Vorschau, 1. Spieltag

14. September 2018

Das Warten hat ein Ende: Start in die 25. DEL-Saison!

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Final-Neuauflage Berlin gegen München live bei Telekom Sport und SPORT1 / Derby in Straubing / Wolfsburg reist nach Iserlohn / Haie erwarten 15.000 Fans zum Auftakt gegen Augsburg / Ambitionierte Adler müssen gegen DEG ran / "Frackträger-Duell" in Krefeld / Schwenningen empfängt Nürnberg

Das Warten hat ein Ende! Endlich wieder Eishockey in der DEL. Alle 14 Mannschaften starten am Abend in die 25. DEL-Saison. Fans, Spieler und Verantwortliche können den Auftakt kaum noch abwarten. Fünf, sechs Wochen Vorbereitung liegen hinter den Teams. Mal besser, mal schlechter. Doch das alles zählt jetzt nicht mehr. Schließlich geht es ab jetzt um Punkte – und nur die zählen.

Meister EHC Red Bull München sieht sich dabei dem gleichen Gegner gegenüber wie im letzten Spiel des Vorjahres-Finals: Den Eisbären Berlin. Die Neuauflage findet allerdings in der Bundeshauptstadt statt. Genau 141 Tage nach dem entscheidenden siebten Spiel (SPORT1 und Telekom Sport übertragen live). „Das wird ein enges Spiel, in dem es auf Kleinigkeiten ankommen wird“, sagt Münchens Yannic Seidenberg.

Der Silber-Held weiter: „Wir sind topfit und freuen uns, dass es endlich losgeht.“ Auch Kapitän Michael Wolf blickt zuversichtlich auf die erste Partie: „Die Mannschaft ist gut drauf, auch wenn wir noch an ein paar Dingen arbeiten müssen. Das ist aber ganz normal. Unsere neuen Spieler haben sich bisher stark eingebracht und machen einen super Job.“

Auch die Eisbären freuen sich auf den Start. „Wir sind gut vorbereitet, jeder weiß, was er zu tun hat. Wir wollen ein neues Buch schreiben, über eine erfolgreiche Eisbären-Familie“, sagte Eisbären-Cheftrainer Clément Jodoin auf die Partie gegen München vorausschauend.

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Richtig zur Sache geht es auch für die Düsseldorfer EG, die bei den Adlern aus Mannheim antreten muss. „Die Adler sind ganz sicher ein Titelanwärter“, sagt DEG-Trainer Harold Kreis, „Mannheim ist auch ein großer Klub mit einem großen Kader. Aber auf dem Spielberichtsborgen stehen, wie bei uns, auch nur 21 Mann.“

Klar ist, dass die Adler zu den Favoriten gehören und München das Leben schwer machen wollen. In der Kurpfalz ist es zu einem Umbruch gekommen, alles wurde umgekrempelt. „Wir wollen natürlich ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden“, sagte der neue Trainer Pavel Gross. Die Adler müssen heute ohne die angeschlagenen Luke Adam und Marcel Goc auskommen. Bei den Düsseldorfern fehlt Jerome Flaake.

In der Seidenstadt treffen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven auf die Artgenossen aus Krefeld. „Bremerhaven ist eine unangenehme Mannschaft, die einfaches Eishockey spielt und hart zur Sache geht. Da müssen wir gegenhalten“, sagte Krefelds Daniel Pietta vor dem Pinguine-Duell gegen die Küstenstädter. „Wir müssen uns an den Spielplan halten und unsere Chancen besser nutzen als zuletzt.“ Pietta weiter: „Wir sind sicher besser aufgestellt als im Vorjahr, besonders in der Abwehr. Aber wir müssen uns in allen Bereichen noch von Spiel zu Spiel verbessern.“ 

Wenige Kilometer weiter erwarten die Iserlohn Roosters die Grizzlys aus Wolfsburg. „Wir sind vielleicht bei 75 Prozent meiner Zielvorstellungen angekommen, erreicht die Mannschaft 90 Prozent, werden wir eine erfolgreiche Saison spielen. Für den Moment ist das aber schon sehr okay“, sagt IEC-Cheftrainer Rob Daum.

Bei den Gästen sind erneut einige Verletzungssorgen zu verzeichnen. „Die Verletztensituation ist sicher nicht optimal. Aber wir haben uns in den letzten Wochen intensiv vorbereitet und werden am Freitagabend bereit sein“, so Cheftrainer Wolfsburgs Pekka Tirkkonen. Mit John Albert und Corey Elkins, beide vor der Saison verpflichtet und ursprünglich mit Schlüsselaufgaben versehen, fallen zwei Mittelstürmer langfristig aus. Hinzu kommt Torhüter Felix Brückmann.

Und was ist mit den Kölner Haien? Der KEC muss zum Auftakt gegen die Augsburger Panther ran. Rund 15.000 Zuschauer werden erwartet. Coach Peter Draisaitl ist zufrieden mit der Preseason und der Entwicklung der neuen Haie-Mannschaft: „Fünf-sechs Wochen können schon verdammt lang sein. Jeder Spieler will jetzt loslegen. Insgesamt sind wir spielerisch auf einem guten Weg." Sieht auch Kapitän Moritz Müller so: „Die Jungs freuen sich alle tierisch auf heuet Abend. Die merken, dass hier eine Euphorie herrscht." 

Bei den Gästen aus Augsburg herrscht ebenfalls Euphorie. Trainer Mike Stewart erklärte vor nicht allzu langer Zeit: „Meine Hoffnung ist, dass sich meine Spieler noch mehr als sonst auf den Start fokussieren. Wenn wir mit den großen Tieren mitspielen wollen, können wir uns keine Eingewöhnungsphase leisten. Wir müssen sofort bereit sein.“ Gilt erst recht am Abend.

Die Vorbereitung der Wild Wings aus Schwenningen verlief mäßig. Aber das ist Schnee von gestern. Heute Abend kommen die Thomas Sabo Ice Tigers. „Die Jungs waren im Training sehr fokussiert und haben eine hohe Intensität an den Tag gelegt“, blickt Coach Pat Cortina auf die vergangene Woche zurück. Cortina weiß auch: „Nürnberg ist ein Kandidat auf die Meisterschaft und hat sehr starke Spieler in seinen Reihen.“

Die Ice Tigers haben selber haben auf die angespannte Personalsituation vor Saisonstart reagiert und gestern noch mit Verteidiger Shawn Lalonde und Stürmer Chad Bassen zwei weitere Spieler bis Saisonende unter Vertrag genommen. Das neue Duo soll heute bereits zum Einsatz kommen.

Weiter südlich treffen die Straubing Tigers auf den ERC Ingolstadt. „Wir haben in der vergangenen Saison gegen Ingolstadt gute Ergebnisse erspielt. Ich denke aber nicht, dass man von einem guten Omen sprechen kann. Am Freitag beginnt alles von null“, sagt Stürmer Sandro Schönberger gegenüber den Lokalmedien. Die Mannschaft freut sich auf den Start: „Die Stimmung ist gut. Die Spieler sind ehrgeizig, haben viel Energie und Selbstvertrauen“, so Trainer To Pokel.

Bei den Gästen hofft man aber durchaus auch, etwas mitnehmen zu können. Doch man ist gewarnt. „Straubing ist sehr schwer zu spielen und deshalb müssen wir von der ersten bis zur letzten Minute bereit sein. An Motivation sollte es keinesfalls mangeln, denn letzte Saison haben wir viermal gegen die Tigers verloren“, sagt Larry Mitchell – Sportdirektor des ERCI – im Vorfeld der Partie.