EISHOCKEY GALA

11. März 2018

DEL-Gala glänzte Silber

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Standing Ovations für Nationalspieler in Straubing / Seidenberg: „Top-Veranstaltung“ / Jürgen Arnold sorgte für Lacher / Jede Menge Selfies und Autogrammwünsche

Silberner Glanz bei der Eishockey-Gala: Gleich zu Beginn der Veranstaltungen hatten die rund 280 Gäste in Straubing Gänsehaut. Ein zusammengeschnittener Trailer über die Silber-Sensation der Eishockey-Nationalmannschaft eröffnete die Festivität am Samstag, bei der die besten DEL-Spieler der laufenden Saison geehrt wurden. Als ein Teil der anwesenden Nationalspieler sowie das Team Staff auf die Bühne geholt wurden, erhoben sich alle Anwesenden von ihren Plätzen und spendeten minutenlangen Applaus.

„Das, was ihr in Südkorea geleistet habt, hat uns alle mächtig stolz gemacht“, lobte DEL-Aufsichtsrastboss Jürgen Arnold freudestrahlenden Medaillengewinner. Damit drückte Arnold das aus, was alle im Saal dachten. Die Bilder der Olympischen Spiele dicht vor Augen. Arnold flachste: „Meine Frau ist im Finale im Bett neben mir immer wieder eingenickt. Als Jonas Müller das 3:2 gegen Russland geschossen hat und wir auch noch zwei Minuten Überzahl hatten, habe ich sie immer wieder geschlagen und geschrien: Jetzt holen wir Gold, jetzt holen wir Gold.“ Arnolds erquickende Beschreibung seines Familien-Innenlebens brachte den Saal vor Lachen zum Toben. Arnold lächelte: „Ich darf das hier jetzt so erzählen, meine Frau ist heute Abend ja nicht hier.“

Auch sonst waren alle Beteiligten voll des Lobes über die Veranstaltung. „Das ist hier super organisiert, das Essen ist vorzüglich und das Programm kurz und knackig“, schwärmte Yannic Seidenberg, der zum Verteidiger des Jahres gewählt wurde. „Ich kann das alles gar nicht so richtig fassen. Erst Olympia-Silber und jetzt Verteidiger des Jahres. Ich brauche dringend mal Ruhe, um das alles zu verarbeiten.“

Dick abgeräumt hatte aber ein anderer: Keith Aucoin heimste den Titel Stürmer des Jahres und den des Spielers des Jahres ein. „Das ist der Verdienst einer ganzen Mannschaft. Ohne meine Mitspieler holt man solch einen Titel nicht“, sagte der 39 Jahre junge Mann aus Kanada. Auch Aucoin war vom Drumherum der DEL-Gala begeistert: „Die ganzen Reden habe ich ja nicht so richtig verstehen können, ich weiß aber, dass alle, die hier waren, ihre Preise mehr als redlich verdient haben. Ich bin sehr stolz darauf, zu diesem erlauchten Kreis zu gehören.“

Dustin Strahlmeier freute sich über die Auszeichnung zum Torhüter des Jahres. „Es war eine bewegende Saison für uns. Wir haben die Playoffs erreicht und sind leider zu früh ausgeschieden. Jetzt versuche ich das alles erstmal aufzuarbeiten und dann trainiere ich schon wieder.“ Thomas Popiesch bekam großen Applaus für den Award „Trainer des Jahres“. „Das Lob gebührt aber allen in Bremerhaven, die dort fantastische Arbeit abliefern. Damit meine ich die Mannschaft genauso wie alle Mitarbeiter der Geschäftsstelle und unsere Fans.“

Bundestrainer Marco Sturm und die Nationalspieler kamen aufgrund der zahlreichen Autogramm- und Fotowünsche kaum zum Essen. „Aber das ist egal. Das machen wir gern. Wir freuen uns, dass die Leute jetzt so großes Interesse an uns haben“, sagte ein gut gelaunter Bundestrainer. Und Patrick Reimer flachste: „Ich bin richtig beleidigt, dass ich nicht zum dritten Mal Spieler des Jahres wurde.“ Der Nürnberger schob nach. „Nein, das war natürlich nur ein Spaß. Keith hat es sich total verdient. Ich freue mich für ihn.“

Alle Anwesenden waren in einem Punkt einer Meinung:  Der Eishockey-Sport in Deutschland hat eine ganz neue Bedeutung bekommen. „Das müssen wir nutzen und die Kinder zum Eishockey bringen“, meinte Reimer und DEB-Präsident Franz Reindl bestätigte die Worte von DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke: „Der Nachwuchs sollte von diesem Hype profitieren. Je mehr Kinder zum Eishockey kommen, desto größer die Breite. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass wir die Grundlagen für die Zukunft legen.“ Der Beginn wurde bereits gemacht.