1. Spieltag: 30./31. August, 2. Spieltag: 1./2. September, 3. Spieltag: 6./7. September, 4. Spieltag: 8./9. September, 5. Spieltag: 9./10. Oktober, 6. Spieltag 16./17. Oktober)

Playoffs

Achtelfinale: 6. und 20./21. November 2018
Viertelfinale: 4./5. Dezember und 11. Dezember 2018
Halbfinale: 8./9. Januar und 15./16. Januar 2019
Finale: 5. Februar 2019