CHL

09. Juni 2020

CHL und Infront besiegeln Partnerschaft bis 2027/28

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

CHL ab 2023/24 mit 24 statt 32 Teilnehmern

Die Aktionäre der Champions Hockey League nahmen an der Generalversammlung mit einer Aktualisierung des Aktionärsbindungsvertrags die letzte formelle Hürde für die vorzeitige fünfjährige Vertragsverlängerung mit dem Vermarkter Infront. Sie haben sich zudem für eine künftige Reduktion der teilnehmenden Teams auf 24 ausgesprochen.

Die siebte ordentlichen Generalversammlung der Champions Hockey League fand am Dienstag online und im schweizerischen Zug statt. Dabei trafen die Aktionäre eine wegweisende Entscheidung zur Weiterentwicklung der Liga: Mit Beginn der Saison 2023/24 soll die Anzahl der teilnehmenden Teams von 32 auf 24 reduziert werden.

„Der CHL-Verwaltungsrat hat den neuen Vertrag mit Infront unter der entsprechenden Voraussetzung verhandelt“, sagt CHL-Präsident Peter Zahner. „Eine Reduktion der Teams bringt eine höhere Qualität auf dem Eis und mehr Exklusivität mit sich. Zudem können die Teilnehmer so auch besser entschädigt werden.“

Die Entscheidung, ob die CHL diesen Weg einschlagen oder ob sie das aktuelle Format mit 32 Teilnehmern beibehalten soll, oblag schlussendlich den Aktionären. „Diese haben heute gezeigt, dass sie das Gesamtbild vor Augen haben und gewillt sind, mit der CHL den nächsten Entwicklungsschritt zu gehen – denn von einem starken europäischen Klub-Wettbewerb profitieren alle Beteiligten“, so Zahner weiter.

Die Reduktion wird erst mit der Saison 2023/24 umgesetzt, wenn der neue Infront-Vertrag in Kraft tritt. Das heisst, dass zunächst noch drei weitere Spielzeiten mit 32 Teams anstehen. Die vertraglichen Bedingungen sehen vor, dass ab 2023/24 die 24 teilnehmenden Teams mindestens zwölf verschiedene nationale Ligen repräsentieren und dass dabei eine nationale Liga nicht mehr als vier Teams stellen darf.

Die spezifische Formatgestaltung mit den 24 Teilnehmern (z.B. Zuteilung der Anzahl Startplätze pro Land) war nicht Bestandteil des Generalversammlungs-Entscheids. Diese Einzelheiten werden zu einem späteren Zeitpunkt von den verantwortlichen CHL-Gremien definiert und entschieden. Neues Aktienmodell verabschiedet & Vermarktungsvertrag unterzeichnet Die CHL-Aktionäre haben zudem ein neues Aktienmodell verabschiedet, welches in den Aktionärsbindungsvertrag eingearbeitet wird. Die neue Regelung bietet Vereinfachung und mehr Flexibilität, während die Aufteilung des Aktienkapitals und der Aktienanteil der verschiedenen beteiligten Parteien unverändert bleibt (Klubs 63%, nationale Ligen 25%, IIHF 12%).

Zusätzlich wurde der Aktionärsbindungsvertrag bis 2028 verlängert. Dieser letzte formelle Schritt ermöglichte es der CHL und Infront, direkt im Anschluss an die Generalversammlung die Unterschriften unter den final ausgearbeiteten verlängerten Vermarktungsvertrag zu setzen. Die CHLAktionäre hatten der Verlängerung dieser Partnerschaft bereeits an einer ausserordentlichen Generalversammlung am 12. Dezember 2019 zugestimmt.

CEO präsentiert Jahresergebnis 2019/20

CHL-CEO Martin Baumann präsentierte an der Generalversammlung den Jahresabschluss 2019/20. „Auf der Finanzseite bin ich glücklich, ein zufriedenstellendes Resultat für 2019/20 berichten zu können, auch wenn die CHF/EUR-Situation überhaupt nicht für uns spielte. Unser Gewinn wurde durch Kursverluste massiv reduziert“, so Baumann. „Dank effizientem Kostenmanagement haben wir es aber dennoch geschafft, einen kleinen Reingewinn zu erwirtschaften – was in herausfordernden Zeiten nicht selbstverständlich ist.“ Da die Champions Hockey League eine in der Schweiz registrierte Aktiengesellschaft ist, muss die Buchführung in Schweizer Franken erfolgen.

Über die Champions Hockey League

Die Liga ist zu 100% im Besitz der Champions Hockey League AG und wird von dieser betrieben. 26 Europäische Clubs, sechs nationale Ligen und die Internationale Eishockey-Föderation sind Aktionäre der Champions Hockey League AG. Die Aktionärsligen stammen aus: Deutschland, Finnland, Österreich, Tschechien, Schweden und der Schweiz. Die besten Mannschaften der Challenger Ligen (Dänemark, Frankreich, Grossbritannien, Norwegen, Polen und Weissrussland) erhalten Wild Cards. In der Saison 2020/21 nehmen 32 Mannschaften aus 12 Ligen an der Champions Hockey League teil und kämpfen darum, als Europas Champions gekrönt zu werden. Die CHL-Saison endet mit dem allesentscheidenden Finalspiel am 9. Februar 2021.