Vorschau, 46. Spieltag

26. Januar 2018

Brisanz in Wolfsburg - München und Nürnberg wollen Wiedergutmachung

DEL Redaktion

Von DEL Redaktion

Grizzlys-Coach Pavel Gross gegen seinen zukünftigen Arbeitgeber / Kann Bremerhaven erstmals gegen Düsseldorf gewinnen? Derby in Straubing / Ice Tigers mit Wut am Seilersee

Fünf Mal DEL-Eishockey am Abend bedeutet auch: Fünf Spiele, die nichts für schwache Nerven sind. In den verbleibenden sieben Spieltagen werden Spieler, Verantwortliche und Fans weiter auf die (nervliche) Folter gespannt. Es gilt für alle Beteiligten, eine gesunde Mischung zwischen angespanntem Nervenkostüm und Lockerheit zu zeigen – auf und neben dem Eis. Kein leichter Spagat. Denn: die Entscheidungen um die Playoff-Teilnahme oder einen vorzeitigen Urlaub rücken immer näher.

Entspannt kann eigentlich nur das Top-Trio sein. Während die Eisbären bereits im Dezember ihre Partie des 46. Spieltags gegen Krefeld gewannen und heute frei haben, muss Tabellenführer EHC Red Bull München sowie der Zweite aus Nürnberg am Abend ran. Der Meister trifft auf die Kölner Haie, während die Ice Tigers bei den Iserlohn Roosters zu Gast sind. Für Köln und Iserlohn geht es dabei um viel.

Nach der 1:4-Niederlage in Augsburg unter der Woche wollen die Red Bulls vor heimischer Kulisse eine Reaktion zeigen. „Gegen Köln ist unser Ziel, wieder zurück auf die richtige Spur zu kommen“, so Stürmer Mads Christensen. „Wir haben uns die Schlüsselsituationen nochmal angeschaut, um aus den Fehlern zu lernen“, sagt Konrad Abeltshauser über die Analyse der Niederlage und fügt an: „Aber der Blick geht jetzt nach vorne. Wir wollen heute wieder drei wichtige Punkte holen."

Gegen die Haie lief es in dieser Saison für die Roten Bullen ausgezeichnet. Alle drei bisherigen Partien entschied der Deutsche Meister bei einem Torverhältnis von insgesamt 15:4 für sich. Im vierten Anlauf soll nun auch der vierte Sieg her. Es wäre bereits der 13. Erfolg in den vergangenen 16 Heimspielen gegen Köln. Gleichzeitig würde München seine aktuelle Heimserie in der Liga von derzeit zehn Siegen weiter ausbauen.

Aber: Die Haie bissen zuletzt in Nürnberg zu und gewannen mit 3:1. Daher sind die Franken mit einer gehörigen Portion Wut im Bauch nach Iserlohn aufgebrochen. Die Roosters hingegen kassierten eine verdiente, aber unnötige Pleite gegen Krefeld. „Wir müssen einfach disziplinierter spielen und dumme Strafen vermeiden“, forderte IEC-Defender Christopher Fischer.

Kamil Kreps

„Wir müssen so aggressiv spielen wie zum Ende der Partie in Berlin"

Ein purer Playoff-Fight erwartet die Fans vor allen Dingen in Bremerhaven, wo die Düsseldorfer EG zu Gast ist. Eine interessante Partie: Seit der Rückkehr ins Oberhaus haben die Küstenstädter noch nicht gegen die DEG gewonnen. Aber zuletzt gab es sechs Siege am Stück für Bremerhaven. Folgt heute der siebte? Oder macht die DEG wieder einen Satz nach vorn?

„Wir müssen so aggressiv spielen wie zum Ende der Partie in Berlin“, betont Wolfsburgs Stürmer Kamil Kreps vor dem Match gegen die Adler Mannheim. Brisant dabei natürlich die Konstellation: Erstmals seit der Bekanntgabe des Wechsel von Trainer Pavel Gross im Sommer nach Mannheim treffen beide Teams aufeinander. Klar ist: Die Gäste wollen sich ihrem neuen Trainer bestmöglich empfehlen. Der allerdings möchte genau das – besonders nach zuletzt fünf Niederlagen – verhindern. Eine weitere Pleite und die Diskussionen um Gross und seinen neuen Arbeitgeber gingen in die nächste Runde.

Erstmals unter ihrem neuen Trainer Doug Shedden blieb der ERC Ingolstadt am Mittwoch in Mannheim ohne Punkt. Das soll sich heute beim Derby in Straubing ändern. Auch der ERC braucht trotz einer starken Serie weiterhin Punkte.

Denn ein Blick auf die Tabelle reicht um zu verstehen: Wie gewonnen, so zerronnen.